Nano One im Exklusiv-Interview: Überraschungen voraus?

von Redaktion  /   08. November 2018, 14:00  /   unter Interviews, Technologie, Top-Stories  /   Keine Kommentare

Den kanadischen E-Mobility-Profiteur Nano One Materials (WKN: A14QDY) hatten wir bei 0,20 CA$ erstmals vorgestellt. SD-Leser, die zu diesem Kurs gekauft hatten, konnten in der Spitze über +1000% Kursgewinn verbuchen. Jetzt waren wir neugierig und haben ein Interview gemacht, um zu sehen, wie es so geht.

Im exklusiven Interview gewährt das Nano-Führungsduo aus Dan Blondal (CEO & Gründer) und Paul Matysek (Chairman) spannende Einblicke in die näher rückende Kommerzialisierung, anstehende Partnerschaften und die neuesten Trends in der Elektromobilität. Für interessierte Anleger besteht die Möglichkeit, das Nano-Management am 19. November in Frankfurt am Main zu treffen.

Die wachsende Marktdurchdringung von E-Autos führt bei Nano One zu steigender Nachfrage.

Paul, Sie hatten in Ihrer Karriere mit Potash One, Lithium One und Lithium X einige große Erfolge. Sehen Sie Ähnlichkeiten mit Nano One?

Paul Matysek (Chairman Nano One): Bei all diesen Unternehmen lag der Schwerpunkt auf der Steigerung des Unternehmenswertes. Dasselbe gilt für Nano One. Seit der Erstnotierung von Nano One im Jahr 2015 haben wir unseren Aktienkurs um das 5-fache und Anfang 2018 um fast das 10-fache erhöht. Die Batteriebranche ist und bleibt mittelfristig einer der besten Orte, um einen starken Shareholder Value zu erzielen. Mit über 9 Patenten und über 30 angemeldeten Patenten, unseren State-of-the-Art Testeinrichtungen und dem Weltklasse-Team von Nano-Technologen, sind wir für unsere Aktionäre auf dem richtigen Weg.

Die Welt braucht nicht nur bessere Batterien, sondern auch eine Fülle von Batterien, um dem vielseitigen Elektromarkt gerecht zu werden. Nano One hat und wird eine entscheidende Rolle bei der Ermittlung und Erschließung von Werten in diesem wachsenden Ökosystem für die Batterieproduktion spielen. In den letzten neun Jahren haben wir uns zu einem bekannten Namen entwickelt und stehen kurz davor, ein potenzieller Partner für eine Reihe von Batteriematerialherstellern und Baterrieherstellern zu werden.

Dies wird wohl dazu führen, dass wir durch Lizenz-Deals für unsere Technologie und Tochtergesellschaften Geld verdienen werden, was letztendlich auch zum Verkauf des Unternehmens führen könnte. Das sind alles gute Dinge, um die Wertsteigerung der Aktie voranzutreiben. 

Bei Nano One liegt der Fokus auf der Produktionstechnologie. Was ist Stand der Dinge? 

Paul Matysek: Im Gegensatz zu den Rohmaterialien, die in sie eingesetzt werden, müssen Kathoden konstruiert und von Dritten in echten Batterien streng geprüft werden. Nano One befindet sich derzeit in dieser Phase und validiert gemeinsam seine Pilot- und Kathodenmaterialien mit wichtigen Akteuren im Batterie- und Automobilbereich. Wir sind 2018 von einem Testprogramm auf Dutzende angewachsen, aber der Verkaufszyklus ist lang. Nano One ist beim Aufbau von Beziehungen und der Glaubwürdigkeit weit vorangekommen. Ich bin so aufgeregt, Teil dieses Teams zu sein, da diese Beziehungen zu unternehmenstransformierenden Arrangements reifen.

Der Entwicklungszyklus im Bergbau ist gut verstanden, aber ich glaube nicht, dass die meisten Leute den Entwicklungszyklus für Batteriematerialien verstehen. Kannst du uns einen Überblick geben?

Paul Matysek: Wie beim Bergbau wandelt Nano One seine Inputs chemisch in wertschöpfende Produkte um. Es beginnt mit einem Blick auf die Zukunft des Marktes für Batteriematerialien. Wir nutzen unsere langjährige Erfahrung und unser Wissen und entwickeln unsere unsere Ideen und Patente durch intensive Labortests, Skalierungsstudien und wirtschaftliche Bewertungen weiter, um die Validierung durch Dritte an exklusive Partnerschaften und kommerzielle Bedingungen anzupassen.

Batteriematerialentwicklung und -produktion findet nicht über Nacht statt?

Paul Matysek: Richtig, Batteriematerialentwicklung braucht Zeit. Es werden umfangreiche interne Tests durchgeführt, bevor etwas versendet wird. Und wenn es NDAs gibt, die festgelegt werden müssen, müssen Testpläne und Herstellung der Batterie an die Bedürfnisse der einzelnen Hersteller angepasst werden. Sie testen die Speicherkapazität, die Laderate und die Lebensdauer. Ebenso testen sie bei verschiedenen Batterietypen Temperaturen und Spannungsbereiche.

In welcher Phase befindet sich Nano One?

