Standard Lithium -25% in 3 Wochen: Adieu neuer Branchen-Hype?

21.03.23 um 12:50

Die Aktien von Standard Lithium (WKN: A2DJQP) haben den Schwung aus dem starken Jahresstart verloren und stürzten in den vergangenen drei Wochen wieder um über +25% auf 4,40 CA$ ab. Ein neues Bohrprogramm soll nun die Machbarkeitsstudie für das South-West-Arkansas-Projekt unterstützen. Für Anleger gibt es aber eine entscheidende Frage, die sie sich stellen sollten.

GlobeNewswire IR press release

Standard Lithium mit Sitz in Kanada ist spezialisiert auf die Gewinnung und Erzeugung von Lithiumcarbonat – ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Akkus, wie sie etwa in Smartphones und E-Autos stecken. Seit Februar sieht sich das Unternehmen in der Entwicklungsphase jedoch mit schwerwiegenden Vorwürfen eines prominenten Shortsellers konfrontiert, die das Anlegervertrauen massiv geschädigt haben.

Neues Bohrprogramm in South West Arkansas

Standard Lithium, das sich selbst gerne als „nahezu kommerzielles Lithium-Unternehmen“ bezeichtet, hat am Montag den Start eines neuen Bohrprogramms seines South-West-Arkansas-Projekts bekanntgegeben. Es soll den Angaben nach die bevorstehende vorläufige Machbarkeitsstudie unterstützen.

Die Ziele sind demnach im Einzelnen die Ressourcen-Definition zu untermauern, das Schätzungsrisiko zu verringern, zusätzliche Daten zur Porosität und Permeabilität über die gesamte Mächtigkeit der produktiven Zonen in der Smackover-Formation zu liefern und das Design des Produktionsbohrlochs zu optimieren.

Das Bohrprogramm umfasst laut Meldung zwei neue Standorte und drei Wiedereröffnungen von stillgelegten und aufgegebenen Öl- und Gasbohrungen und soll Laufe des zweiten Quartals beendet werden.

Andy Robinson, Präsident und COO von Standard Lithium, kommentiert:

Dieses systematische Bohrprogramm […] wird alle erforderlichen Ressourcendaten für die bevorstehende PFS sowie den Großteil der Ressourcendaten für die anschließende endgültige Machbarkeitsstudie sammeln.

Jahresanfangsrallye verpufft

Wie so viele Risiko-Assets hatte Standard Lithium 2022 ein schweres Börsenjahr mit -58% Kursverlust. Die Fortschritte, die das Unternehmen in dem Zeitraum bei der Machbarkeitsstudie gemeldet hat, konnten die Aktie nicht stabilisieren.

2023 schient zunächst alles besser zu werden: In den ersten beiden Monaten marschierte der Titel von 3,80 auf über 6 CA$. Seit Anfang März ist das Papier jedoch wieder wie ein Stein gefallen und hat dabei den Großteil seiner jüngsten Gewinne wieder vorloren.

Anleger-Fazit: Finger weg

Letztendlich müssen sich Anleger die Frage stellen: Bin ich für die Chance auf langfristig spektakuläre Gewinne bereit, unüberschaubares Risiko und Volatilität zu tragen, die leicht zum Totalverlust führen können?

Fakt ist schließlich: Einen nachhaltigen Proof-of-Concept hat Standard Lithium noch nicht erbracht und damit auch nicht die schwerwiegenden Shortseller-Vorwürfe entkräften können. Das Unternehmen tut zudem wenig, um seine Monetarisierung klar zu beschreiben, und dürfte noch eine ganze Weile den Kapitalmarkt anzapfen.

Ich bleibe daher weiter bei der Standard-Lithium-Aktie an der Seitenlinie, da die Gefahr von Verwässerung und massiven Kursstürzen zu hoch ist.

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