Almonty-Aktie: Wird das Pentagon jetzt zum großen Kurstreiber?
Geht den USA die Munition aus?
Die Almonty-Aktie profitiert aktuell von der Nachrichtenlage in Bezug auf den Iran-Krieg. Berichten renommierter Medienhäuser zufolge führt der hohe Verbrauch der US-Streitkräfte im Nahen Osten sowie zur Unterstützung der Ukraine zu spürbaren Engpässen bei hochspezialisierten Präzisions- und Lenkwaffen.
Diese Engpässen zeigen sich vor allem bei den Abfangraketen der Flugabwehrsysteme Patriot und THAAD. Wegen der ständigen Abwehr von Drohnen- und Raketenangriffen wurden Expertenschätzungen bereits 40 bis 80% der im Nahen Osten stationierten Bestände der Abfangraketen verbraucht. Auch bei weitreichende Präzisions- und Boden-Boden-Raketen (Tomahawk, ATACMS, PrSM) soll der verstärkte Einsatz boden- und seegestützter Fernlenkwaffen die Vorräte der US-Streitkräfte stark dezimiert haben.
Die US-Regierung bestreitet einen akuten Munitionsmangel hingegen energisch. US-Kriegsminister Pete Hegseth bezeichnete Berichte über geschrumpfte Vorräte scharf als Falschmeldungen und US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA verfügten über weit mehr Munition als jedes andere Land der Welt. Trotz dieser Dementi hat die US-Regierung zuletzt milliardenschwere Großaufträge an Rüstungsgiganten wie Lockheed Martin und RTX vergeben, um ihre Fertigungslinien für bestimmte Raketensysteme auf Rekordniveau hochzufahren.
Was hat das mit Almonty zu tun?
Die kolportierte Knappheit der USA bei bestimmten Waffensystemen und Munitionsarten ist Wasser auf die Mühlen der Almonty-Aktie. Wolfram ist ein unverzichtbarer Bestandteil der meisten modernen Waffen- und Munitionssysteme.
Die USA besitzen derzeit keine eigene Wolframproduktion. Hinzu kommt, dass das Pentagon ab Anfang 2027 bei bestimmten Wolframprodukten kein Material mehr beschaffen darf, das in China abgebaut, raffiniert, getrennt, geschmolzen oder produziert wurde.
Die von Almonty in Südkorea betriebene Sangdong-Mine wird damit zu einem strategischen Asset für die USA. In der ersten Ausbaustufe dürfte die neue Almonty-Mine rund 5% des westlichen Wolframbedarfs decken. Noch in diesem Jahr will das Rohstoffunternehmen die zweite Ausbaustufe anstoßen, um die Produktionskapazität noch einmal zu verdoppeln.
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Trendwende geschafft
Die Almonty-Aktie befand sich von Ende April bis Ende Juli in einem massiven Abwärtstrend, in dessen Zuge sich ihr Kurs halbierte. Nach dem vor zwei Wochen erreichten 6-Monatstief drehte der Aktienkurs aber wieder stark nach oben. Nach einer Serie von Kursgewinnen an fünf Tagen in Folge kann man meiner Meinung nach mit Fug und Recht von einer Trendwende sprechen.
Die Aktie ist zu günstig
Ein Großteil der Produktion von Almonty dürfte an Rüstungsunternehmen gehen, die dringend auf das Wolfram aus westlichen Quellen angewiesen sind, um ihren Bedarf zu decken. Ein Preisrückgang des Metalls ist vor diesem Hintergrund kaum zu erwarten. Seit April hält sich der Wolframpreis über der Marke von 3.000 US$ je MTU.
Angesichts dieser sehr vorteilhaften Ausgangslage halte ich die Almonty-Aktie derzeit für stark unterbewertet. Das Forward-KGV liegt bei ca. 44. Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum des Wolframförderers allerdings bei rund 140% liegen. Bei einem voraussichtlich anhaltend hohen Wolframpreis ist das in meinen Augen eine deutliche Unterbewertung der Almonty-Aktie.
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ℹ️ Almonty Industries in Kürze
- Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram
- Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
- Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 4,0 Milliarden US$ bewertet.
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Fazit
Ich rate Anlegern nach wie vor zum Kauf der Almonty-Aktie. Wolfram wird angesichts seiner geopolitischen Bedeutung auch in den kommenden Jahren ein stark nachgefragter Rohstoff bleiben. Das Angebot kann bei weitem nicht mit der Nachfrage Schritt halten.
Die Kurshalbierung der Almonty-Aktie von Ende April bis Ende Juli konnte ich vor diesem Hintergrund überhaupt nicht nachvollziehen. Anleger sind gut beraten, den Rohstofftitel auf dem aktuellen Kursniveau zu kaufen.