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/ 01.10.19 / 9:57

Daldrup & Söhne: Positive Ansätze reichen leider nicht aus

Das letzte Mal schrieb ich über die Aktie von Daldrup & Söhne (WKN: 783057) an dieser Stelle hier bei sharedeals.de, dass man besser die Finger von der Aktie lassen sollte. Damals notierte sie – trotz vorangegangenem Absturz – noch im Bereich von 5,70 Euro. Anschließend setzte sich dann, wie von mir erwartet, die Talfahrt fort. Im Tief wurden so nur noch 2,65 Euro für den Titel auf den Tisch geblättert. Somit sind selbst die heutigen Kurse von knapp unter vier Euro wohl für die meisten Anteilseigner kein Grund zur Freude.

Heute nun wartete Daldrup & Söhne mit einer, auf den ersten Blick, relativ positiven Ad hoc-Meldung auf. So berichtete der Vorstand über ein, zumindest aus seiner Sicht, relativ positiv verlaufendes erstes Halbjahr 2019. So habe sich die Gesamtleistung mit 22 Mio. Euro auf Vorjahresniveau stabilisiert. Zudem habe das Kerngeschäft, die Bohrdienstleistungen, dabei einen kleinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 400.000 Euro erwirtschaften können.

Darüber hinaus sei die derzeitige Auftragslage, trotz konjunktureller Eintrübung, weiterhin gut, wie der Auftragsbestand im Gesamtvolumen von 43 Mio. Euro zeige. Daher traut man sich auch die, allerdings ja auch schon gesenkten, Prognosen nochmals zu bestätigen. So erwartet man im Konzern in 2019 eine Gesamtleistung von 40 Mio. Euro bei einem ausgeglichenen EBIT sowie in der AG eine Gesamtleistung von circa 39 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 2-5%.

Schafft man 2019, was man 2018 nicht geschafft hatte?

Die Anleger kaufen die Aktie daraufhin, was zu einem kleinen Kurssprung von mehr als +5% führt. Es handelt sich bei Daldrup & Söhne eben um einen Smallcap, um nicht zu schreiben Microcap, mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 25 Mio. Euro. Da reichen schon kleinere Kauforders aus, um den Kurs anzufeuern. Insofern stellt sich die Frage, ob die Freude der Anleger heute wirklich berechtigt ist?

Denn prinzipiell möchte Daldrup & Söhne nun in 2019 schaffen, was man schon für 2018 in Aussicht gestellt, aber eben nicht erreicht hatte. So sah nämlich die ursprüngliche Prognose für 2018 einen Jahresumsatz von 40 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 2-5% vor. Um es vorweg zu nehmen: Angesichts der laufenden Neuausrichtung des Unternehmens, könnte man zwar durchaus Zweifel an dieser Prognose hegen.

Angesichts der Tatsache, dass wir uns jedoch bereits im Oktober befinden und somit das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres beginnt, sollte die Visibilität des Managements ausreichend groß sein, dass diese Prognosen diesmal auch eingehalten werden. Eine ganz andere Frage ist jedoch, ob die Aktie nun kaufenswert erscheint. Dies ist meines Erachtens nämlich leider nicht der Fall.

Daldrup & Söhne gilt als Spezialist für Tiefenbohrung und somit Geothermie...

Warum man die Aktie an starken Tagen, wie heute, eher verkaufen sollte!

Schaut man sich nämlich die fundamentale Bewertung der Aktie an, so wird hier ein letzten Endes nicht profitabler Jahresumsatz von rund 40 Mio. Euro mit einer Marktkapitalisierung von knapp 25 Mio. Euro belegt. Das KUV 2019e liegt also bei rund 0,6, ein KGV gibt es leider nicht. Damit halte ich die Aktie für relativ hoch bewertet, auch vor dem Hintergrund, dass sich bereits eine neue Schwächephase in der Geschäftsentwicklung abzuzeichnen scheint.

So spricht das Management in der heutigen Ad hoc-Mitteilung selbst von einer "konjunkturellen Eintrübung", die man somit also durchaus wahrzunehmen scheint. Auch ist der Auftragsbestand zuletzt von 48,5 Mio. auf "nur" noch 43 Mio. Euro gesunken, was die Anleger heute jedoch zunächst nicht zu interessieren scheint. Last but not least haben die Anleger die Aktie in den letzten Wochen auch bereits wieder von 2,65 Euro auf heute mehr als vier Euro hoch gekauft (+51%) und somit die heutigen "positiven" Nachrichten schon im Vorfeld eingepreist. Ich würde daher an einem starken Tag wie heute die Aktie eher verkaufen und somit Gewinne realisieren!

Zugehörige Kategorien: Small Caps
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