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Nike-Aktie lässt kräftig Federn – weg damit?

Frank Giarra / 30.09.22 / 9:36

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn: Die Aktie des Sportartikelherstellers Nike (WKN: 866993) hatte bereits im Vorfeld der neuesten Geschäftszahlen um -3,4% nachgegeben und ist dann gestern nach US-Börsenschluss um -9,4% auf 86,41 US$ abgestürzt. Ist kein Ende der seit Jahresbeginn anhaltenden Talfahrt in Sicht?

Nike mit Hauptsitz in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon ist der weltgrößte Sportartikelhersteller vor den beiden deutschen Herausforderern Adidas und Puma. Gegründet wurde die Firma im Jahr 1964 unter dem Namen Blue Ribbon Sports durch Phil Knight. Zunächst vertrieb das zu dieser Zeit noch kleine Startup Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger (heute: Asics).

Aktie bereitet Anlegern 2022 keine Freude

Einige Aktien waren in der Vergangenheit immer ein stabiler Anker im Depot, weil man sich auf zuverlässige Geschäftserfolge verlassen konnte. Doch diese Zeiten scheinen in einem extrem schwierigen Marktumfeld selbst bei einer so bekannten Marke wie Nike vorbei. Das Wertpapier bereitet Anlegern in 2022 keine Freude, hat es doch seit Anfang Januar -42% verloren.

Warum das so ist, können Investoren jetzt im jüngsten Quartalsbericht schwarz auf weiß nachlesen: Der Höhenflug des US-Dollar infolge der hohen Inflation und extrem schnell steigender US-Zinsen macht auch der Marke zu schaffen, die fast jeder kennt. Außerdem belasten höhere Fracht- und Logistikkosten.

Warum bei diesen 3 Aktien-Knallern trotz aller Krisen die Dividenden sprudeln:

  • Reich trotz Krise: Diesen 3 Unternehmen sind Krisen wie Corona und Inflation herzlich egal – sie profitieren sogar!
  • Satte Dividenden PLUS Kursgewinne: Allein die Dividende eines der 3 Unternehmen beträgt in 2022 mindestens 12 % (und der Aktienkurs ist in den letzten 6 Monaten um +40 % gestiegen)
  • Bärenmarkt? Nie gehört! Diese 3 Aktien sind aus der zweiten Reihe – und trotzen damit dem aktuellen Börsengeschehen wie ein Fels in der Brandung!

Gewinn stark gesunken

Nike hat in den vergangenen drei Monaten, für den Sportartikelhersteller das erste Quartal 2023, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich weniger verdient.

Der Gewinn sank von Juni bis August um -22% auf 1,47 Milliarden US$. Das ist ein kräftiger Schlag ins Kontor. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag nur noch bei 0,93 US$.

Da nutzt es recht wenig, dass der Umsatz um +4% auf knapp 12,7 Milliarden US$ gesteigert werden konnte. Zum Vergleich: Bei stabilen Wechselkursen hätte es ein Umsatzplus von 10% gegeben.

China-Geschäft rückläufig

Im heimischen und für Nike größten Markt Nordamerika laufen die Geschäfte weiterhin sehr gut, hier legte der Umsatz um +13% auf 5,5 Milliarden US$ zu. In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika stagnierten hingegen die Erlöse mit 3,33 Milliarden US$. Und stark abwärts ging es in China, dort sank der Umsatz kräftig um -16% auf 1,65 Milliarden US$.

Was Börsianer aufmerksam registrieren und negativ vermerken: Der Sportartikelhersteller hat überraschend hohe Lagerbestände aufgebaut. In Zahlen: Sie stiegen um +44% auf 9,7 Milliarden US$. Das ist deshalb nachteilig, weil diese Lagerbestände nur mit (hohen) Rabatten abgebaut werden können.

Nike-Boss: Wir kämpfen

CEO John Donahoe kommentiert:

Unser starker Start in das Geschäftsjahr unterstreicht die Tiefe und Breite des globalen Portfolios von Nike, während wir uns weiterhin durch Volatilität kämpfen.

Dividenden und Aktienrückkauf

Zumindest in einer Hinsicht bleibt die Aktie für Anleger dennoch ein stabiler Anker im Depot: Nike schüttet weiterhin zuverlässig Dividenden aus, genauer gesagt seit 20 Jahren. In diesem Jahr waren es bereits dreimal 0,31 US$. Das ist zwar, basierend auf dem nachbörslichen Kurs von 86,41 US$, nur eine mickrige Dividendenrendite von 1,4%.

Aber die bekannteste Sportmarke der Welt beglückt Aktionäre noch auf eine andere Weise: Im Rahmen des 15-Milliarden-US$-Programms, das im August 2022 beendet wurde, wurden insgesamt 83,8 Millionen Aktien für 9,4 Milliarden US$ zurückgekauft.

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Fazit: Halten, aber nicht (nach-)kaufen

Die Nike-Aktie ist meiner Meinung nach keine, mit der man exorbitante Renditen erzielen wird, schon gar nicht in Zeiten einer beginnenden weltweiten Rezession. Aber sie stellt für Anleger ein solides Investment dar, das ihnen immerhin zuverlässige Gewinne beschert. Wer das Papier bereits im Depot hat, hält es also am besten fest.

Nach- oder neu kaufen würde ich derzeit nicht, denn bei einer Börsenbewertung des Unternehmens von 150 Milliarden US$ und einem KGV von 25 gibt es durchaus noch Luft, die entweichen kann.

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