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Manuel / 25.03.20 / 10:51

Sixt: +23%-Kursexplosion nach Zahlen!

Erstmals über 3 Milliarden Euro Umsatz – auch 2019 war ein Erfolgsjahr für Sixt. Dessen Aktien brennen heute ein Kursfeuerwerk ab. Die Stammaktien (WKN: 723132) steigen um +22,69% auf 57,20 Euro, Vorzüge (WKN: 723133) um +20,06% auf 40,10 Euro.

Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister wuchs 2019 umsatzseitig erneut zweistellig. Dank „steigender Nachfrage im Inland und Ausland“ erzielte Sixt um 12,9 Prozent höhere Erlöse von 3,31 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) meldet der Münchner Konzern mit 337,4 Millionen trotz erheblicher Investitionen in Internationalisierung und Digitalisierung minimal mehr Gewinn als 2018. Getragen wird die Umsatzdynamik von der Auslandsexpansion, besonders in Italien und Frankreich.

Corona markiert Wendepunkt 

Der langjährige Vorstandsvorsitzende Erich Sixt vielsagend:

Mit unserem anhaltend starken Wachstum weit über dem Branchendurchschnitt haben wir unsere globale Marktposition weiter ausgebaut [...] Nach dieser langen Erfolgsgeschichte markiert das Jahr 2020 eine Zäsur.

Sixt, das in der Corona-Krise Ärzten und Pflegepersonal bis zum 15. April 2020 in Berlin, Hamburg und München kostenlosen Zugang zu seinen Carsharing-Fahrzeugen ermöglicht, verfügt in seiner Flotte über 280.000 Fahrzeuge. In Teilbereichen sei es jüngst zu Corona-bedingten Nachfragesteigerungen gekommen. So stellten Miet- und Carsharing-Fahrzeuge eine sichere Alternative zum Öffentlichen Personennahverkehr dar, wie Sixt mitteilt.

Die App Sixt One, die die Angebote von Autovermietung, Carsharing und Ride Hailing-Diensten verknüpft, läuft sehr erfolgreich an. 2,3 Millionen Mal wurde die App bis dato heruntergeladen.

Jetzt will (und muss) Sixt sparen

Um die Auswirkungen von COVID-19 abzufedern, hat der Vorstand eine Reihe von Maßnahmen getroffen. So wird der Konzern seine Vermietflotte kurzfristig deutlich reduzieren. Zu den Maßnahmen gehören auch die Verschiebung von Investitionen sowie die signifikante Reduktion von Personal- und Sachkosten. Damit sollen bis zu 100 Millionen Euro eingespart werden.

Aktie eine Halteposition

Sixt will möglichst ressourcenschonend arbeiten. Das ist bei einem Kreditberg auch wirtschaftlich sinnvoll, sobald ein Teil der Einnahmen wegbricht. Die Prognose für 2020 haut keinen vom Hocker, sie kommt allerdings wenig überraschend. Für 2020 rechnet Sixt – wie schon am 16. März vermeldet – mit einem starken Umsatzrückgang gegenüber 2019. Im Einklang mit dem SDAX erholt sich auch die Sixt-Aktie heute weiter von ihren Tiefs. In die heutige Kursexplosion muss man aus meiner Sicht nicht reinkaufen.

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