BMW-Aktie: Sind Anleger zu negativ eingestellt?

BMW
15.01.24 um 10:32

Wie für viele andere Autoaktien verlief auch der Jahresstart für die BMW-Aktie (WKN: 519000) nicht besonders erfreulich. Seit dem ersten Handelstag im neuen Jahr hat das Papier des Münchner Autobauers knapp -5% an Wert eingebüßt. Was drückt auf den Kurs des DAX-Titels und wie sehen die Aussichten für 2024 aus?

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ℹ️ BMW vorgestellt

Die BMW AG baut Automobile und Motorräder im Premiumbereich. Neben der Stammmarke BMW gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce zum Autokonzern aus München. Mit rund 2,6 Millionen abgesetzten Fahrzeugen (2023) zählt BMW zu den 15 größten Autoherstellern der Welt. BMW ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und mit einem Börsenwert von knapp 61 Milliarden € eines der zehn wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

Rekordjahr 2023

BWM präsentiert sich gegenwärtig in einer äußerst starken Verfassung. Im vergangenen Jahr stellten die Bayern mit 2,56 Millionen verkauften Fahrzeugen einen neuen Absatzrekord auf. Ein nicht unwichtiges Detail im Zusammenhang mit den Absatzzahlen: BMW setzte 2023 über eine halbe Million Fahrzeuge mehr ab als die ewigen Konkurrenten im Premium-Segment Audi und Mercedes-Benz.

Auch im Bereich Elektroautos hat sich BMW im letzten Jahr gut entwickelt. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge stieg 2023 um fast 75% auf 376.000 Autos. Inzwischen liegt der Anteil der E-Fahrzeuge am Gesamtabsatz bei 15%. Zudem ist BMW sogar schneller im E-Segment gewachsen als der Gesamtmarkt.

Sehr spannend dürfte es im kommenden Jahr werden. Dann kommen die ersten BMW-Modelle der sogenannten „Neuen Klasse“ auf den Markt. Sie basiert auf einer vollständig neu für die Elektromobilität entwickelten Plattform.

Das ist von enormer Bedeutung für die Profitabilität des Autokonzerns. Wie BMW-Finanzvorstand Mertl dieser Tage gegenüber Journalisten sagte, besteht noch keine Margengleichheit zwischen E-Autos und Verbrennern. Das bedeutet, dass BMW immer noch mehr Geld mit Benzin- und Dieselfahrzeugen verdient als mit Elektroautos. Mit der Neuen Klasse werden sich laut Mertl die Margen zwischen den Antriebsarten weiter annähern.

Hält die Unterstützung?

Die BMW-Aktie findet derzeit keinen klaren Chart-Trend. Der Aufwärtstrend des DAX-Titels im ersten Halbjahr 2023 wurde im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres durch einen Abwärtstrend abgelöst.

Die BMW-Aktie notiert aktuell knapp über der wichtigen Unterstützungslinie bei 95 €. Sie muss unbedingt halten, um einen weiteren Kursrückgang zu verhindern.

Das spricht für einen Kauf

Die Zeichen bei BMW stehen auf weiteres Wachstum. Bis zum Jahr 2030 wollen die Münchner drei Millionen Fahrzeuge verkaufen. Ob allerdings 2024 ein weiteres Rekordjahr wird, ist fraglich. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich der Absatz bei Premium-Herstellern in etwa auf Vorjahresniveau bewegen wird.

Wie die anderen deutschen Autobauer muss auch BMW 2024 mit einer Verschärfung der Wettbewerbssituation in allen Märkten rechnen. Tesla betreibt immer noch eine sehr aggressive Preispolitik und viele chinesische Autobauer liefern sich eine Rabattschlacht mit den Amerikanern. Zudem drängen dieses Jahr neue Hersteller aus China auf den deutschen Heimatmarkt.

Trotzdem bin ich langfristig positiv in Bezug auf die BMW-Aktie gestimmt. Der bayerische Autohersteller hat eine treue Kundschaft und wird sich meiner Meinung nach mit der Neuen Klasse als einer der technologisch führenden Hersteller bei E-Autos positionieren.

Anleger mit einem langfristigen Investmenthorizont nutzen Kursrückschläge für einen Einstieg in die BMW-Aktie. Neben voraussichtlichen Kursgewinnen lockt der DAX-Titel mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite (in den letzten fünf Jahren) von 5,7%. Aktuell liegt diese sogar bei 8,78%.

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