Aixtron: Eine Übernahme ist sehr wahrscheinlich

von (sh)  /   29. April 2019, 18:43  /   unter Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Die Aktie von Aixtron (WKN: A0WMPJ) galt seinerzeit, am Neuen Markt, als einer der wenigen „Bluechips“ dort. Kein Wunder, denn das – als Ausgründung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) – entstandene Unternehmen war auf Anlagen zur Herstellung von III-V-Halbleitern wie Galliumarsenid (GaAs) und Indiumphosphid (InP) spezialisiert. Dabei handelt es sich um eine Verbindung von Materialien der chemischen Hauptgruppen III und V, deren Kombination die elektrische Leitfähigkeit von Halbleitern besitzt.

Insofern waren und sind solche III-V-Verbindungshalbleiter von großer Bedeutung für technische Anwendungen in der Halbleitertechnik. So lassen sich beispielsweise Laserdioden respektive LEDs herstellen, wobei deren Licht eine sehr geringe Wellenlänger (UV-Licht) aufweist. Diese werden dann wiederum als weiße Leuchtdioden aber auch bei Blu-ray Discs oder HD-DVDs eingesetzt. Zudem eignet sich das Material auch noch zur Produktion von Solarzellen mit einem vergleichsweise hohem Wirkungsgrad.

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Seinerzeit, Ende der 1990er Jahre, waren diese Anwendungen jedoch natürlich noch Zukunftsmusik. So wurde der „Krieg“ um die Nachfolge der damals üblichen DVDs erst in den Jahren 2006/2007 mit Einführung von Sonys PlayStation 3 entschieden. Denn Sony setzte bei seiner Spielekonsole auf die Blu-ray-Technologie. Da somit jeder Käufer dieser Spielekonsole zugleich einen Blu-ray Player sein Eigen nannte, setzten folglich auch alle Medienanbieter fortan auf diese Technik.

Ein ständiges Auf und Ab…

Am Neuen Markt galt Aixtron, wie eingangs schon erwähnt, als „Bluechip“. Denn dort herrschte absolute Zukunftseuphorie, wobei sich damals noch kaum jemand den Siegeszug der Cloud vorstellen konnte. Als dieser sich, auch dank des Erfolgs von Amazon Web Services (AWS) abzuzeichnen begann, begann auch der Niedergang von Unternehmen respektive Aktien wie eben Aixtron oder auch Singulus.

Doch anders als Singulus schaffte es Aixtron sich neu zu erfinden – und dann in den Jahren 2009 und 2010 (nach Ende der Finanzkrise) vom LED-Boom in China zu profitieren. Doch nach einiger Zeit ebbte auch dieser Boom ab und plötzlich stand man erneut vor einem Scherbenhaufen. Denn das damalige Management hatte sich zu stark auf den kurzfristigen Erfolgen ausgeruht, so dass das Unternehmen insbesondere seine vorherige Technologieführerschaft verloren hatte.

Allerdings verfügte die Gesellschaft noch immer über einen guten Namen in China. Daher schien Rettung in Form einer Übernahme durch die chinesische Fujian Grand Chip Investment Fund (FGC) zu nahen. So wollten die Chinesen immerhin knapp 700 Mio. Euro auf den Tisch legen. Allerdings legte der damalige US-Präsident Barack Obama sein Veto gegen diese Übernahme ein, da Aixtrons US-Tochter ein wichtiger Zulieferer für das US-Militär war.

Eine Maschine aus dem Hause Aixtron

Aber am Ende wird es jetzt wohl doch zu einer Übernahme kommen!

Das zwischenzeitlich runderneuerte Management war jedoch besser als das vorherige. So hatte man sich bereits frühzeitig auf die Ablehnung dieser Übernahme eingestellt. Zwar fiel die Aktie nach Bekanntmachung der Entscheidung zunächst noch einmal deutlich zurück. Ein wieder deutlich besserer Geschäftsverlauf ließ die Anleger daher beherzt zugreifen und die Aktie erneut deutlich steigen. Leider jedoch in, aus fundamentaler Sicht, zu luftige Höhen.

Daher kam es im Laufe des vergangenen Jahres erneut zu einer Halbierung, ehe die Aktie dann eine Trading Range zwischen 8,00 und 10,00 Euro ausbilden konnte. Kurzfristig drohte sie dann sogar wieder aus dieser Trading Range nach unten raus zu fallen, was aus fundamentaler Sicht sogar Sinn ergeben hätte. Aber dann kamen plötzlich Übernahmegerüchte auf und so startete die Aktie kurzfristig sogar wieder in Richtung oberes Ende der Trading Range.

Als potenzielle Käufer wurden zuletzt Applied Materials, LAM Research sowie Tokyo Electron gehandelt, wobei ich letztere als eher unwahrscheinlich ansehe. Aber LAM Research und besonders Applied Materials könnte ich mir sehr gut als Käufer vorstellen. Ich gehe daher von einem baldigen Übernahmeangebot, das wohl im Bereich 14,50 Euro je Aktie liegen wird, aus. Vor diesem Hintergrund können Spekulanten dieses Szenario spielen – und die Aktie bis 10 Euro einsammeln!

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