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/ 31.01.19 / 10:30

Pantaflix entwickelt sich zur Blackbox

Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff: Pantaflix (WKN: A12UPJ) meldet am Mittwoch den Abgang seines Vorstandsvorsitzenden Stefan Langefeld, der erst seit Ende April vergangenen Jahres das Amt bekleidete. Die Pantaflix-Aktie schließt gestern bei 1,235 Euro fast auf historischem Tiefstand. 

Das kurze Intermezzo des CEOs macht Aktionäre alles andere als optimistisch. Die Gesellschaft wird nun von Nicolas Paalzow alleine weitergeführt. Vor einem Jahr stand die Aktie noch bei fast 20 Euro. Mittlerweile ist sämtliche Phantasie entwichen. Wenn es so weitergeht, landet das Papier bald im Pennystockbereich.

Pech in der Liebe, Glück im Spiel?

Pantaflix-Großaktionär Matthias Schweighöfer trennte sich, wie vor Kurzem bekannt wurde, von seiner langjährigen Partnerin. Aber so recht will es auch im Geschäftsleben nicht (mehr) gelingen.

Der neue Film "100 Dinge" von Schweighöfer und Florian Fitz, der aktuell in den Kinos läuft, ist entgegen vieler Erwartungen kein Kassenschlager.

Nimmt der Markt hier eine desaströse operative Entwicklung vorweg?

Klar ist: Hier sollte jegliche einmal eingepriesene Phantasie hinsichtlich der Marktdurchdringung der gleichnamigen Video-on-Demand-Plattform mittlerweile entwichen sein. Diese erfuhr laut Angaben vom Ex-CEO Ende September "starkes Momentum" und hatte bis Ende Juni 400.000 Nutzer. Die Monetarisierung fehlt nach wie vor.

Gut möglich, dass die "unsichtbare Hand des Marktes" hier eine sich verschlechternde Geschäftsentwicklung vorweg nimmt.

Appropos Geschäftsentwicklung: Was wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen können, ist dass ein Verlust für das Geschäftsjahr 2018 steht, der ein Loch in die Bilanz reißen könnte. Denn für das abgelaufene Jahr soll "ein Konzern-EBIT zwischen minus 7 bis minus 9 Millionen Euro und ein Konzernjahresfehlbetrag auf etwa dem gleichen Niveau" stehen.

Über eine Kapitalmaßnahme kann weiter nur spekuliert werden. Aufnahme von neuem Kapital scheint nicht unbedingt dringend, aber immer wahrscheinlicher. Die Geldmittel zum ersten Halbjahr betrugen rund 18 Millionen Euro. Zuletzt hatte Pantaflix beispielweise mit dem App-Launch und "verstärkten Marketing- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Video on Demand" zu tun.

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Zugehörige Kategorien: Small CapsTechnologie-Aktien
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Kommentare
Wolfgang / 05.02.19 / 17:09 Uhr Analysen und Spekulationen - hin oder her - ich hatte in den letzten Wochen mal die Pantaflix App und das Filmangebot getestet; eigentlich unfreiwillig, da ich dachte, Netflix hat alles, Pustekuchen. Wollte meinen Kids ein paar coole Filme zeigen: "Findet Nemo" - ein MUST SEE für Kinder und "Mary Poppins" nachdem wir das Musical in Hamburg angesehen hatten - kann Netflix nicht, aber Panatflix. Dann ein paar Nicht-Kinder Actionfilme und Thriller Highlights... das gleiche Spiel. Mein TIp: Schreibt mal eine Liste mit Euren 5 Lieblingsfilmen und seht zu, wo man diese streamen kann! Ihr werdet überrascht sein. Ich versuchs gar nicht mehr bei Netflix. Praktische Frage: Wenn Netflix mit 130.000 Mio bewertet ist, und Pantaflix mit 25 Mio, dann ist da doch ganz schön Potenzial! Wenn Pantaflix Filmrechte nicht nur aufkauft, sondern selbst die Wertschöpfungskette "im Haus" hat - und zudem eine Plattform für freie Produzenten bietet... Dann ist für mich Panatflix das Netflix 3.0, egal wie die aktuelle Zahlen aussehn, oder um mit der Vergangenheit zu sprechen: Netflix = "Deutsche Bank im Jahr 2010" Pantaflix = "Wirecard im Jahr 2010" Soviel zur Nutzer-Praxis - (und das hat der Langefeld nicht rüber gebracht)