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Siemens, Airbus, Mercedes-Benz, Infineon: DAX-Überblick

Alexander Hirschler / 29.02.24 / 7:00

Der DAX (WKN: 846900) gibt weiter Gas. Am Mittwoch schwang sich das größte deutsche Börsenbarometer zu einem neuen Rekord auf und schloss +0,25% höher mit 17.601 Punkten. Airbus, Siemens und Mercedes-Benz standen bei Anlegern auf dem Kaufzettel, Infineon rutschte ans DAX-Ende.

stock.adobe.com/Tim

Die deutschen Standardwerte starteten auf Rekordniveau in den Tag. In den ersten Handelsminuten kam es zum Gap-Close. Dabei wurde auch das Tagestief von 17.552 Punkten markiert. Gegen Vormittag schaffte der Index erstmals den Sprung über die 17.600-Punkte-Marke und stellte eine neue Bestmarke bei 17.605 Punkten auf.

Der nachfolgende Rücksetzer endete ebenso bei 17.561 Punkten wie ein zweiter Rücksetzer am frühen Nachmittag. Beim Dienstagshoch griffen Anleger wieder zu. Es folgte ein weiterer Anstieg bis auf 17.605 Punkte. Dieses Niveau wurde auch kurz vor der Schlussglocke erreicht.

Kauflust ist ungebrochen

Die Kauflust ist ungebrochen. Trotz eingetrübter Konjunktur greifen DAX-Anleger weiterhin zu und bescherten dem Börsenbarometer bereits den fünften Rekordtag in Folge. Sorgen vor einer möglicherweise bevorstehenden Korrektur scheinen die Anleger nicht zu haben, da Rücksetzer bei vielen Einzelwerten immer wieder zu raschen Käufen genutzt werden.

Hinzu kommt, dass die DAX-Konzerne rund 90% ihrer Geschäfte im Ausland machen und zu einem großen Teil auch außerhalb Deutschlands produzieren. Sie sind damit kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft.

Aktien von Siemens, Deutsche Börse und Airbus erreichten neue Höchststände. Der Flugzeugbauer profitiert weiter von den Problemen des US-Konkurrenten Boeing. Dieser soll der US-Aufsichtsbehörde FAA innerhalb von 90 Tagen einen überzeugen Plan zur Lösung seiner „systematischen Qualitätssicherungsprobleme“ vorlegen.

Ebenfalls gefragt waren die Papiere des Autobauers Mercedes-Benz, die von einer positiven Analystenstudie profitierten. Das US-Analysehaus Jefferies hat das Kursziel auf 100 € angehoben und die Einstufung auf Buy belassen. Die Analysten lobten die starke Bilanz und die große Liquidität des Traditionskonzerns.

Am unteren Ende landete die Aktie von Infineon mit Verlusten von -4%. Sie litten unter einem schwachen Quartalsausblick des niederländischen Chipzulieferers ASM International.

Bilanzsaison geht weiter – Inflationsdaten im Fokus

Der Donnerstag dürfte erneut sehr spannend werden. Zum einen blicken Anleger auf die DAX-Konzerne MTU, Covestro und Beiersdorf, die allesamt Bilanz ziehen.

Zudem werden im weiteren Tagesverlauf vorläufige Daten zur Februar-Inflation in Deutschland und der von der US-Notenbank Fed viel beachtete PCE-Preisindex der privaten Konsumausgaben veröffentlicht. Die Daten könnten Hinweise zum weiteren geldpolitischen Kurs der Notenbanken liefern und Rückschlüsse auf den Beginn der Zinssenkungen zulassen.

Experten gehen davon aus, dass die privaten Konsumausgaben im Monatsvergleich um 0,4% gestiegen sind. Auf Jahressicht wird mit einer Rate von 2,8% gerechnet.

Derweil hat eine zweite Schätzung des US-Handelsministeriums ergeben, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 3,2% gewachsen ist. Eine erste Schätzung hatte noch ein Plus von 3,3% ergeben. Im Gesamtjahr wuchs das BIP der größten Volkswirtschaft der Welt um 2,5% nach einem Plus von 2,1% in 2022.

US-Anleger gingen vor dem anstehenden Inflationsbericht aus dem Risiko. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 verzeichneten leichte Abgaben.

DAX nimmt 18.000-Punkte-Marke ins Visier

Der DAX hat einen weiteren großen Schritt in Richtung der nächsten 1.000er-Schwelle gemacht. Bis zur 18.000-Punkte-Marke fehlen dem deutschen Leitindex nur noch weniger als 400 Punkte bzw. +2,27%.

Bei gleichbleibender Dynamik könnte dieses Kursniveau schon bald erreicht sein. Gleichwohl wächst die Gefahr einer Konsolidierung mit jedem weiteren Gewinntag, da die technischen Indikatoren inzwischen ein überkauftes Marktumfeld signalisieren.

Der Relative-Stärke-Index befindet sich sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis im kritischen Bereich oberhalb der 70er-Schwelle. Somit müssen sich Anleger auf Gewinnmitnahmen und eine entsprechende Gegenbewegung gefasst machen.

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