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Frank Thelen und 10xDNA: Finanzinvestor zu Unrecht am Pranger!

Alexander Schornstein / 03.06.22 / 11:28

Wieder einmal haben deutsche Anleger einen Sündenbock. Schlimmer noch: einen vermeintlichen Betrüger. Der unter anderem von bekannten deutschen Online-Brokern wie Comdirect oder Flatex vermarktete Aktienfonds 10xDNA hat in den vergangenen Monaten extrem schwach performt. Der Norddeutsche Rundfunk nahm das in seinem Reportageformat STRG_F zum Anlass, den deutschen Tech-Investor Frank Thelen und seine sogenannte „Masche“ in ein äußerst fragwürdiges Licht zu rücken. Dabei hat Thelen mit fast allem Recht, was er sagt.

Thelens Fonds habe seit Start im Dezember letzten Jahres einen Verlust von -44% eingefahren, heißt es. Gebeutelte Kleinanleger und „Börsianer“ aus Frankfurt und New York kommen in der Reportage zu Wort und kritisieren Thelens Fonds-Performance und angebliche Versprechungen. Das eindeutig vermittelte Bild: Thelen sei kein guter und kein seriöser Investor.

Was die offensichtlich völlig naiven STRG_F-Kollegen in ihrer tendenziösen Berichterstattung unter den Tisch kehren: Tech-Aktien allgemein haben in den letzten Monaten den größten Kursverfall seit Jahrzehnten verkraften müssen. Selbst Riesen wie Netflix oder PayPal haben Einbußen von rund -80% innerhalb eines Jahres hinter sich. Sogar eine Amazon hat von ihren Höchstständen mehr verloren als der Thelen-Fonds. Und auch die von vielen deutschen Medien gehypte BioNTech musste um -74% Federn lassen.

So massiv die Verluste sind, so beeindruckend sind die gigantischen Kursanstiege zuvor, die alle diese Werte gemeinsam haben. Wir sprechen von mehreren +1.000%, teils weit über +10.000%. Und es gibt unzählige weitere Tech-Aktien mit ähnlicher Performance. Das Problem hierzulande: Eine Wirecard-Story kommt – zu Recht – auf die Titelseiten des hiesigen Boulevards. Nur von den Erfolgsstorys liest man nichts. Und wenn, dann – siehe BioNTech – zu spät.

Aktienkultur stärken und +457.000% feiern

Klar ist: Mit Formaten wie STRG_F wird die Aktienkultur in Deutschland nicht gestärkt. Der Start des Thelen-Fonds war zeitlich extrem ungünstig und erschien auch uns als mutig, da die Bewertungsniveaus bereits extrem viel Zukunftsphantasie enthielten. Doch kaum jemand konnte erwarten, dass die Themen Inflation, Zinsen und Krieg das Sentiment für Tech-Werte kurze Zeit später so stark attackieren würden.

Die Volatilität im Sektor ist aber eben typisch und kein Grund, sein Investment vorzeitig abzuschreiben. Auch eine Apple verlor damals nach ihrem IPO zeitweise -60% ihres Werts und stand gar vor der Insolvenz, bevor eine Kursrallye von +457.000%(!) folgte – kanntest Du diese Dimension?

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Es heißt, Frank Thelen würde mit Versprechungen um sich werfen. STRG_F verschweigt dabei aber die Auslegung des Fonds auf bis zu acht Jahren Anlagehorizont. Dass die Kollegen nun nach wenigen Monaten in der größten Tech-Korrektur seit Ewigkeiten meinen, diese tolle Reportage drehen zu müssen, spricht leider nicht für die deutsche Börsenlandschaft. Es bleibt zu hoffen, dass kein Kleinanleger allein dadurch vom Weg abkommt und sich die Chance auf finanzielle Unabhängigkeit nehmen lässt.

Toni Kroos wäre ausgerastet

Auf die kritischen Fragen des von uns mitfinanzierten Norddeutschen Rundfunks reagiert Thelen besonnen. Seine Aussagen sind zum Großteil nachvollziehbar und richtig. „Wir werden diese Bedenkenträger immer in Deutschland haben. Die Finanzindustrie ist nicht begeistert von mir (...) Ich lege offen, was ich tue. 100%ige Transparenz (...) Ich sage, wie ich denke und handle, ich lege meinen Research offen“, so Thelen, der ein deutsches Mentalitätsproblem erkennt: „Da sind wir doch wieder in Deutschland. Immer ist alles Risiko. Aber es ist doch immer ein Chance-Risiko-Verhältnis: Das heißt, die Leute haben die Option, sich über unser Produkt zu informieren, und dann können sie dabei sein oder nicht. Wie toll ist das denn?“

Thelen trifft damit den Nagel auf den Kopf und appelliert auch an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen, mit den Informationen adäquat umzugehen. Es ist offensichtlich, dass Thelen für seinen Fonds brennt und an den langfristigen Erfolg glaubt. Insofern ist bereits jede Unterstellung in Richtung Abzocke blanker Unsinn. Und er ist was technologisches Verständnis angeht fraglos ein Mann vom Fach. Zumindest eher als diejenigen „Experten“, die sich im Rahmen der Reportage kritisch zu Thelens Angebot äußern.

Vor allem aber sagt Thelen etwas, das wir zu 100 Prozent unterstreichen:

Im Aktienmarkt darf ich in jedes einzelne Unternehmen investieren. Und ich empfinde das wirklich jeden Tag total ernsthaft als Geschenk.

„Wir spekulieren nicht“, so Thelen, der das Risiko vorwiegend in der Volatilität des Marktes sieht. Hier müssen wir korrigieren: Eine Portion Spekulation ist beim „Stockpicking“ immer enthalten. Die Chance ist aber gut, dass Thelen auch mit seinem Fonds langfristig Erfolge einfährt – und man davon schließlich nichts mehr liest...

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