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Rheinmetall-Aktie: An dieser Marke entscheidet sich jetzt alles

Rally trifft Widerstand
Rheinmetall hat in den vergangenen Wochen eine kräftige Erholung hingelegt. Vom Tief im Bereich um 900 € lief die Aktie bis an die Zone um 1.220 €. Dort wurde der Anstieg zunächst gestoppt. Nach den jüngsten Zahlen und neuen Aussagen des Managements bleibt die operative Entwicklung stark, der Chart zeigt aber, dass die Aktie an einer wichtigen Hürde angekommen ist.

Zahlen bleiben stark, Ausblick wird leicht angepasst

Rheinmetall hat im zweiten Quartal erneut deutlich zugelegt. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um fast 70% auf rund 3,3 Milliarden €. Das operative Ergebnis lag bei 562 Millionen € und damit klar über den Markterwartungen von rund 470 Millionen €. Der Auftragsbestand kletterte auf mehr als 80 Milliarden €. Allein im Quartal kamen neue Aufträge im Wert von rund 11,4 Milliarden € hinzu.

Beim Halbjahresbericht bestätigte sich das starke Bild. Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten um 39% zu, das operative Ergebnis sogar um 74%. Rheinmetall profitiert weiter von den hohen Verteidigungsausgaben in Europa und der starken Nachfrage nach Munition, Fahrzeugen und weiteren militärischen Systemen.

Ganz ohne Rückschlag lief es aber nicht. Wegen des gestrichenen deutschen F126-Fregattenprogramms hat Rheinmetall die Umsatzprognose für 2026 leicht gesenkt. Statt 14,0 bis 14,5 Milliarden € werden nun 13,7 bis 14,2 Milliarden € erwartet. Das Unternehmen rechnet dadurch mit rund 300 Millionen € weniger Umsatz im Marinegeschäft.

An der grundsätzlichen Wachstumsstory ändert das erst einmal wenig. Rheinmetall hält am Ausbau des Marinegeschäfts fest und sieht dort bis 2030 weiterhin ein Umsatzziel von rund 5 Milliarden € pro Jahr. Dazu kommen neue Großaufträge im Landgeschäft. Unter anderem erwartet Rheinmetall noch in diesem Jahr einen Vertrag für Boxer-Radpanzer, dessen Gesamtvolumen bei mehr als 14 Milliarden € liegen könnte.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

Rheinmetall investiert weiter in neue Kapazitäten

Auch bei Raketen will Rheinmetall stärker mitmischen. Gemeinsam mit Lockheed Martin soll die Produktion von ATACMS-Raketen in Deutschland aufgebaut werden. CEO Armin Papperger machte allerdings deutlich, dass der Aufbau der Kapazitäten Zeit braucht. Erste Umsätze aus dem Projekt werden voraussichtlich erst ab 2028 erwartet.

Das zeigt ganz gut, wo Rheinmetall derzeit steht. Die Nachfrage ist enorm und die Auftragsbücher sind voll, gleichzeitig müssen neue Produktionskapazitäten aufgebaut werden, damit diese Aufträge auch abgearbeitet werden können. Genau darauf wird der Markt in den kommenden Quartalen schauen.

Widerstand bei 1.220 € blockt zunächst ab

Im Chart hat die Rheinmetall-Aktie vom Tief um 900 € eine starke Gegenbewegung gestartet. Der Kurs lief bis an den Bereich um 1.220 €, konnte diesen Widerstand aber zunächst nicht überwinden. Seitdem setzt wieder etwas Verkaufsdruck ein und die Aktie notiert aktuell um 1.145 €.

Die Zone um 1.220 € bleibt damit die erste wichtige Hürde. Gelingt die Rückeroberung, wäre auf der Oberseite wieder mehr Platz in Richtung 1.400 €. Dort wartet der nächste größere Widerstandsbereich.

Auf der Unterseite liegt der volumenstarke Bereich zwischen ungefähr 1.100 und 1.150 €. Sollte auch diese Zone nicht halten, rückt der Bereich um 900 bis 950 € wieder stärker ins Bild.

Rheinmetall-Aktie

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 54 Milliarden €.

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Fazit

Operativ bleibt Rheinmetall stark unterwegs. Umsatz, Ergebnis und Auftragsbestand wachsen kräftig, auch wenn die gestrichene F126-Fregatte den Ausblick leicht belastet. Im Chart wurde die Erholung bei 1.220 € zunächst gestoppt. Für einen neuen Anlauf nach oben müsste die Aktie diese Zone erst zurückerobern.