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Rheinmetall-Aktie bricht -16% ein – 1.000-€-Marke gefallen!

Alarmstufe Rot
Die Rheinmetall-Aktie steht aktuell rund -16% im Minus. Auslöser war ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, wonach Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius das geplante F126-Fregattenprojekt nicht weiterverfolgen und stattdessen auf ein alternatives Modell von TKMS setzen könnte. Die Nachricht löste einen regelrechten Ausverkauf bei Rheinmetall aus, während die TKMS-Aktie gleichzeitig rund +10% zulegen konnte. Für zusätzliche Verunsicherung sorgen Befürchtungen, dass Rheinmetall dadurch einen milliardenschweren Auftrag verlieren könnte. Wie es für den Kurs der Aktie nun weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie

Die Rheinmetall-Aktie steht gerade rund -16% im Minus verliert dabei die psychologisch wichtige Marke von 1.000 €. Damit ist der aktuelle Abwärtstrend mittlerweile kanpp -52% stark. Zuletzt konnte der Kurs des Rüstungskonzerns nur noch tiefere Hochs ausbilden. Die nächste strukturelle Unterstützung liegt zwischen 930 € und 968 €.

Lesen Sie dazu auch den fundamental-analytischen Artikel von meinem Kollegen Peter Wolf-Karnitschnig: Rheinmetall-Aktie -15%: Ist sie jetzt das ultimative Schnäppchen?

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die schlechten Nachrichten rund um das geplante F126-Fregattenprojekt lösten Panik bei den Anlegern aus. Die fehlenden Unterstützungen im Chartbild, aufgrund des steilen Anstiegs zuvor, erledigten den Rest. Sollte auch der nächste Supportbereich fallen, könnte es noch deutlch tiefer gehen.

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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 26 Punkten, leicht in der überverkauften Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Der MACD zeigt ebenfalls ein Verkaufssignal.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell pessimistisch. Der RSI hat bereits ein bärisches Crossover ausgebildet, was auf kurz- bis mittelfristig weiter fallende Kurse für die Rheinmetall-Aktie hindeutet. Für den MACD gilt Selbiges. Im Wochenchart war die Verkaufssignale in den Indikatoren bereits seit einigen Wochen sichtbar.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

Elliott-Wellen

Für die Leser meiner früheren Artikel zur Rheinmetall-Aktie kommt der massive Abverkauf nicht überraschend, denn diese Bewegung war erwartet. Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch nach dem starken Anstieg bis 2.008 € befindet sich die Aktie aktuell in einer ausgedehnten Korrekturphase der Welle 4. Diese Bewegung könnte sich auch noch weiter nach unten ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 859,80 € und dem 0,5er Retracement bei 343,80 €, wo eine Stabilisierung einsetzen könnte.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Solange der Kurs oberhalb von 343,80 € notiert, bleibt das übergeordnete bullische Szenario intakt. Nach Abschluss der aktuellen Korrektur könnte anschließend eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 starten. Bisher sind jedoch noch keine klaren Umkehrsignale erkennbar, weshalb mit weiterem Verkaufsdruck gerechnet werden sollte.

ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 46,46 Milliarden €.

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Fazit

Die Rheinmetall-Aktie steht nach dem massiven Kurseinbruch vor einer entscheidenden Phase. Der Bruch der Marke von 1.000 € sowie die klaren Verkaufssignale bei RSI und MACD sprechen kurzfristig für anhaltenden Abwärtsdruck. Gleichzeitig zeigt die überverkaufte Lage im RSI, dass jederzeit technische Gegenbewegungen möglich bleiben.

Aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie weiterhin in einer größeren Welle-4-Korrektur, deren Ende noch nicht eindeutig erkennbar ist. Der Bereich zwischen 859,80 € und 343,80 € bleibt dabei die zentrale Zone für eine mögliche Stabilisierung. Solange keine klaren Umkehrsignale auftreten, überwiegen jedoch die Risiken. Erst nach Abschluss der laufenden Korrektur könnte die Grundlage für eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung einer Welle 5 geschaffen werden.