Gold: Weitere Verluste sollten eingeplant werden

Unterhalb von 4.630 US$ bleibt es kritisch

Der Monatsabschluss stellt sich in einer angeschlagenen Chartsituation für den Goldpreis dar. Obgleich heute mit Zugewinnen im Bereich von rund +1,5%, so lastet doch die jüngste Schwäche der Vortage mitsamt dem Durchschlag unter die Unterstützung von 4.630 US$ auf dem edlen Metall. Doch damit nicht genug, denn weitere Verluste sollten eingeplant werden, da einerseits mögliche Zinserhöhungen in Europa sowie andererseits der Chefwechsel an der Führungsspitze der US-Notenbank FED zur Mitte des bevorstehenden Monats auf der Agenda stehen, und zusätzliche Unsicherheiten schüren.

Barrick Gold
Canva/Jongho Shin, Getty Images

Das Level von 4.630 US$

Seit der Abweisung am Widerstandslevel von 4.888 US$ vom 17. April, verlor Gold in der Spitze -7,8% und tauchte zugleich unter das Level von 4.630 US$ ab. Heute zum Monatsabschluss versuchten die Käufer zwar bereits ein Comeback, doch scheint dieses verwehrt zu bleiben.

In diesem Zusammenhang wird der Start in den Mai zweifelsfrei spannend, und doch sollte unterhalb von 4.630 US$, sowie dem seit Anfang März etablierten kurzfristigen Abwärtstrend, eine weitere Schwäche unterstellt werden. Wir werden das edle Metall überdies zu Beginn der kommenden Woche hier an dieser Stelle einer nochmaligen Einschätzung mitsamt neuem Monats-Pivot-Punkt unterziehen.

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Quelle Chart: stock3

Eine weitere Preisschwäche ist anzunehmen. Neben dem Trigger-Level von 4.630 US$ bleibt insbesondere unterhalb der runden Marke von 4.700 US$ der kurzfristige Abwärtstrend intakt. Die nächsten Abwärtsziele lassen sich bei 4.382 US$ und eine Etage tiefer bei 4.243 US$ lokalisieren, bevor eine Beruhigung ihren Einzug finden könnte. Aus heutiger Sicht erscheint ein größerer Rutsch bis rund um 4.000 US$ je Unze kaum vorstellbar, doch sollte man an den Finanzmärkten niemals nie behaupten.

Findet andernfalls ein bullischer Konter mitsamt einer dynamischen Rückkehr über 4.630 US$ während der kommenden Handelstage statt, könnte dies zu einem Angriff auf die Abwärtstrendlinie rund um 4.700 US$ führen. Glückt dabei der Ausbruch darüber, würden sich weiter anziehende Notierungen bis zum Widerstand von 4.888 US$ eröffnen. Der Goldpreis hätte somit und in weiterer Konsequenz erneut die Chance, die laufende Abwärtstrendstruktur seit Februar zu beenden.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält Gold. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, Gold – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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