Rheinmetall-Aktie mit Verkaufsdruck: Chance oder Warnsignal?

Risiko steigt

Die Rheinmetall-Aktie hat zuletzt an Dynamik verloren und gerät charttechnisch zunehmend unter Druck. Damit trübt sich das zuvor starke Bild spürbar ein, während wichtige Unterstützungen näher rücken. Nach der jüngsten Schwäche stellt sich nun die Frage, ob nur eine Korrektur läuft oder ein größerer Rücksetzer droht. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

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Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie

Die Rheinmetall-Aktie prallte mehrfach im Bereich von 2.000 € an einem markanten Widerstand ab, bevor eine spürbare Korrekturbewegung einsetzte. Anschließend verlor der Kurs rund 33 Prozent und fiel bis an die obere Begrenzung der wichtigen Unterstützungszone bei 1.336 € zurück.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Im aktuellen Tageschart steht der Kurs des Rüstungskonzerns weiterhin unter Druck und ringt mit dem Widerstandsbereich der Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Der Bruch der Nackenlinie wurde als klares Schwächesignal gewertet. Ein anschließender Re-Test dieser Marke ist für Short-Trader ein mögliches Einstiegsszenario gewesen.

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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 41 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Weiterhin hat auch der MACD ein bärisches Crossover ausgebildet.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell pessimistisch. Sowohl der RSI als auch der MACD haben ein bärisches Crossover ausgebildet, was auf kurz- bis mittelfristig fallende Kurse für die Rheinmetall-Aktie hindeutet. Das Momentum ist jedoch schwach. Auf Wochenbasis zeigen die Indikatoren ebenfalls Schwächesignale.

Elliott-Wellen

Im Wochenchart der Rheinmetall-Aktie lässt sich eine übergeordnete bullische Struktur erkennen. Nach dem starken und impulsiven Anstieg der Welle 3, die im Bereich von knappen 2.000 € ihren Höhepunkt fand, befindet sich der Kurs aktuell in einer Korrekturphase der Welle 4.

Diese Korrektur hat das Potenzial, sich weiter auszudehnen. Der prognostizierte Trendwendebereich erstreckt sich zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 859,80 € und dem 0,5er Fib.-Retr. bei 343,80 €.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Solange der Kurs oberhalb von 343,80 € notiert, bleibt das bullische Szenario bestehen. In diesem Fall könnte sich nach Abschluss der Korrektur eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 entfalten.

Wird der Trendwendebereich der Welle 4 nachhaltig unterschritten, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine stärkere Korrektur, die das Chartbild der Rheinmetall-Aktie deutlich verschlechtern würde.

Fazit zum aktuellen Rheinmetall-Kurs

Die Indikatoren senden derzeit negative Signale. RSI und MACD haben im Tageschart bärische Crossovers gebildet, während das Momentum schwach bleibt. Kurzfristig steht die Rheinmetall-Aktie damit weiter unter Druck und technisch angeschlagen da.

Entscheidend bleiben nun die Unterstützungszone ab 1.336 € sowie der übergeordnete Trendwendebereich tiefer im Chart. Die Elliott-Wellen deuten auf eine laufende Welle-4-Korrektur hin, wodurch nach deren Abschluss wieder Chancen auf eine neue Aufwärtsphase entstehen könnten.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 66,4 Milliarden €.
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