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Rock Tech Lithium schießt hoch – das steckt dahinter

Simon / 23.03.22 / 10:59

Die Aktie von Rock Tech Lithium (WKN: A1XF0V) hat am Dienstag an der Heimatbörse in Toronto einen plötzlichen Kurssprung um +18,6% hingelegt und klettert heute an den deutschen Handelsplätzen weiter. In der Spitze stieg der Titel am Vormittag um +9%. Wie ist diese Explosion zu erklären? Die Clean-Tech-Firma will die erste Lithium-Fabrik Europas bauen und ist diesem Ziel gestern einen großen Schritt nähergekommen.

Rock Tech ist ein deutsch-kanadisches Clean-Tech-Unternehmen mit großen Ambitionen: In zwei Jahren will der Minenbetreiber die erste Fabrik für batteriefähiges Lithiumhydroxid in Europa bauen und bis Ende des Jahrzehnt für die hiesige Elektroauto-Industrie zum führenden Anbieter des Rohstoffs werden.

Ebnet Tesla den Weg für Rock Tech?

Am gestrigen Dienstag hat die Rock-Tech-Aktie an der Heimatbörse in Toronto eine Kursexplosion erlebt. Der Titel schoss über +18,6% auf 5,42 CA$ in die Höhe. In der vergangenen Woche hat das Lithium-Papier damit fast ein Viertel hinzugewonnen. Der Börsenwert des Unternehmens stieg damit auf 388 Millionen CA$ (280 Millionen €). Auch an den deutschen Handelsplätzen legte die Lithium-Aktie seit dem Morgen kräftig zu – in der Spitze bis zu +9%. Aktuell stehen die Anteilsscheine mit einem Plus von 7,3% bei 4,25 €.

Was versetzt die Anleger derart in Ekstase?

Der E-Auto-Pionier Tesla hat gestern im Beisein von CEO Elon Musk und der deutschen Politprominenz seine neue Gigafactory in Brandenburg eröffnet – dem gleichen Bundesland, in dem auch Rock Tech seinen ersten Lithium-Konverter plant.

Kanzler Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Robert Habeck und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke betonten bei der Eröffnungsfeier einerseits, dass das Tesla-Werk als Vorzeigemodell für kommende Investitionsprojekte dienen soll, was Bau- und Genehmigungszeit angeht.

Andererseits habe die Ansiedlung des US-Konzern, so Woidke, auch eine Signalwirkung für andere Investoren. Tesla hätte quasi den Scheinwerfer auf Ostdeutschland und insbesondere Brandenburg gerichtet.

Die Attraktivität des Standorts könnte nun besser zur Geltung kommen. Ein Anreiz der Region liege darin, dass sie im Schnitt einen höheren Ausbau an erneuerbaren Energien hat, sagte der Ministerpräsident. Große Unternehmen, die sich mittlerweile eigene Klimaziele setzen, könnten diese nur erreichen, wenn sie grünen Strom in ihrer Produktion einsetzen.

Noch entscheidender sei womöglich, dass die neuen Bundesländer „hungrig nach Industrieansiedlung“ seien, sagte der brandenburgische Regierungschef. Im Westen gebe es hingegen deutlich mehr Vorbehalte gegen Investoren.

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Produktionsstart für Ende 2023 vorgesehen

Die Tatsache, dass Brandenburg klimafreundliche Industrie anziehen und den Unternehmen bei den Genehmigungsverfahren keine Steine mehr in den Weg legen will, spielt Rock Tech nun voll in die Karten.

So hat die Clean-Tech-Firma erst vor einem Monat offiziell ihr Genehmigungsverfahren für die erste Lithium-Fabrik Europas gestartet. Wenn der Rohstoffförderer wie geplant bis zum Spätsommer alle Lizenzen beisammenhat, kann der Bau des Konverters bereits in diesem Jahr beginnen. Produktionsstart ist weiterhin für Ende 2023 vorgesehen.

Eine vollendete Umwandlungsanlage soll nach Firmenangaben in der Lage sein, 24.000 Tonnen des Akku-Ausgangsstoffs zu produzieren. Damit könnten bis zu einer halben Million Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien versorgt werden. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie will das Unternehmen ab 2030 rund 50% der eingesetzten Rohstoffe aus recycelten Altbatterien gewinnen.

Immer mehr Hilfe aus der Politik

Das politische Umfeld hat sich schon in den vergangenen Monaten stark zu Gunsten von Rock Tech gedreht. Parteiübergreifend herrscht Einigkeit darüber, dass Europa ein Lithium-Gegengewicht zu China braucht, das weite Teile des Markts kontrolliert.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Spitzenpolitikern bezüglich der eigenen Rohstoffsicherung endgültig die Augen geöffnet. Bundesfinanzminister Christian Lindner hat zuletzt 200 Milliarden € bis 2026 bereitgestellt, um das Land unabhängiger und gleichzeitig klimafreundlicher zu machen. Rock Tech darf sich nun große Hoffnungen machen auf üppige Fördermittel, um seine 500 Millionen € teure Lithium-Anlage in Brandenburg zu finanzieren.

Mit der Eröffnung des Tesla-Werks ist der Stein für das deutsch-kanadische Unternehmen endgültig ins Rollen gekommen. Die Erfolgsaussichten für eine rasche Genehmigung der Konverter-Anlage der Firma haben sich damit ein weiteres Mal deutlich erhöht. Obendrein hat sich mit dem US-Konzern ein potenzieller Großabnehmer für Rock Techs Batterierohstoff in der Nachbarschaft angesiedelt.

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