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Rio Tinto: Solide Zahlen und kleinere Sorgen

Matthias Schulze / 18.10.22 / 16:29

Das Management von Rio Tinto (WKN: 852147) hat die Ergebnisse für das dritte Quartal präsentiert. Das Zahlenwerk blieb trotz kleinerer Abstriche solide. Allerdings senkte das Management die Prognose für die Kupferproduktion. Der Markt reagiert unentschieden auf die Anpassung der förderbaren Kupfermenge, die Aktie verliert leicht auf 54,90 US$. Bietet die aktuelle Korrekturphase eine günstige Kaufgelegenheit?

Die Rio Tinto Group ist ein führendes Montanunternehmen mit Doppelsitz in London und Melbourne. Zusammen mit BHP (WKN: 850524) und Vale (WKN: 897136) zählt Rio Tinto zum Triumvirat der größten Eisenerzproduzenten. Weltweit führend ist Rio Tinto in der Herstellung von Bauxit. Bei Aluminium steht das Unternehmen an fünfter Stelle. Außerdem fördert der Bergbauriese signifikante Mengen Kupfer. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt etwa 90,8 Milliarden €.

Rezessionssorgen im Chart

Im diesjährigen Kursverlauf von Rio Tinto spiegeln sich die zyklischen Hochs und Tiefs des Rohstoffsektors besonders deutlich wider. Im Februar verkündete der Konzern eine Rekorddividende von 16,8 Milliarden US$. Unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs und der Angst vor einer Verknappung kritischer Rohstoffe kletterte die Aktie zunächst auf ihr Jahreshoch von 84,69 US$.

Seitdem geschah viel: Die USA und die Europäische Union vollzogen die Zinswende, China würgte sein Wachstum mit der Null-Covid-Politik ab und fragte weniger Eisenerz nach. In der Folge reduzierte das Management von Rio Tinto die Jahresprognose und kürzte die Dividende für das laufende Jahr. Die Aktie rutschte ab und pendelt seitdem in einem Korridor von 52 US$ bis 59 US$.

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Solides drittes Quartal

Auf den ersten Blick sind die Zahlen des dritten Quartals 2022 ermutigend. Gegenüber dem Vorquartal nahm die Eisenerzproduktion  im australischen Pilbara-Distrikt um +7% zu, die Aluminium-Ausbeute stieg um +4% und Kupfer legte sogar um +9% zu. Die Produktion des vielseitig einsetzbaren Weißpigments Titandioxid verbesserte sich um 6%. Abstriche gab es bei der Gewinnung von Bauxit, das um 3% fiel.

Der CEO von Rio Tinto, Jakob Stausholm, fasste die Quartalsergebnisse folgendermaßen zusammen:

Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorquartal an den meisten unserer Standorte verbessert, insbesondere dort, wo wir das Rio Tinto Safe Production System (RTSPS) implementiert haben.

Bei RTSPS handelt es sich um eine Initiative zur Stärkung vorhandener Produktionskapazitäten. Durch das Programm soll z. B. die Kommunikation innerhalb einer Mine optimiert werden, um früh auf Probleme und Engpässe zu reagieren. Das Rio Tinto Safe Production System wurde erstmals im Oktober 2021 pilotiert.

Sorgenkind Kupfer

Ein Dämpfer der heutigen Präsentation war die Senkung der Prognose für die Kupferproduktion. Das Management siedelte die Produktion nicht mehr bei 230 bis 290 Tausend Tonnen Kupfer an, sondern hält einen Erlös von 190 bis 220 Tausend Tonnen Kupfer für wahrscheinlich.

Hintergrund dieser Entwicklung sind die anstehenden Umbauarbeiten in der Kupfermine Kennecott im US-Bundesstaat Utah. Das Problem: Der 1903 errichtete Minenkomplex in Salt Lake City benötigt dringend ein Update im Bereich der Verhüttung und Veredelung. Nur so können größere Mengen raffinierten Kupfers auf den Weltmarkt gelangen.

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Aktie günstig bewertet

Die Quartalsergebnisse von Rio Tinto waren weder überragend noch enttäuschend. Die in Aussicht gestellte Senkung der Kupferproduktion ist ärgerlich, kommt aber nicht überraschend. Sie sollte im Portfolio des britisch-australischen Weltkonzerns aber auch nicht überbewertet werden. Im letzten Jahr war Kupfer für etwas mehr als 10% der Konzernerlöse verantwortlich.

Weitaus wichtiger ist, dass das Kerngeschäft von Rio Tinto läuft. Und das tut es. Die Eisenerzproduktion ist leicht gestiegen und stemmt sich bisher gegen alle Rezessions- und Schrumpfungsängste. Obwohl sich China in einer schweren Krise befindet und weniger Eisenerz nachfragt, konnten die Umsätze stabil gehalten werden.

Last but not least: Mit einem KGV von knapp 5 ist die Aktie immer noch günstig bewertet. Obwohl die Dividende gekürzt wurde, liegt die Dividendenrendite aktuell bei 11%. Für das nächste Jahr erwarte ich jedoch eine geringer ausfallende Ausschüttung.

Mutige Anleger können hier zugreifen und die aktuelle Schwächephase nutzen, um eine erste Position aufzubauen oder weiter aufzustocken.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens Rio Tinto und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.

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