Stadler Rail: IPO sorgt bei Friedrich Merz für volle Taschen

von (mh)  /   15. April 2019, 12:53  /   unter Dividenden-Aktien, IPO & Börsengänge  /   Keine Kommentare

Stadler Rail (WKN: A2ACPS) feierte am Freitag ein gelungenes Börsendebüt an der SIX Swiss Exchange. Die Aktie schloss am ersten Tag mit einem Gewinn von +13,42%. Stark beachtet war der Börsengang hierzulande, weil CDU-Politiker Friedrich Merz, der dem Stadler-Verwaltungsrat seit 2006 angehört, nun Aktien im Wert von 6,4 Millionen Euro besitzt. 

Stadler, ein Hersteller von Zügen und zugehörigen Systemen, legte den Bezugspreis für die IPO-Aktien bei 38 Franken fest und erlöste damit 1,33 Milliarden Schweizer Franken. Aufgrund starker Nachfrage von Schweizer und internationalen institutionellen Investoren sowie Schweizer Privatanlegern war das Angebot mehrfach überzeichnet. Das Interesse an der Aktie des schuldenfreien Konzerns ist bei den glänzenden Aussichten nachvollziehbar.

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Beispiellose Erfolgsgeschichte

Die Entwicklung von Stadler Rail ist eine Erfolgsgeschichte, die eng mit dem einstigen SVP-Nationalrat Peter Spuhler verbunden ist, der auch nach dem Börsengang weiter als exekutiver Verwaltungsratspräsident fungiert. Spuhler erläutert:

Der geplante Börsengang an der SIX Swiss Exchange ist ein logischer nächster Schritt in der Wachstumsgeschichte von Stadler. […] Eine Börsennotierung ist ein starkes Reputations- und Qualitätsmerkmal und unterstreicht damit zwei Attribute, welche bereits in unserer auf Schweizer Spitzenleistung ausgerichteten Firmenkultur tief verwurzelt sind.

Vor rund 30 Jahren startete Stadler mit 18 Mitarbeitern. 2019 visiert der Konzern bei 8.500 Beschäftigten einen Umsatz von deutlich über 2 Milliarden Franken an. Spuhler hielt bis vor dem Börsengang rund 80% der Aktien und will nach eigenen Angaben „langfristig engagiert“ bleiben.

Stadler produziert sowohl Intercity- & Regionalzüge als auch Waggons für den Personenverkehr wie auch Metro- und Straßenbahnen. Damit adressiert Stadler nach eigenen Angaben „alle relevanten Segmente des Schienenfahrzeugmarktes“. Dazu kommt das Service-Segment, in dem die Firma Kunden ein breites Angebot an Serviceleistungen (Reperaturen, Instandhaltung etc.) bietet.

Der Börsengang von Stadler ist das größte europäische IPO seit Jahresbeginn. Quelle: Stadler Rail

Stadler profitiert von Megatrends – Randvolle Auftragsbücher

Stadler profitiert von der Urbanisierung und dadurch verbundenen steigenden Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr.

Die Konzernfinanzen sind kerngesund. Die Firma ist schuldenfrei und die „herausragende Wachstumsbilanz“ soll fortgeführt werden.

2018 erwirtschaftete Stadler eine EBIT-Rendite von 7,5% auf den Umsatz. Im Vergleich mit Branchengrößen wie der französischen Alstom (rund 5%) liegt man gut im Spiel. Von Unternehmensseite heißt es:

Stadler verfügt über ein attraktives Finanzprofil, welches hohes und langfristig visibles Umsatzwachstum, starke Profitabilität, einen hohen Kapitalumschlag, branchenführende Economic-Profit-Margen und eine starke Bilanz mit einer Nettocashposition vereint.

Der Auftragsbestand betrug per Jahresende 2018 13,2 Milliarden Franken! Damit ist der Konzern über die kommenden Jahre quasi ausgebucht.

Bis 2020 soll der Umsatz nahezu verdoppelt werden auf dann 4 Milliarden Franken.

Merz verdient durch Börsengang kräftig mit – 2019 winkt starke Dividende und weiteres Wachstum

Mitglieder von Verwaltungsrat und Konzernleitung halten nach aktuellen Angaben 6,89% aller Stadler-Aktien (exklusive Anteile von Spuhler).

Der Verwaltungsrat ist u.a. mit Friedrich Merz, Christoph Franz, dem Verwaltungsratspräsidenten des Pharmagiganten Roche, und dem polnischen Medien-Mogul Wojciech Kostrzewa hochprominent besetzt.

Merz kann seine 150.000 Stadler-Anteile, die derzeit einen Wert von 6,43 Millionen Euro aufweisen, allerdings nicht sofort zu Geld machen – wenn er daran überhaupt interessiert wäre. Denn Merz unterliegt wie alle anderen Verwaltungsräte und Führungskräfte einer obligatorischen Haltefrist von mindestens einem Jahr nach Handelsaufnahme.

Gegenüber der BILD-Zeitung erklärte Merz, dass er die Aktien u.a. im Rahmen eines Mitarbeiteroptionsprogrammes erworben habe.

Für 2019 plant Stadler, mindestens 120 Millionen Franken an Dividende auszuschütten. An der Börse kommt Stadler aktuell auf eine Bewertung von 4,3 Milliarden Franken.

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