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Sascha / 11.11.20 / 14:08

DataDog: Plötzlich ist gut nicht mehr gut genug!

Mit größeren Verlusten ist heute an der Nasdaq bei der Aktie des Cloud-Monitoring-Spezialisten DataDog (WKN: A2PSFR) zu rechnen – und dass, obwohl die gestern Abend vorgelegten Quartalszahlen gar nicht so schlecht ausgefallen sind.

Denn das Unternehmen übertraf mit einem Quartalsumsatz in Höhe von knapp 155 Millionen US-Dollar die Konsensschätzungen der Analysten, die sich auf nur gut 144 Millionen US-Dollar belaufen hatten, deutlich. Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte der Umsatz nur bei knapp 96 Millionen US-Dollar gelegen, was das starke Wachstum der Gesellschaft zeigt. Unter dem Strich war man jedoch leider nicht ganz so erfolgreich.

Schwarze Zahlen nur auf Basis von Warren Buffetts "Voodoo Kennzahl"...

Denn im abgelaufenen Quartal verzeichnete DataDog einen Quartalsverlust in Höhe von 15,2 Millionen US-Dollar respektive 0,05 USD je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte man hier noch einen Verlust in Höhe von nur 4,2 Millionen US-Dollar respektive 0,04 USD je Aktie verzeichnet. Den bereinigten Gewinn je Aktie, laut Warren Buffett eine "Voodoo Kennzahl", gab das Management hingegen mit 0,05 USD je Aktie an.

Zuletzt wurde in den einschlägigen Finanzmedien eigentlich stets nur über den bereinigten Gewinn je Aktie geschrieben. Wie schon angeführt, ist das für Warren Buffett jedoch eine "Voodoo Kennzahl". Denn schließlich kann jedes Unternehmen selbst bestimmen um welche Kosten es das Ergebnis bereinigt. Im vorliegenden Fall waren es in erster Linie die Kosten des Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter, um die der Gewinn bereinigt wurde.

Analystenerwartungen damit auch Bottom Linie übertroffen!

Da die Analysten nur einen bereinigten Gewinn je Aktie in Höhe von 0,01 USD je Aktie kalkuliert hatten, hat DataDog auch unter dem Strich die Konsensschätzungen der Analysten geschlagen. Allerdings zeigte sich das Management um CEO Olivier Pomel beim Ausblick vorsichtig. So stellt man für das bereits laufende vierte Fiskalquartal nur einen Quartalsumsatz zwischen 162 und 164 Millionen US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,01 und 0,02 USD in Aussicht.

Im Gesamtjahr 2020 würde der Jahresumsatz somit zwischen 588 und 590 Millionen US-Dollar sowie der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 0,17 und 0,18 USD liegen. Analysten hatten für das vierte Fiskalquartal im arithmetischen Mittel nur einen Quartalsumsatz von gut 155 Millionen US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,01 USD und damit für das Gesamtjahr 2020 einen Jahresumsatz von 571,2 Millionen US-Dollar bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,12 USD erwartet.

Insofern zeigten sich wohl einige Anleger vom relativ schwachen Gewinnausblick für das vierte Quartal enttäuscht, weshalb die Aktie außerbörslich auf Tauchstation geschickt wurde. Angesichts des vorgelegten Zahlenwerks würde ich dies eigentlich für übertrieben halten. Das Problem ist nur, dass die Aktie mit einem aktuellen KUV von rund 44 sowie einem aktuellen KGV von weit über 400 alles andere als günstig erscheint. Darum ist sie für mich auch leider nur eine Halteposition!

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