Bitcoin klebt bei 20.000 US$ – wann kommt der nächste Run?

13.02.23 um 11:54

Bitcoin konsolidiert sich nach einem überraschend guten Start ins Jahr 2023 oberhalb der Marke von 20.000 US$. Doch wie geht es jetzt weiter mit der Mutter aller Kryptowährungen? Und kommt der nächste Bullrun früher als erwartet?

Der Bitcoin, kurz BTC für Bitcoin Core, wurde am 3. Januar 2009 von Satoshi Nakamoto (Pseudonym) als Antwort auf die Finanzkrise 2007 bis 2009 ins Leben gerufen. Er basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden. Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.

Krise scheint vorerst abgewehrt

Wie schon im vergangenen Artikel vom 24. Januar (mehr dazu hier) erwähnt, stand dem Bitcoin Anfang des Jahres die nächste große Krise ins Haus. Nachdem 2022 die großen Player Terra, Celcius und FTX krachende Pleiten hingelegt hatten, war nun die Angst groß, DCG könnte das nächste Opfer einer Insolvenz sein.

Das Unternehmen würde nämlich nicht nur Plattformen wie Genesis und Gemini in die Tiefe reißen, sondern auch den Grayscale Bitcoin Trust, das Krypto-Investmentvehikel für institutionelle Investoren.

Die Schäden, welche eine solche Pleite anrichten könnte, sind kaum auszudenken, weshalb der Bitcoin nach der Ankündigung, dass die DCG-Tochter Genesis insolvent sei, auch deutlich absackte.

Allerdings konnte hier überraschend eine Lösung gefunden werden, indem DCG Geld für geschädigte Anleger bereitstellte und bei der Tochter einen Debt-to-Equity Swap durchführte. Damit wurde nicht nur eine mögliche Krise abgewendet, sondern DCG konnte sich so auch im Licht der Öffentlichkeit von den Vorwürfen des Betruges und des Liquiditätsmangels frei machen.

Warten auf das Halving

Trotz dieser Entwicklung und angesichts der aktuellen Weltwirtschaftslage erwarten viele Anleger, dass sich der Bitcoin im Jahr 2023 kaum mehr bewegen wird. Erst das Halving, welches etwa in einem Jahr von heute an stattfindet, könnte dem Kurs der Kryptowährung mittelfristig Flügel verleihen.

Allerdings könnte der nächste Bullrun früher kommen, als es viele erwarten. Während eigentlich alle Anleger von einer Rezession und unruhigen Zeiten ausgehen, muss das nicht heißen, dass sich das auch an den Märkten widerspiegelt.

So kann ein Licht am Ende des Tunnels schnell dazu führen, dass viele Investoren wieder antizyklisch für den nächsten Bullenmarkt einkaufen wollen, wobei Bitcoin definitiv auf der Liste steht.

Ein solch positives Signal könnte beispielsweise von der Fed kommen. Deren Chef Jerome Powell hat zwar kürzlich angekündigt, dass Zinserhöhungen weiter notwendig seien, allerdings könnte er diese bald aussetzen und bei Anlegern die Hoffnung auf Senkung schüren.

Ein anderer Faktor wäre China, das durch Nachholeffekte und eine aus den Jahren des Lockdowns kommende Wirtschaft die Weltkonjunktur oben halten könnten.

Einsammeln, solange es geht

Für Anleger bedeuten allerdings beide Szenarien dasselbe, nämlich einkaufen, solange es günstig ist. Da Bitcoin ein sehr volatiles Asset ist, was für kurzfristige Spekulationen ungeeignet scheint, sollte der langfristige Investor einfach versuchen, so viel wie möglich von dieser oder von anderen Kryptowährungen, an die er glaubt, zu akkumulieren, bevor der nächste Bullenmarkt kommt.

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