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JinkoSolar +6%: Deshalb steigen die Kursziele

Simon Ruic / 29.08.22 / 17:36

Die Aktie von JinkoSolar (WKN: A0Q87R) ist nach Vorlage der neuen Quartalszahlen am Freitag nicht wie von vielen erwartet abgestürzt. Das überraschend kräftige Wachstum hat Anleger über ein schwaches Nettoergebnis hinwegsehen lassen und ließ heute namhafte Großbanken ihre Kursziele nach oben korrigieren. Daraufhin ging es heute nach Handelsstart in New York gleich um +6% hoch auf 63,30 US$. Ein Kaufsignal?

Bei JinkoSolar handelt es sich um den Weltmarktführer in der Produktion von Solarzellen sowie Solarmodulen aus der Volksrepublik China. Inzwischen betreibt die Gesellschaft über die Tochter JinkoPower jedoch auch eigene Solarparks, in denen natürlich die eigenen Solarmodule zum Einsatz kommen. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von knapp 3 Milliarden US$.

Starkes Wachstum, aber schwache Margen

Der Trend eines kräftigen Wachstums mit schwächelnden Margen setzt sich bei JinkoSolar weiter fort. Das zeigen die Quartalsergebnisse, die der Nasdaq-Konzern am Freitag bekanntgegeben hat. So hat sich der Umsatz des Unternehmens zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast +140% auf 2,8 Milliarden US$ erhöht. Damit übertrafen die Chinesen den Konsenswert der Wall Street von 2,27 Milliarden US$ deutlich.

Die Gesamtauslieferungen beliefen sich in dem Zeitraum auf gut 10,5 Gigawatt (GW) – ein Plus von einem Viertel gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres und eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch damit lag der Solarzellen-Spezialist deutlich über den prognostizierten 8,5 bis 9,5 GW.

Während Jinko kräftig wuchs, stürzte es gleichzeitig jedoch tief in die roten Zahlen: Das Nettoergebnis für die drei Monate drehte von einem Gewinn von 9,6 Millionen US$ im Vorjahr zu einem Verlust von -90 Millionen US$ bzw. -1,88 US$ je unverwässertem ADR. Analysten hatte hingegen mit einem leichten Plus von 0,54 US$ je Aktie gerechnet.

Für das laufende Vierteljahr rechnen die Chinesen nun mit Auslieferungen von 9-10 GW, für das Gesamtjahr mit einer Größenordnung von 35 bis 40 GW.

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Bärische Banken heben Kursziele an, Aktie springt hoch

Die Aktie des Solarmodulherstellers reagierte auf die Zahlen mit Ausschlägen in beide Richtungen und ging am Freitag letztlich mit einem Plus von 1,93% aus dem Handel. Heute hat der volatile Solar-Titel kurz nach Börsenstart in New York dann furios losgelegt: Der Kurs ist prompt um +6% auf 63,30 US$ geklettert. Seit Anfang des Jahres sind die Anteilsscheine der Chinesen damit wieder knapp 40% im Plus.

Anleger reagierten positiv darauf, dass zwei große Investmentbanken vor Handelsbeginn ihre Kursziele für das Jinko-Papier nach oben justiert haben. So hebt Goldman Sachs sein Ziel von 31 auf 35 US$ an, bleibt aber bei seiner Verkaufs-Empfehlung. Die Schweizer UBS erhöht den Zielwert von 52 auf 55 US$ und behält ihr neutrales Rating bei.

Rohstoffpreise belasten – wie lange noch?

Obwohl die Margen bei JinkoSolar weiter unter Druck stehen, ist die schwankungsanfällige Aktie seit zwei Jahren klar im Aufwind. Das Wachstumstempo des Unternehmens ist erstaunlich, doch die ebenso atemberaubenden Rohstoffkosten fressen die operativen Gewinne auf.

In meiner letzten Jinko-Analyse Mitte Mai habe ich geschätzt, dass es bis zu einer Normalisierung noch ein bis zwei Quartale dauern dürfte. Das könnte ein wenig zu optimistisch gewesen sein. Anleger könnten möglicherweise noch etwas mehr Geduld brauchen, bis der chinesische Konzern seine Zusatzbelastungen vollständig an seine Kunden weitergeben kann.

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Günstiger als die Konkurrenz – und volatiler

Vor etwa einem Monat hat die Branche einen kräftigen Schub erhalten, als in den USA Steueranreize und Subventionen für inländische Clean-Tech-Unternehmen im Rahmen des „Inflation Reduction Acts“ bekannt gegeben wurden. Da in Europa und Asien an ähnlichen Programmen gearbeitet wird, stiegen die Kurse von Solar-Herstellern auch außerhalb der USA.

Analysten zufolge ist Jinko trotz des schwachen Q2-Ergebnisses für 2022 weiterhin auf dem Weg, erstmals wieder Gewinnniveaus aus dem Vorkrisenjahr 2019 (129 Millionen US$) zu erreichen. Für 2023 rechnen die Marktexperten dann mit einer Verdopplung dieses Werts. Auf dieser Basis ist die Aktie der Chinesen mit einem KGV von 13,5 bewertet – deutlich günstiger als viele westliche Konkurrenten mit 30- bis 50-fachen Gewinnbewertungen.

Andererseits muss klar sein: Der hochvolatile China-Titel ist nichts für risikoaverse Anleger. Gerade für aktive Trader bieten die extrem überkauften und -verkauften Phasen der Aktie jedoch Handelsmöglichkeiten mit hohen Renditechancen.

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