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SMA Solar +17%: Darum schlägt das Kurspendel wieder aus

Simon / 07.03.22 / 17:11

Dass der Titel des hessischen Photovoltaik-Spezialisten SMA Solar (WKN: A0DJ6J) zu den schwankungsanfälligsten der Branche gehört, haben die vergangenen 10 Tage wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Erst stieg die Aktie im Zuge der kriegsbedingten Green-Tech-Hausse in wenigen Tagen um fast +50%. Dann ließen eine verfehlte Prognose und ein schwacher Ausblick die SMA-Anteilsscheine um -18% abstürzen. Am Sonntag kündigte die Bundesregierung nun an, in den kommenden Jahren viele Milliarden für den Klimaschutz zu investieren. Mit fast +17% schlägt das Kurspendel nun bei den Hessen wieder deutlich kräftiger aus als bei der Konkurrenz.

Die SMA Solar Technology AG mit Hauptsitz im hessischen Niestetal fertigt Wechselrichter für Photovoltaikanlagen. Diese werden benötigt, um den aus Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, der ins Stromnetz eingespeist werden kann. Mit 3.250 Mitarbeitern in 18 Ländern und einem Umsatz von über einer Milliarde € (2020) zählt der Konzern zu den weltweit größten Branchenvertretern. An der Börse hat das Green-Tech-Unternehmen derzeit einen Wert von 1,22 Milliarden €.

Staatlicher Geldsegen für Green-Techs

Grüne Aktien schlagen sich in der kriegsbedingt schwierigen Marktphase derzeit am besten. Nun hat ihnen Bundesfinanzminister Christian Lindner einen neuen Schub versetzt. Für den klimafreundlichen Umbau des Landes will der oberste deutsche Schatzmeister bis 2026 rund 200 Milliarden € bereitstellen. Auf diese Summe hat sich der FDP-Politiker gemeinsam mit dem Klimaminister Robert Habeck geeinigt, bestätigten beide am Sonntag.

Während die Aktien von Windkraft-Spezialisten wie Nordex (+5,6%) und Siemens Gamesa (+8,5%) bis zum Montagnachmittag schon kräftig zulegten, machte der SMA-Titel wieder einen Riesensatz um fast +17% auf 35,25€.

Kursrutsch durch verfehlte Prognose und schwachen Ausblick

Solche Kursausschläge sind beim Photovoltaik-Spezialisten zuletzt mehr die Regel als die Ausnahme gewesen. In den ersten Tagen seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte das SMA-Papier seinen Wert um fast die Hälfte erhöht. Mit einem schwachen Geschäftsausblick für 2022 und einer verfehlten Prognose für das abgelaufen Jahr hatte das Management die Aktie am vergangenen Mittwoch dann wieder um knapp -18% auf Talfahrt geschickt.

Ursächlich für das gesenkte Ergebnisziel (EBITDA) 2021 ist ein geplatzter Servicevertrag, für den der Solarenergie-Spezialist Rückstellungen bilden musste. Im Januar hatten die Hessen ihr bereits im vergangenen September gesenktes Ergebnisziel weiter zurückgenommen. So soll das EBITDA 2021 mit voraussichtlich 9 Millionen € weit unterhalb der zuletzt angepeilten 20 bis 30 Millionen € landen. Endgültige Jahresergebnisse will der Konzern am 31. März vorlegen.

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Für das laufende Jahr plant SMA nun mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses von 50 bis 60 Millionen €. Analysten hatten im Schnitt mit rund 75 Millionen € gerechnet. Den Jahresumsatz schätzt der Vorstand in einer Spanne von 0,9 bis 1,05 Milliarden €. Die Marktexperten hatten durchschnittlich auch hier mehr auf dem Zettel. Den trüben Ausblick erklärte das Unternehmen mit der globalen Verknappung von Chips und weiterer elektronischer Komponenten.

Es bleibt hochvolatil

Aufgrund der allgemeinen Bemühungen, anstatt auf fossile verstärkt auf regenerative Energien zu setzen, hat SMA aus meiner Sicht weiterhin hervorragende Wachstumsperspektiven. Vorstandssprecher Jürgen Reinert versicherte zuletzt, alles tun zu wollen, „um den aktuell sehr guten Auftragseingang zu bedienen“.

Das Hin und Her zwischen den langfristig guten Aussichten und der derzeit angespannten Liefersituation wird die SMA-Anteile auch in nächster Zeit in einem volatilen Zustand halten. Für risikoscheue Anleger bleibt es somit ein Wert, den man meiden sollte. Für aktive Investoren stellen die extrem überkauften und -verkauften Phasen der Aktie jedoch Handelsmöglichkeiten mit verhältnismäßig geringem Risiko und hohen Renditemöglichkeiten dar.

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