Sascha / 22.09.21 / 13:35

Bitcoin und Co.: Wie geht es weiter?

Erst vor wenigen Tagen, Anfang September, wurde in El Salvador der Bitcoin (BTC) als zweite, zusätzliche Landeswährung („legal tender“) neben dem US-Dollar eingeführt. In der Folge stieg der Kurs kurzfristig deutlich über 50.000 US$, was aus charttechnischer Sicht ein Kaufsignal gewesen ist. Doch leider erwies sich das als Fehlsignal – und folglich können die zuletzt gesehenen Kursverluste nicht wirklich verwundern. Doch wie weit geht es nun down?

Der Bitcoin, kurz: BTC für Bitcoin Core, wurde am 3. Januar 2009 von Satoshi Nakamoto (Pseudonym) als Antwort auf die Finanzkrise 2007 bis 2009 gestartet. Er basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden. Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.

Die Gründe für den Kursrückgang

Bereits in meinem letzten Artikel über den Bitcoin hatte ich drei Gründe für den kurzfristigen Kursrückgang genannt. Erstens die Proteste von Teilen der Bevölkerung El Salvadors gegen die Einführung des Bitcoins als zweite offizielle Landeswährung, in deren Zuge zwischenzeitlich sogar ein Bitcoin-Geldautomat angezündet wurde. Zweitens Kritik an dieser Einführung durch internationale Organisationen wie Weltbank und IWF inklusive einer Abstufung der Bonität des Landes durch Moody’s. Sowie drittens ein „Sell The Facts“ durch kurzfristig orientierte Trader.

Anschließend lief der Kurs dann tatsächlich nach dem charttechnischen Lehrbuch. Denn wenn ein charttechnisches Signal sich als Fehlsignal entpuppt, geht es anschließend in der Regel stark in die entgegengesetzte Richtung. Hier hatte sich ein Kaufsignal als Fehlsignal entpuppt, was den Abverkauf erklärt. Übrigens hat diese Regel auch einen fundamentalen Grund. Denn wenn es zu einem Kaufsignal kommt, springen viele Trader auf den Zug auf. Erweist sich dies dann als Fehlsignal, geraten diese in Schieflage und müssen ihre Positionen liquidieren.

Charttechnik liefert Anhaltspunkte

Doch das ist die Vergangenheit, wichtiger für Dich als Anleger ist die Gegenwart beziehungsweise die Zukunft. Natürlich ist ein Blick in die Zukunft jedoch schwierig. Oder wie es Mark Twain angeblich geschrieben haben soll: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen!“ Aber schwierig heißt ja nicht unmöglich, und die Charttechnik liefert uns auch hier Anhaltspunkte.

So haben zuletzt die Probleme des chinesischen Immobilienentwicklers China Evergrande die Märkte weltweit belastet, auch die Krypto-Märkte konnten sich dem nicht entziehen. Die Bären hatten also eine Steilvorlage und versuchten diese auch zu nutzen. So schafften sie es heute Nacht sogar, den Bitcoin kurz unter die wichtige runde Marke von 40.000 US$ zu drücken. Aber dann konterten die Bullen.

Somit ist eine erste Attacke der Bären, übrigens auch bei anderen wichtigen Kryptowährungen wie dem Ether, abgewehrt worden. Zwar ist die Kuh damit noch nicht endgültig vom Eis. Aber wenn die Bullen es weiterhin schaffen, den Bitcoin über seiner 200-Tage-Linie (EMA200) bei rund 41.800 US$ sowie den Ether über seinem EMA200 bei rund 2.540 US$ zu halten, könnte es zügig wieder aufwärts gehen. Die Kursziele lägen dann bei 45.000 sowie später 48.000 und 54.000 US$. Über 54.000 US$ winkt dann sogar eine Rückkehr zum bisherigen Allzeithoch. Wenn...

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