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Workday-Aktie: Ist der Markt zu pessimistisch?

Comeback möglich
Redaktion
Die Workday-Aktie hat seit letztem Jahr deutlich an Bewertung verloren. Während Investoren früher hohe Wachstumsaufschläge zahlten, dominieren heute Sorgen über eine nachlassende Dynamik und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Doch dadurch ergeben sich erheblich Chancen.

Solides Quartal trotz geringerer Wachstumsraten

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Workday ein Wachstum der Aboerlöse von zwölf bis 13 Prozent. Das liegt unter den früheren Raten, bleibt für einen Softwarekonzern aber solide.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 13,5 Prozent auf 2,54 Milliarden US-Dollar, die Aboerlöse legten um 14,3 Prozent auf 2,35 Milliarden US-Dollar zu. Der Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate wuchs um 15,5 Prozent, während der freie Cashflow um 46 Prozent auf 616 Millionen US-Dollar sprang.

Mit einem Kurs von 140 US-Dollar wird die Aktie nur mit weniger als dem 14-fachen des erwarteten Gewinns für 2027 beziehungsweise dem 12-fachen für 2028 bewertet. Angesichts wiederkehrender Erlöse und einer Kundenbindungsquote von 97 Prozent erscheint das günstig.

Übrigens: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

Künstliche Intelligenz eröffnet zusätzliche Chancen

Agentic AI entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber. Der Wert neuer KI-Verträge stieg im ersten Quartal um mehr als 200 Prozent, zudem nutzen inzwischen über 4.000 Kunden mindestens einen KI-Agenten von Workday.

Praxisbeispiele zeigen den Nutzen. Unternehmen sparen mit den KI-Lösungen Millionenbeträge und beschleunigen Prozesse wie Vertragsanalysen oder die Personalgewinnung deutlich. Dank der engen Verzahnung mit Personal-, Finanz- und Unternehmensdaten besitzt Workday einen Wettbewerbsvorteil gegenüber eigenständigen KI-Anwendungen.

Plattformstrategie stärkt Marktposition

Neben Personalsoftware baut Workday seine Plattform für Finanzmanagement, Daten und KI kontinuierlich aus. Mehr als 80 Millionen Nutzer und über 65 Prozent der Fortune-500-Unternehmen arbeiten inzwischen mit der Software.

Mit dem neuen Agent System of Record will Workday künftig auch KI-Agenten anderer Anbieter verwalten. Dadurch könnte sich das Unternehmen als zentrale Steuerungsplattform für Unternehmens-KI etablieren.

Gewinne wachsen schneller als der Umsatz

Während sich das Umsatzwachstum verlangsamt, steigen Margen und Gewinne weiter. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 31,8 Prozent, für das Gesamtjahr werden 3,18 Milliarden US-Dollar freier Cashflow erwartet.

Zusätzlichen Rückenwind liefern umfangreiche Aktienrückkäufe. Allerdings fällt die aktienbasierte Vergütung weiterhin hoch aus und schmälert die tatsächliche Ertragskraft.

Diese Risiken bleiben

Das größte Risiko ist eine weitere Abschwächung des Wachstums. Zudem wächst der gesamte Auftragsbestand langsamer als der kurzfristige. Auch bleibt offen, wie stark künstliche Intelligenz künftig tatsächlich zu den Umsätzen beiträgt.

Hinzu kommt die hohe aktienbasierte Vergütung, die einen deutlichen Unterschied zwischen bereinigten und tatsächlichen Gewinnen verursacht.

ℹ️ Workday in Kürze

  • Workday (WKN: A1J39P) ist ein US-amerikanischer Anbieter von cloudbasierter Unternehmenssoftware mit Sitz in Pleasanton in Kalifornien.
  • Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, komplexe Geschäftsprozesse in einer einzigen, zentralen Plattform zusammenzuführen.
  • Kernmodule von Workday sind die Personalverwaltung, das Finanzwesen und die Unternehmensplanung.
  • Seit 2025 setzt Workday massiv auf KI-Agenten, die Aufgaben wie die Terminplanung für Vorstellungsgespräche oder komplexe Datenanalysen autonom erledigen können.
  • Das Unternehmen ist Mitglied im Nasdaq 100 und ca. 35 Milliarden US$ wert.

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Redaktion

Fazit

Die niedrige Bewertung spiegelt bereits viele Risiken wider. Sollte Workday sein KI-Geschäft erfolgreich ausbauen und die Profitabilität weiter steigern, besitzt die Aktie aus heutiger Sicht zu Kursen um 140 US-Dollar durchaus attraktives Aufwärtspotenzial.

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