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Deutsche Telekom

Deutsche-Telekom-Aktie: Jetzt fließen Milliarden zurück

Mehr Geld für Aktionäre
Die Deutsche Telekom hat für das zweite Quartal solide Zahlen vorgelegt und an einer Stelle sogar positiv überrascht. Vor allem das operative Ergebnis und der freie Cashflow kamen gut an. Dazu stockt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich auf – ein Punkt, der der Aktie direkt Rückenwind gegeben hat.

Ergebnis stärker als erwartet

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal von 28,67 auf 29,93 Milliarden €. Damit lag die Telekom praktisch auf Höhe der Analystenerwartung von 29,96 Milliarden €. Deutlich besser lief es beim bereinigten EBITDA nach Leasingkosten. Hier kamen 11,82 Milliarden € zusammen, nach rund 11,0 Milliarden € im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 11,70 Milliarden € gerechnet.

Auch die Serviceumsätze entwickelten sich gut und legten um 4,8% auf 25,41 Milliarden € zu. In Deutschland wuchs der Umsatz um 3,5%, in den USA um 5,2% und im restlichen Europa um 1,5%. Damit kam das Wachstum nicht nur von T-Mobile US, auch das deutsche Geschäft lieferte einen ordentlichen Beitrag.

Beim Nettogewinn sieht das Bild auf den ersten Blick schwächer aus. Dieser sank von 2,62 auf rund 2,45 Milliarden €. Für Anleger ist bei der Telekom aber vor allem das bereinigte operative Ergebnis und der Cashflow relevant, weil dort das laufende Geschäft besser abgebildet wird. Gerade beim freien Cashflow hat der Konzern nun sogar nachgelegt.

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Free Cashflow wird angehoben – Aktienrückkauf massiv erhöht

Für das Gesamtjahr erwartet die Deutsche Telekom beim Free Cashflow AL nun rund 20 Milliarden €. Zuvor hatte das Unternehmen mehr als 19,8 Milliarden € in Aussicht gestellt. Der höhere Wert hängt vor allem mit der starken Cashflow-Entwicklung bei T-Mobile US zusammen. Das bereinigte EBITDA AL soll weiterhin bei rund 47,5 Milliarden € liegen, beim bereinigten Gewinn je Aktie bleibt das Ziel bei etwa 2,20 €.

Für Aktionäre kommt dazu ein deutlich größeres Rückkaufprogramm. Statt bislang bis zu zwei Milliarden Euro will die Telekom 2026 nun Aktien im Wert von bis zu 5 Milliarden € zurückkaufen. Das zusätzliche Volumen von drei Milliarden Euro kam am Markt sehr gut an. Die Aktie sprang nach der Meldung zeitweise um fast 7% nach oben und hatte damit ihren stärksten Handelstag seit Jahren.

Hinter dem Schritt steckt auch die Ansicht des Managements, dass die Aktie zuletzt zu niedrig bewertet war. Ein Rückkauf reduziert die Zahl der ausstehenden Aktien und kann dadurch den Gewinn je Aktie stützen. Für bestehende Aktionäre ist das grundsätzlich positiv, solange das Unternehmen dafür nicht seine Bilanz übermäßig belastet.

T-Mobile US bleibt der große Motor

Ein großer Teil der Stärke kommt weiterhin aus den USA. T-Mobile US wächst schneller als das deutsche Geschäft und liefert einen großen Teil des operativen Ergebnisses sowie des Cashflows. Dadurch kann die Deutsche Telekom auch Investitionen in Glasfaser, Mobilfunk und neue Geschäftsfelder finanzieren.

Ein Thema, das dabei immer größer wird, ist künstliche Intelligenz. Telekom-Chef Tim Höttges verwies zuletzt auf die hohe Nachfrage nach der KI-Recheninfrastruktur in München. Die vorhandenen Kapazitäten seien bereits stark ausgelastet, zudem laufen Gespräche mit Nvidia über weitere Grafikprozessoren. Auch eine Beteiligung an den geplanten europäischen KI-Gigafactories wird geprüft.

ℹ️ Deutsche Telekom in Kürze

  • Die Deutsche Telekom (WKN: 555750) gehört zu den weltweit führenden Konzernen für Telekommunikations- und Informationstechnologie. Die Leistungen sind sehr breit gefächert, von der Breitbanktelefonie, Mobilfunk sowie TV oder komplexe ICT-Lösungen bietet der Konzern alles aus einer Hand an.
  • Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bonn ist weltweit in 50 Ländern tätig. Mit der Tochter T-Mobile US gehört es zu den führenden Telekommunikationsanbietern in den USA.
  • Die Marktkapitalisierung der im DAX gelisteten Aktie beträgt rund 139 Milliarden €.

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Fazit

Die Zahlen liefern wenig Grund zur Kritik. Der Umsatz liegt ungefähr auf Höhe der Erwartungen, beim operativen Ergebnis hat die Telekom besser abgeschnitten und der Free Cashflow entwickelt sich stark genug, um die Jahresprognose anzuheben. Dazu kommt ein Aktienrückkauf von bis zu 5 Milliarden €. T-Mobile US bleibt dabei der wichtigste Wachstumstreiber, während die Telekom mit Glasfaser, Cloud und KI versucht, auch außerhalb des klassischen Mobilfunkgeschäfts neue Wachstumsfelder aufzubauen.