Kurz vor 8 Uhr morgens klebten sich am Pariser Platz in Berlin rund 40 Aktivisten auf den Boden, direkt in einem Durchgang zur Ebertstraße am Brandenburger Tor. Mit dabei war auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Organisiert wurde die Aktion von der Gruppe "Peacefully against Genocide", die nach eigenen Angaben mehr als 30 Teilnehmer zählte, während die Polizei von rund 40 Personen sprach.
Protest gegen Rheinmetall und den Gazakrieg
Das Ziel der Protestaktion war klar: Rheinmetall. Die Gruppe richtete sich gegen ein Rheinmetall-Werk im Berliner Ortsteil Wedding, gegen den Gazakrieg und gegen den Einsatz deutscher Waffen in Kriegsgebieten. Etwa 70 Polizeikräfte waren vor Ort. Der Kleber war noch nicht vollständig getrocknet, was den Einsatzkräften half, die Aktivisten zügig vom Boden zu lösen. Danach wurden die Identitäten festgestellt und Platzverweise erteilt. Bis 9.30 Uhr verlief die Aktion laut Polizeisprecher friedlich.
Was bedeutet das für die Rheinmetall-Aktie?
Derartige Protestaktionen haben meiner Meinung nach kurzfristig kaum messbare Auswirkungen auf den Aktienkurs. Der Markt bewertet Rheinmetall weiter nach Auftragslage, Rüstungsbudgets und geopolitischen Entwicklungen. Solange die Nachfrage nach Rüstungsgütern in Europa hoch bleibt und Regierungen ihre Verteidigungsausgaben ausbauen, dürfte der Konzern davon profitieren. Reputationsrisiken durch öffentliche Proteste könnten jedoch langfristig das Image belasten und politischen Druck erzeugen, der theoretisch regulatorische Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
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