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Sascha / 31.10.19 / 19:04

DocCheck mit vorläufigen Neunmonatszahlen: Kurz und schmerzlos!

Am heutigen Donnerstag, dem 31. Oktober 2019, hat die Kölner DocCheck (WKN: A1A6WE) ihre vorläufigen Neunmonatszahlen veröffentlicht. Die entsprechende Ad hoc-Meldung zeigt, wie kurz Unternehmen solche Nachrichten halten können, wenn sie denn nur wollen.

Denn, kein Witz, die ganze Ad hoc-Meldung besteht aus nur vier Sätzen in ganzen fünf Zeilen. Umso einfacher ist es für uns natürlich das vorgelegte Zahlenwerk zu bewerten.

Laut der Ad hoc-Meldung hat DocCheck in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019 einen Umsatz von 23,3 Mio. Euro (nach 20,4 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, also +14,2%) sowie einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,4 Mio. Euro (nach 2,1 Mio. Euro im Vorjahr, also +61,9%) erzielt. Der Bestand an liquiden Mitteln verbesserte sich daher um 1,5 Mio. Euro, von 6,1 Mio. auf zuletzt 7,6 Mio. Euro. Eine Prognose für den Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2019e möchte das Management jedoch noch nicht abgeben.

Bei den Anlegern an der Börse kamen die vorgelegten Neunmonatszahlen sehr gut an, die Aktie konnte heute fast +7% zulegen und nähert sich damit wieder der Zweistelligkeit. Kein Wunder, denn der aktuelle Börsenwert liegt – selbst nach dem heutigen Kurssprung – bei weniger als 50 Mio. Euro. Demgegenüber steht jedoch ein zuletzt stark wachsendes und profitables Unternehmen. So viele Aktien, die dann nur ein KUV 2019e von deutlich unter zwei sowie ein KGV 2019e von deutlich unter 20 aufweisen, findet man da nicht.

Fundamental günstige Aktie für Privatanleger

Mit anderen Worten: Das Geschäftsmodell von DocCheck scheint nachhaltig zu funktionieren, was die Anleger an der Börse jedoch noch nicht so richtig entdeckt haben. Dies könnte auch daran liegen, dass die Investor Relations- bzw. Public Relations-Arbeit der Gesellschaft nicht die beste ist. Was wiederum daran liegen dürfte, dass sich das Aktienkapital der Gesellschaft zu mehr als 70% in den Händen der Familie Antwerpes (55,92% bei CEO Frank Antwerpes sowie 16,23% bei Ben Antwerpes) befindet.

Dazu kommt dann als weiterer Großaktionär (7,83%) noch die Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, so dass sich nur noch gut 20% der Aktien im Freefloat befinden. Dies entspricht rund einer Million Aktien im Gesamtwert von weniger als 10 Mio. Euro. Daher können, selbst wenn sie es denn wollten, institutionelle Anleger wie Investmentfonds die Aktie nicht kaufen. Denn hierfür ist schon die Marktkapitalisierung an sich zu klein, die Freefloat-Marktkapitalisierung jedoch erst Recht.

Dies jedoch ist Ihre Chance als Privatanleger. So können Privatanleger die Aktie meines Erachtens relativ bedenkenlos bis zu 10 Euro einsammeln, wobei sie darauf achten sollten, dass sie zumindest bei größeren Kaufaufträgen ihre Order streng zu limitieren. Denn der fundamental faire Wert und somit das Kursziel für den Titel sehe ich kurzfristig mindestens zwischen 11 und 12 Euro. Auf längere Sicht kann ich mir jedoch durchaus auch Kursziele zwischen 14 und 15 Euro und letztlich sogar bis zu 18 Euro vorstellen. Familie Antwerpes wird es freuen!

 
 
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