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/ 26.07.19 / 12:04

Aixtron stapelt höher: Überraschungs-Zahlen befeuern Kursrallye

Die Aixtron-Aktie (WKN: A0WMPJ) profitiert auch am Freitag von den Top-Zahlen vom Donnerstag und gewinnt um +4,90% auf 10,10 Euro. Anleger können aufatmen, denn Aixtron bestätigte gestern nicht nur seine Jahresziele für 2019, sondern berichtete auch einen Gewinnsprung beim EBIT um +59% auf 19,1 Millionen Euro dank anhaltender Kostenreduzierungen. 

Der weltweit agierende Chip-Anlagenbauer betonte die besonderen Umstände im Sektor. Insbesondere der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die US-Sanktionen gegen Huawei belasten die Dynamik beim Auftragseingang. Aixtron kann sich nach eigenen Angaben aufgrund der hohen Abhängigkeit von "branchenspezifischen Zyklen" jedoch weitgehend von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft abkoppeln. Das erlaubt dem TecDAX-Unternehmen aus Herzogenrath bei Aachen, die Unternehmensziele für 2019 unverändert zu lassen.

Q2-Zahlen im Überblick

In den ersten sechs Monaten konnte Aixtron 12% mehr Umsatz (132 Mio. Euro) verzeichnen wie im Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge schrumpfte zwar um 3 Prozentpunkte von 43% auf 40% verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2018, doch deutlich verminderte Betriebsausgaben führten zu einem Gewinnsprung beim EBIT um 59% auf 19,1 Millionen Euro. Der Nachsteuergewinn belief sich mit 15,8 Millionen Euro auf Niveau des Vorjahres (16. Mio. Euro).

Trotz der Herausforderungen, die auf Kundenseite zu einer Zurückhaltung bei Investitionen in die Erweiterung von Produktionskapazitäten führen - der Auftragsbestand nahm im erstem Halbjahr infolgedessen um -20% ab auf 110 Millionen Euro - ist dieser nach Vorstandsaussagen "stark" genug, um eine weiter positive Entwicklung aufrechtzuerhalten.

Quelle: Aixtron

Im zweiten Halbjahr Besserung in Sicht - Jahresziele bestätigt

Nichtsdestotrotz geht Aixtron davon aus, die Jahresziele zu erreichen. Diese liegen bei einer "stabilen bis wachsenden Umsatzentwicklung" (2018: 269 Mio. Euro) und bei den Auftragseingängen in einer Bandbreite zwischen 220 und 260 Millionen Euro - trotz einer rückläufigen Entwicklung im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel auf 98,3 Millionen Euro. Bis Jahresende erwartet Aixtron eine Nachfragebelebung aus Asien. Das soll den Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte stützen.

Bei den Gewinnzahlen rechnet das Management für 2019 mit Margen am oberen Ende der erwarteten Spanne in Höhe von circa 40% beim Bruttoergebnis (bisher: 35% bis 40%) und beim EBIT in Höhe von circa 13% des Umsatzes (bisher: 8% bis 13%).

Anleger in der Aixtron-Aktie nehmen die neuen Zahlen hocherfreut auf. Die Aktie profitiert auch heute von erhöhtem Handelsvolumen. Für gewöhnlich ist der Titel des Spezialanlagenbauers hochvolatil und dürfte es auch bleiben.

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