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Sascha / 17.01.20 / 10:04

Xilinx: Günstig bewertet, charttechnisch lehrbuchmäßig

Meine Einschätzung des Chipsektors war wohl teilweise zu pessimistisch. Wobei dieser Pessimismus mich und meine Follower teilweise vor horrenden Kursverlusten bewahrt hat.

So schrieb ich beispielsweise ja auch hier auf sharedeals.de mehrere negative Artikel über die Aktie des deutschen Wafer-Produzenten und somit Chipzulieferers Siltronic. Wenngleich die Aktie mein seinerzeitiges Horror-Kursziel von 40 bis 45 Euro nicht ganz erreichen konnte, stürzte sie aber doch auf unter 55 Euro ab.

Inzwischen konnte sie sich, mit dem Chipsektor, wieder deutlich erholen, notiert aber immer noch meilenweit unter ihren seinerzeitigen Höchstkursen von fast 160 Euro. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so dramatisch, war zuletzt auch der Kursverlauf der Aktie von Xilinx (WKN: 880135). Bei Xilinx handelt es sich übrigens um den Weltmarktführer im Bereich programmierbarer Logic-ICs, also sogenannter Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs).

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Unternehmen gehört zu den 5G-Profiteuren

Somit gehört Xilinx, neben Unternehmen wie Qualcomm, Qorvo oder auch Skyworks Solutions zu den größten Profiteuren der Einführung von 5G. Darüber hinaus profitiert man jedoch auch noch vom sogenannten Phase 1-Deal der USA mit China. Dabei ist die Aktie, die gerade erst eine längere Korrekturbewegung hinter sich gebracht hat, fundamental vergleichsweise günstig bewertet.

So weist Xilinx derzeit nur noch ein Kurs-Umsatz-Verhältnis um sechs sowie ein Kurs-Cash Flow-Verhältnis von circa 24 auf. Nicht nur, dass dies vergleichsweise günstige Werte für einen solchen Wachstumstitel sind. Vielmehr zeigen diese auch wie hochprofitabel Xilinx arbeitet – wenn bei einem Jahresumsatz in Höhe von inzwischen über vier Milliarden US-Dollar ein positiver operative Cash Flow von über einer Milliarde US-Dollar hängen bleibt.

Auch charttechnisch macht die Aktie dabei einen guten Eindruck. So brach sie kürzlich über den charttechnisch wichtigen Widerstand bei 100 US-Dollar aus, setzte dann aber in Form eines klassischen Pullbacks nochmal auf den Ausbruchspunkt zurück. Somit ist der Weg nach oben nun frei, wobei das Kursziel generell um 135 US-Dollar liegt. Dabei könnte es zwischen 120 und 125 US-Dollar jedoch durchaus nochmals einen kleinen Zwischenstopp geben.

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Kommentare
Joe / 17.01.20 / 17:03 Uhr Xilinx ist ein absolutes High-Tech-Unternehmen. Mir erschließt sich nicht wirklich, warum der Kurs bis heute (Mitte Januar 20) soweit gefallen ist. Ich vermute mal, für den klassischen Investor ist einfach nicht ganz klar, was Xilinx genau macht. Ich lese immer nur 5G. Aber das ist und wird nur ein Teil des Geschäfts sein. Als Elektroniker meine ich, daß Xilinx die besten programmierbaren ICs herstellt, wenn auch etwas teuer. Ihre neuen Softwarepakete Vivado und Vitis, in die Xilinx nach eigenen Aussagen, hunderte von Millionen Dollar für die Entwicklung invest hat, setzen Maßstäbe im Design von komplexer Logic. Ihre Ultrascale-Chips sind hochintegriert. Wie AMD fertigen sie inzwischen mit 7nm-Technologie. Das ist neuster Stand der Technik. Aber die AMD-Aktie steigt, Xilinx fällt. Warum? Auch NVidia vermag Xilinx nun Konkurrenz zu machen. Mit ihren Alveo o. ä. Produkten besetzen Sie eine Nische, zwischen klassischer CPUs und GPUs und sind so bei vielen Spezial-Anwendungen überlegen. Für den Spiele und -Konsumermarkt werden diese Produkte zu teuer sein. Aber für server- und cloudbasierte Anwendungen sind sie wegen ihrer Anpassbarkeit hervorragend positioniert. Zitat: "Bei einer Monte-Carlo-Simulation erzielt Alveo U50 im Vergleich zu einem CPU-System (Intel Xeon E5-2697 v4 und GCC 5.4.0) eine um den Faktor 20 erhöhte Leistungseffizienz, im Vergleich zu einem GPU-basierten System (Nvidia Tesla V100 16GB PCIe CUDA 10.1 und GCC 5.4.0) steigt die Leistungseffizienz noch um den Faktor 7. Das heißt mit Alveo U50 lassen sich Erkenntnisse schneller gewinnen und das bei deterministischen Latenzzeiten und reduzierten Betriebskosten."