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SAP-Aktie wartet auf das Signal für den Ausbruch

Branchenstimmung belastet
Die SAP-Aktie bewegt sich weiterhin im unteren Bereich der Handelsspanne, die bereits seit Mitte März besteht. Nach den schwachen vorläufigen Zahlen von IBM geriet zuletzt der gesamte Softwaresektor erneut unter Druck. Nun rücken die SAP-Zahlen am 23. Juli näher.

IBM-Zahlen sorgen für neue Sorgen im Softwaresektor

Der jüngste Druck auf die SAP-Aktie ist nicht nur auf das eigene Unternehmen zurückzuführen. Für zusätzliche Unsicherheit sorgten die überraschend schwachen vorläufigen Quartalszahlen von IBM. Der US-Konzern verfehlte mit einem erwarteten Umsatz von 17,2 Milliarden US$ sowie einem bereinigten Gewinn von 2,93 US$ je Aktie die Erwartungen. Besonders negativ wurde aufgenommen, dass Unternehmen ihre Budgets derzeit stärker in Server, Speicher und KI-Hardware verschieben, während klassische Software- und Beratungsprojekte teilweise zurückgestellt werden.

Die IBM-Aktie verlor daraufhin mehr als -25% und zog auch andere Softwarewerte mit nach unten. Bei SAP stellt sich deshalb nun ebenfalls die Frage, ob sich die Verschiebung der IT-Ausgaben im eigenen Geschäft bemerkbar macht. Vor allem die kommenden Zahlen werden zeigen, ob die Nachfrage nach Cloud-Software stabil bleibt oder sich die Zurückhaltung der Unternehmen auch hier verstärkt.

Operativ hatte SAP im ersten Quartal noch solide Ergebnisse geliefert. Der Cloud-Umsatz stieg um 19% auf knapp 6 Milliarden €, während der aktuelle Cloud-Auftragsbestand um rund 20% zulegte. Für das Gesamtjahr erwartet SAP weiterhin ein Cloud-Wachstum von 23 bis 25% bei konstanten Wechselkursen. Allerdings hatte das Unternehmen bereits darauf hingewiesen, dass sich das Wachstum des Cloud-Backlogs etwas abschwächen könnte.

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Handelsspanne bleibt weiterhin intakt

Charttechnisch befindet sich die SAP-Aktie nach wie vor im unteren Bereich der Handelsspanne, in der sich der Kurs bereits seit Mitte März bewegt. Die Ausgangslage bleibt damit offen. Zwar konnte die Aktie zwischenzeitlich immer wieder Erholungsversuche starten, bislang fehlte aber die nötige Dynamik, um die Range nachhaltig nach oben zu verlassen.

Der entscheidende Termin ist nun der 23. Juli. Dann veröffentlicht SAP nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr. Der Blick dürfte sich vor allem auf das Cloud-Wachstum, die Entwicklung des Auftragsbestands und mögliche Änderungen an der Jahresprognose richten.

Kann SAP zeigen, dass die schwächeren IBM-Zahlen kein allgemeines Problem des Softwaresektors darstellen und das Cloud-Geschäft weiterhin stark wächst, könnte die Aktie innerhalb der Range wieder deutlich nach oben laufen. Enttäuscht das Wachstum dagegen oder wird der Ausblick vorsichtiger, steigt das Risiko, dass die untere Begrenzung erneut getestet oder sogar unterschritten wird.

Die Analysten bleiben insgesamt deutlich positiver als der aktuelle Kursverlauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei rund 214 €, wobei die Schätzungen von etwa 155 bis 290 € reichen. Die hohe Spanne zeigt aber auch, wie unterschiedlich die weitere Entwicklung eingeschätzt wird.

SAP-Aktie auf TradingView

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
  • Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 160 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.

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Fazit

Die SAP-Aktie steckt weiter im unteren Bereich ihrer Handelsspanne fest. Die schwachen IBM-Zahlen haben die Stimmung im Softwaresektor zusätzlich belastet, obwohl noch offen ist, ob SAP mit ähnlichen Problemen kämpft. Genau deshalb werden die Quartalszahlen am 23. Juli so wichtig. Kann das Cloud-Geschäft überzeugen, wäre eine Erholung innerhalb der Range möglich. Bleibt das Wachstum hinter den Erwartungen zurück, könnte der Druck schnell wieder zunehmen.