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Manuel / 18.05.20 / 18:58

Uber: IPO-Flop? Das war einmal!

Hinter Uber (WKN: A2PHHG) liegt – für viele Anleger überraschend – ein Horrorquartal, nachdem bereits das IPO vor einem Jahr zu Ausgabekursen von 45 USD pro Aktie keine Erfolgsgeschichte wurde.

Von Januar bis März verbuchte der Konzern einen Verlust von satten -2,9 Milliarden USD nach -1 Milliarde USD im ersten Quartal 2019. Damit machte Uber fast so viel Miese wie Umsatz, der lag nämlich bei 3,5 Milliarden US-Dollar (+14 Prozent). Dieser Ausrutscher ist allerdings auf Sondereffekte zurückzuführen. Beispielsweise musste Uber auf sein Investment in den chinesischen Ride-Share-Technologieführer Didi 1,7 Milliarden US-Dollar abschreiben.

Uber ist derzeit SoftBanks zweites großes Sorgenkind neben dem Bürovermittler WeWork. Doch Uber wird keine zweite WeWork werden, dafür ist der Konzern mit seiner einzigartigen Plattform, regelmäßigem Kundenzuspruch und einer relativ gesunden Bilanz zu gut aufgestellt.

Darum ist das Geschäft jetzt interessant

15 Prozent der Uber-Fahrten führen zum oder enden am Flughafen – Tendenz steigend, das war für Uber auch zur Präsentation des Geschäftsberichts 2019 im März noch eindeutig. Auch wenn sich im Zuge von Corona Reisegepflogenheiten ändern dürften, als Tech-Konzern wird Uber überproportional an der künftigen Entwicklung der Reiseströme in Metropolen teilhaben.

Ein Viertel der Buchungen findet in den Städten Chicago, Los Angeles, New York, San Francisco und London statt. Gefahren für Uber bestehen vor allem darin, dass die angestrebte Expansion in ländliche Regionen nicht klappt wie gewünscht sowie in der Problematik der Arbeitsbedingungen von Uber-Fahrern, der sich beispielsweise die Gerichtsbarkeit in New York schon widmete.

Uber expandiert – die Chancen liegen auf der Hand  

Eine Riesenchance für Uber ist das Food-Delivery-Business, was nun auch die Wall Street merkt und worum gerade alle Diskussionen kreisen. Uber trennte sich zwar kürzlich von einzelnen Teilen wie dem Tschechien- oder Ägypten-Geschäft, dennoch glaubt es an die Zukunft von Lieferdiensten. Vor wenigen Tagen wurde das Interesse an einer Übernahme des US-Essenslieferanten GrubHub öffentlich. Uber verbindet auf seiner Plattform Fahrer, Restaurants und Konsumenten und ist damit quasi prädestiniert für dieses Geschäft.

Aktie bricht nach oben aus

Völlig losgelöst präsentiert sich die Uber-Aktie heute mit +6,39% auf 34,54 USD, gerade als ich den Wert zukunftsorientierten Investoren nahelegen wollte. Mit dem Food-Business von GrubHub winken neue Revenue Streams. Uber kann mal eine gigantische Geldmaschine werden mit riesigem Burggraben bei der gut verdienenden Stadtbevölkerung. Kurz: Mit Uber im Depot können sich Anleger wohlfühlen.

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