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AT&T-Aktie -23%: Kursrutsch zum Einstieg nutzen?

Simon Ruic / 11.04.22 / 15:12

Die Aktie von AT&T (WKN: A0HL9Z) ist im vorbörslichen Handel um -23% eingebrochen. Der Telekom-Anbieter hat vor der Kurskorrektur gewarnt, die für Aktionäre jedoch keinen echten Verlust darstellt. Im Rahmen eines Spinoff-Deals werden die Anteilseigner in mehrerlei Hinsicht kompensiert. Bietet die Kursdelle auch eine veritable Einstiegschance?

AT&T Inc. ist ein in Texas ansässiger Telekommunikationskonzern, der lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada hatte und zeitweise über eine Million Mitarbeiter beschäftigte. Mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt 173 Milliarden US$ ist das Unternehmen weiterhin einer der wertvollsten Telekom-Anbieter weltweit.

Abspaltung von WarnerMedia

Die AT&T-Aktien sind am Montag vorbörslich um -23% eingebrochen. Allerdings handelt es sich dabei um keinen echten Wertverlust für Anleger. Ursächlich für den Absturz ist die Abspaltung der Tochtergesellschaft WarnerMedia, die zusammen mit dem Unterhaltungsunternehmen Discovery in die „Warner Bros. Discovery“ umgewandelt wird. Ab dem heutigen Montag wird die neue Firma in New York mit dem Börsenticker „WBD“ handelbar sein.

AT&T-Aktionäre werden für den Wertverlust des Unternehmens mit Aktien von Warner Bros. Discovery entschädigt. Die Vereinbarung wurde den Angaben nach als sogenannte „Reverse-Morris-Trust-Transaktion“ strukturiert. So erhalten AT&T-Aktionäre etwa 24 Aktien des neuen Unternehmens für je 100 AT&T-Aktien. Die Ausschüttung summiert sich auf 1,7 Milliarden Anteile, was 71% aller WBD-Papiere entspricht. Die restlichen 29% der WBD-Aktien gehen an Discovery-Anleger. Die Abspaltung ist kein steuerpflichtiges Ereignis, sodass Aktionäre des Telekom-Konzerns für die Ausschüttung der WBD-Aktien keine Steuern zahlen müssen.

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Schuldenabbau, G5 und gekürzte Dividende

Ein weiterer Vorteil für AT&T-Anleger: Die Beteiligung an dem Unternehmen wird weniger riskant. So erhalten die Texaner im Rahmen des Deals 43 Milliarden US$ in Form von Cash, Schuldverschreibungen und dem Einbehalt von Schulden. Damit dürfte der Telekom-Anbieter seine Nettoverschuldung substanziell senken können.

Der US-Konzern hatte in den vergangenen Jahren zig Milliarden US$ für den Kauf von Time Warner und DirecTV ausgegeben, um sich in ein Medienkonglomerat zu verwandeln. Die teure Strategie ist jedoch nicht aufgegangen, die vielen neuen Schulden haben das Unternehmen anfällig gemacht.

Die nun verbesserte Bilanz wird AT&T zugutekommen beim geplanten Ausbau eines G5-Netzes. Im Rahmen seines 24 Milliarden US$ umfassenden Investitionsplans will der Konzern allein in diesem Jahr 5 Milliarden US$ für das Projekt einsetzen.

Der Vorstand erwartet, dass der freie Cashflow in diesem Jahr von 22 auf 16 Milliarden US$ sinken wird. Im Folgejahr sollen sich die liquiden Mittel wieder auf eine Niveau von 20 Milliarden US$ erholen. Nach 5G-Investitionen und Schuldenabbau bleibt damit genug Geld übrig, um weiter Dividenden auszuzahlen. Allerdings will AT&T die Ausschüttungen auf ein nachhaltiges Level reduzieren. So plant das Unternehmen, seine vierteljährige Dividende um fast die Hälfte auf 0,2275 US$ je Aktie zu kürzen.

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Das Unternehmen hatte im Vorfeld gewarnt, dass der Aktienkurs aufgrund der WarnerMedia-Ausgliederung korrigiert wird. Anleger können die Kursdelle zum Einstieg bei einer schlankeren und finanziell robusteren AT&T nutzen. So hat das Unternehmen mit dem Spinoff-Deal seine Bilanz gestärkt und verfügt nun über die Mittel, um den 5G-Ausbau und andere wichtige Wachstumsinitiativen voranzutreiben. Der Titel ist nun moderat bewertet mit dem 6,5-fachen für 2023 erwarteten freien Cashflow.

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