Paul Matysek: Nano One verfügt über Technologie und Materialien in verschiedenen Phasen. Das LFP-Verfahren wird für die Produktion geprüft, das Verfahren für Hochspannungsspinell wird von den Automobilherstellern für die gemeinsame Entwicklung von Festkörperbatterien und das Verfahren für NMC mit leistungssteigernden Additiven und Beschichtungen bewertet.

Wie läuft es bei Nano One an diesen Fronten?

Paul Matysek: An allen drei Fronten haben wir Materialprüfungen mit Tier-1-Automobilen und ihren Zulieferern durchgeführt. Wir haben unsere Liste von Bewertern innerhalb von 6 Monaten von einem Spieler auf Dutzende erweitert, mit Interesse für Europa, Amerika und Asien. Um die Frage zu beantworten: Wir befinden uns in unterschiedlichen Phasen mit unterschiedlichen Gruppen. Ziel ist es jedoch, unsere Technologie gemeinsam für Produktionszwecke oder für Kathoden und Batterien der nächsten Generation zu entwickeln. Wir sind auf dem Weg, diese Beziehungen irgendwann in den nächsten Monaten zu formalisieren und kommerzialisieren.

Nano One kann Kathodenmaterialien auf eine ganz andere Weise herstellen. Dan, vielleicht können Sie erklären, wie das funktioniert?

Dan Blondal (CEO & Gründer Nano One): Bei Nano One haben wir eine Reihe einzigartiger Rezepturen bzw. Verfahren entwickelt, bei denen wir die Zutaten in einem Reaktor auf Wasserbasis mischen. Dadurch werden unangenehme Chemikalien, kostspielige Abfallströme, hoher Druck und energieintensives Mahlen vermieden. Zum Beispiel haben wir eine innovative Möglichkeit, die Rohstoffkosten für Lithiumeisenphosphat zu senken und die Produktion zu vereinfachen.

Wird eine einzelne Kathode den anderen überlegen sein? Wie schützt sich Nano One dagegen?

Dan Blondal: Jede Kathode hat unterschiedliche Eigenschaften und erfüllt unterschiedliche Batterieanforderungen. Nano One verfügt über das Know How und Wissen, um eine beträchtliche Anzahl von ihnen herzustellen und zu optimieren, darunter NMC, nickelhaltige Materialien und kobaltfreie Alternativen wie Hochspannungsspinell und LFP.

Als Kathodenentwickler können wir uns den sich wandelnden Trends anpassen. Lithiumeisenphosphat (LFP) ist kobaltfrei, langlebig und gilt als das sicherste. Es wird in E-Bikes, E-Bussen, industriellen Anwendungen und Energiespeichern für die erneuerbare Energieerzeugung eingesetzt. Wir glauben, dass wir die niedrigsten Kosten haben und wir können kleine Partikel mit der erforderlichen Kohlenstoffbeschichtung in einem vereinfachten Verfahren bilden.

Unser Hochspannungsspinell (LMNO) ist ebenfalls kobaltfrei, lädt sich sehr schnell auf und arbeitet in einem größeren Spannungsfenster, wodurch weniger Wärme-Management erforderlich ist. Es ist eine ideale Kathode für Festkörperbatterien und wir haben bereits Testprogramme mit zahlreichen Batterie- und Tier-1-Automobilen.

Bei den NMC-Kathoden geht der Trend zu einem niedrigeren Kobaltgehalt und einem höheren Nickelgehalt. Die Industrie steht vor vielen Herausforderungen mit der Produktion und Leistung dieser nickelreichen Materialien und die weit verbreitete Kommerzialisierung dürfte langsamer sein als ursprünglich von der Industrie geplant. Wir begegnen diesen Herausforderungen durch Prozessinnovationen und Spezialbeschichtungen, um sie einfacher herzustellen und stabiler in Batterien zu machen. Wir haben begonnen, unsere Technologien gemeinsam mit einer Reihe prominenter Akteure aus der Branche zu evaluieren.

Dies ist angesichts des Wachstums im Bereich der Elektrofahrzeuge sehr interessant. Was können wir als Nächstes von der Geschäftsseite erwarten?

Dan Blondal: Nano One validiert seine Technologien gemeinsam mit Tier-1-Unternehmen und strebt an, an mehreren Fronten Partner zu werden, um seine Technologien zu kommerzialisieren und eine neue Generation von Lithium-Ionen-Batteriematerialien zu entwickeln. Unser Reputation ist enorm gewachsen und wir finden immer wieder Interesse bei den größten Playern auf dem Markt.

Fantastisch, ich verstehe, dass Nano One im November in Deutschland sein wird. Werden wir eine Chance haben, Sie zu treffen?

Dan Blondal: Ja, wir planen eine Veranstaltung am 19. November in Frankfurt und schließen gerade die Planungen dafür ab. Wir werden für eine Art „Tag der offenen Tür“ zur Verfügung stehen.

Treffen Sie Nano One live auf Event in Frankfurt

Am 19. November wird Nano One sich im Le Meridien Hotel in Frankfurt am Main vor Investoren präsentieren.

Für interessierte Anleger ist es möglich, sich mit dem Nano-Management persönlich zum Lunch oder Abendessen zu treffen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmeranzahl limitiert ist.

Interessenkonflikt: Der Herausgeber wurde für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktienoptionen des hier besprochenen Unternehmens und hat – wie andere Aktionäre auch – eventuell die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern bzw. auszuüben und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht jeweils konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte Haftungsausschluss beachten. 

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