Glencore trotzt dem Markt: «Unser Geschäft bleibt robust»

Marc Rendenbach
30.09.15 um 10:13

Der weltweite größte Rohstoffhandelskonzern Glencore sieht keinen Grund zur Panik. Nach einem dramatisch abgestürzten Aktienkurs mehrten sich bereits die Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens. Doch die Reaktion des Marktes war scheinbar deutlich übertrieben.

Rund 30% verlor die Glencore-Aktie zu Wochenbeginn und erlebte damit einen regelrechten Black Monday. Es war der größte Tagesverlust der Aktie seit Notierungsaufnahme 2011. Ein negativer Analystenkommentar hatte das  branchenbedingt ohnehin schon stark angeschlagene Papier endgültig zum Abschuss freigegeben und Leerverkäufern ein leichtes Spiel ermöglicht. Doch jetzt scheint sich das Blatt zu wenden.

glencore.com

In einer heute veröffentlichten Unternehmensmitteilung versichert Glencore, dass man weiterhin über ein operativ und finanziell robustes Geschäft verfüge. «Wir haben positiven Cashflow, gute Liquidität und absolut keine Probleme mit der Zahlungsfähigkeit», versichert der Konzern. Zudem habe man nach wie vor Zugriff auf starke Kreditlinien. Glencore hält an dem Ziel fest, seine Verschuldung mittelfristig um gut 10 Milliarden USD zu senken.

Vertrauen in die Zukunft sollte auch eine vor zwei Wochen abgeschlossene Kapitalerhöhung im Umfang von 2,5 Milliarden USD zum Ausdruck bringen. Die neuen Aktien wurden zum Preis von 125 Pence beziehungsweise kanpp 1,70 Euro platziert. Gezeichnet haben neben einer Reihe von instituionellen Anlegern auch Mitglieder der Führungsriege. Mit aktuell rund 1,13 Euro zeigt sich der Aktienkurs von seinem Montagstief mittlerweile einiergmaßen erholt, notiert aber immer noch deutlich unter dem Platzierungsniveau der jüngsten Kapitalmaßnahme und über 70% unter seinem Jahreshoch.

Interessenkonflikt
Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens und hat – wie andere Aktionäre auch – eventuell die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Für diesen Beitrag redaktionell verantwortlich ist der Autor als freiberuflicher Journalist. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss und weitere Hinweise gemäß §34b Abs. 1 WpHG in Verbindung mit FinAnV (Deutschland) unter: sharedeals.de/haftungsausschluss.

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