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Sascha / 29.06.20 / 18:58

Intercept Pharma: Absturz nach FDA-Urteil, aber...

Zu den größten Verlierern am US-Aktienmarkt zählt heute das Papier des Biotechnologieunternehmens Intercept Pharmaceuticals (WKN: A1J5U0). Grund hierfür ist eine Entscheidung der US-amerikanischen Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA.

So hatte Intercept Pharmaceuticals einen Zulassungsantrag für seine Obeticholsäure (Obeticholic acid) als Therapie gegen nicht-alkoholische Fettleber-Hepatitis (Steatohepatitis, NASH) gestellt. Diesen jedoch wies die FDA heute ab. Zur Begründung hieß es, dass "der vorhergesagte Nutzen auf Basis der vorgelegten klinischen Studiendaten ungewiss sei und die potenziellen Risiken gegenüber dem Nutzen nicht ausreichend sei, um eine beschleunigte Zulassung zu bewilligen".

Ablehnung der FDA bei erstem Zulassungsantrag nicht ungewöhnlich...

Generell ist es jedoch nicht ungewöhnlich, dass die FDA einen ersten Zulassungsantrag ablehnt. So erging es beispielsweise vor einigen Jahren auch Amarin beim Zulassungsantrag für Vascepa im Einsatz gegen kardiovaskuläre Erkrankungen. Seinerzeit forderte die FDA weitere klinische Studie, die schließlich auch durchgeführt wurden. Zwar dauerte dies einige Jahre, danach erfolgte dann aber sogar eine etwas überraschende FDA-Zulassung.

Insofern dürfte nun auch Intercept Pharmaceuticals alles daran setzen weiter an einer Zulassung von Obeticholsäure als Therapie gegen nicht-alkoholische Fettleber-Hepatitis zu erreichen. Dazu wird man sich zunächst mit den Experten der FDA zusammen setzen und erörtern was genau zu tun ist. Dann wird man die Arbeit wieder aufnehmen, um letztlich doch noch eine Zulassung zu erreichen. Dies sollte, angesichts der in der Vergangenheit vorgelegten, durchaus vielversprechenden klinischen Studiendaten letztlich auch gelingen.

Charttechnisch kritisch, aber noch nicht verloren!

In den vergangenen beiden Jahren erlebten die Anteilseigner von Intercept Pharmaceuticals ohnehin eine starke Berg- und Talfahrt. So pendelte der Titel zwischen Mitte des Jahres 2018 und Mitte April 2019 zwischen etwa 85 sowie gut 125 USD hin und her. Dann wurde der charttechnische Support um 85 USD aufgebrochen und der Titel fiel in Richtung der 65 USD-Marke. Zwischen 60 und 65 USD wurde dann ein charttechnischer Doppelboden ausgebildet, so dass sie um den Jahreswechsel 2019/2020 herum wieder bei rund 125 USD zurück war.

Anschließend ging es deutlich abwärts, auf ein Jahrestief knapp unterhalb von 50 USD, ehe es dann – wohl in Vorfreude auf eine FDA-Zulassung – wieder bis auf fast 100 USD nach oben ging. Dann kam der Corona-Crash inklusive, auch hier, V-förmiger Kurserholung. Heute erfolgte dann nun der erneute Absturz auf neue Jahrestiefs, die jedoch nur knapp unterhalb der bisherigen Jahrestiefs liegen. Kann sich der Titel hier fangen, könnte der heutige Ausverkauf bereits eine gute Einstiegs- oder Nachkaufchance darstellen.

Fällt die Aktie hingegen weiter ab, insbesondere unter die Marke von 45 USD, wird hier ein charttechnisches Verkaufssignal mit Kursziel 35 bis 38 USD generiert. Hier müsste man die Aktie dann erneut auf eine charttechnische Bodenbildung hin untersuchen. Wie dem aber letztlich auch sei, das Ende von Intercept Pharmaceuticals ist die heutige FDA-Entscheidung inklusive des Kursrutschs noch längst nicht. Aber eben leider doch ein herber Rückschlag!

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