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AngloGold Ashanti fällt unter Corona-Tief – Kaufchance?

Matthias Schulze / 19.10.22 / 8:36

AngloGold Ashanti (WKN: 164180) erlebt zurzeit eine regelrechte Achterbahnfahrt. Letzte Woche fiel die Aktie um mehr als -12%. Sie bewegt sich nun unterhalb des Corona-Tiefs von 2020. Im frühen deutschen Handel liegt der gebeutelte Goldproduzent erneut im Minus. Ist die Aktie nun zu günstig, um ignoriert zu werden?

AngloGold Ashanti ist der viertgrößte Goldproduzent weltweit. Das südafrikanische Montanunternehmen hat seinen Sitz in Johannesburg und beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter auf vier Kontinenten. Die Minen verteilen sich auf Lateinamerika, Afrika, Australien und Nordamerika. Die Marktkapitalisierung liegt umgerechnet bei rund 5,4 Milliarden US$. Neben Gold fördern die Südafrikaner Silber in Argentinien und Schwefelsäure in Brasilien.

Gefangen im Abwärtstrend

Für die Anleger von AngloGold Ashanti gab es dieses Jahr einige überraschende Wendungen. Sah es im März noch so aus, als ob die Aktie von den geopolitischen Unsicherheiten des Ukraine-Kriegs profitieren würde, setzte im Mai Ernüchterung ein. Der Goldpreis fiel und mit ihm der gesamte Sektor.

Seitdem befindet sich die Aktie in einem ungebrochenen Abwärtstrend. Das Corona-Tief von 14 US$ wurde im Juli erstmals unterschritten. Bisher konnten sich Aktionäre auf eine starke Unterstützung bei 12 US$ verlassen. Erbaulich sieht der Chart trotzdem nicht aus, nachdem AngloGold fast die Hälfte seines Börsenwerts in den letzten sechs Monaten eingebüßt hat.

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Ein durchwachsenes Halbjahr

Obwohl das erste Halbjahr stark startete und die Gesamtproduktion um 3% zulegte, honoriert der breite Markt die operativen Entwicklungen von AngloGold Ashanti bisher nicht. Vor allem die australischen Minen Sunrise Dam und Tropicana lieferten beeindruckende Ergebnisse ab und steigerten ihre Produktion um +15% und +14%.

Der Grund für die Zurückhaltung auf der Käuferseite sind die gestiegenen Kosten des Konzerns: Die Förderung einer Feinunze Gold ist 6% teurer geworden und liegt inzwischen bei 1.418 US$. Beim gestrigen Goldpreis von 1.648 US$ je Unze wird die Luft dünn und die Margen schmelzen. Zum Vergleich: Die Gesamtförderkosten (all-in sustaining costs) von Barrick Gold (WKN: 870450) lagen im zweiten Quartal bei 1212 US$ je Feinunze.

Starker Cashflow dank Kibali

Während die Kostenseite angespannt bleibt, profitierte AngloGold im ersten Halbjahr von einer seiner wichtigsten Beteiligungen auf dem afrikanischen Kontinent: Kibali. Kibali ist eine der größten Goldminen Afrikas und befindet sich im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo.

Der Minenkomplex wird als Joint Venture mit Barrick Gold betrieben und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube. Für das vergangene Halbjahr erhielten die Südafrikaner eine Ausschüttung  in Höhe von 549 Millionen US$.

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Fazit: Auf die Watchlist

Obwohl das Management unter Alberto Calderon die Prognose von 2,55 bis 2,8 Millionen Unzen Feingold für das laufende Jahr bestätigen konnte, ist die Aktie zurzeit kein Kauf für mich. Der inflationsbedingte Kostendruck mindert die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Majors wie Barrick Gold oder Newmont Mining (WKN: 853823).

Ein Lichtblick ist die robuste Bilanz des Konzerns. Zusammen mit den Zahlungen aus dem Kongo verfügt AngloGold über ein Liquiditätspolster von 2,6 Milliarden US$. Die vollen Kassen entsprechen der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung. Das ermöglicht wichtige Akquisen in den nächsten Monaten und Jahren.

Ist die Aktie zu günstig, um ignoriert zu werden? Mit Blick auf die letzten zwei Jahre: Nein, denn die Förderkosten sind seit dem Ausbruch der Corona-Krise signifikant gestiegen. Aber mit einem KGV von etwas unter 10 bewegt sich AngloGold in einem attraktiven Kursbereich. Auch die Dividendenrendite von 3% ist für einen Goldproduzenten dieser Größe ansehnlich. Allerdings ist noch kein Boden erkennbar: Deswegen ist AngloGold Ashanti ein klarer Kandidat für die Watchlist.

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