SK Hynix-Aktie: Nvidia-Deal befeuert den Kurs
Da rollt etwas Großes an
Südkorea und die USA vereinen ihre Kräfte. Am Wochenende hat Südkorea beim KI-Gipfel in San Francisco ein Investitionspaket von insgesamt 950 Milliarden US$ verkündet. Kern davon: Die SK Group unterzeichnete Verträge über 750 Milliarden US$, darunter eine Partnerschaft mit Nvidia im Volumen von mehr als 500 Milliarden US$. Diese beinhaltet einen langfristiger Rahmenvertrag zur Belieferung mit HBM-Speicherchips inklusive gemeinsamer Entwicklung des kommenden HBM4-Standards.
Ergänzend im Paket wurde ein separater Liefervertrag mit Microsoft vereinbart und eine Absichtserklärung zwischen SK Telecom und Anthropic für Gigawatt-Rechenzentren.
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Aus der Vogelperspektive
Bemerkenswert war ein Satz von SK-Group-Chairman Chey Tae-won: Kunden fragten inzwischen deutlich mehr Speicher nach, als selbst Nvidias eigene Fünf-Jahres-Prognose vorsehe.
Doch die Börse ist nicht mehr so heiß, wie sie es einst war. Wenn man das ganze aus der Vogelperspektive und einem Blick in die Vergangenheit betrachtet, dann fällt auf, dass die Börse abgekühlt ist. Während der Kurssprung Ende Januar, als SK Hynix einen Deal mit Microsoft verkündet hat, bei rund +8 bis 9% lag, fällt die Reaktion heute deutlich kühler aus mit einem Kursanstieg von +5%.
Kommende Zahlen sollen TSMC übertreffen
Am 29. Juli legt SK Hynix seine Q2-Zahlen vor, und der Analystenkonsens ist unfassbar: rund 84 Billionen Won Umsatz (+278,6% zum Vorjahr) und ein operativer Gewinn von etwa 64 Billionen Won – fast das Siebenfache des Vorjahreswerts wird erwartet.
Die operative Marge dürfte bei 75 bis 77% liegen und läge damit erstmals über der von TSMC, die zuletzt 60% auswies. Ganze sechs Broker-Häuser haben ihre Kursziele angehoben. Trotzdem notiert die Aktie rund -38% unter ihrem Juni-Hoch, ein Beweis, dass der Halbleiterzyklus keine Erfindung ist. Die fundamentale Story läuft der Kursrealität voraus, weil der Markt bereits die nächste Frage stellt.
Wie lange hält der Boom noch an, bevor Überkapazitäten die Preise drücken?
Tokenisierte Aktien: Das Krypto-Fieber greift über
Dass das Interesse an der südkoreanischen Chi-Maschinerie längst über klassische Börsen hinausschwappt, zeigt der Krypto-Markt: Das Handelsvolumen tokenisierter SK-Hynix-Aktien hat die Marke von 100 Milliarden Won (über 70 Mio. US$) überschritten. Auf Plattformen wie xStocks oder über Telegram-Wallets können mittlerweile auch Anleger ohne koreanisches oder US-Depot am Kursgeschehen teilhaben. Das zeigt, wie global die Nachfrage nach diesem Namen nach wie vor ist.
ℹ️ SK Hynix in Kürze
- SK Hynix (WKN: 909110) mit Hauptsitz im südkoreanischen Icheon ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips und ein technologischer Pionier der Halbleiterindustrie.
- Das Unternehmen ist der globale Marktführer im Bereich von Hochgeschwindigkeits-Speicherchips (High Bandwidth Memory – HBM), die als unverzichtbare Schlüsselkomponente in KI-Beschleunigern von Branchenriesen wie Nvidia zum Einsatz kommen.
- Die Aktie ist neben dem jüngsten ADR-Listing an der US-Börse Nasdaq, auch an der koreanischen Börse in Seoul gelistet (KOSPI-Index) derzeit rund 768 Milliarden US$ schwer.
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Fazit
Für mich ist SK Hynix trotz hoher Volatilität und zunehmend teurerer Bewertung ein strategischer Pflichtkauf. Dass die Chippreise bis 2027 weiter steigen, steht so fest wie der morgige Sonnenaufgang. Die 750-Milliarden-Verträge sind kein Strohfeuer, sondern mehrjährige Abnahmezusagen der wichtigsten KI-Kunden der Welt. Die erwartete Marge oberhalb von TSMC klingt realistisch. Der Kursrutsch nach dem jüngsten Nasdaq-Listing kommt ganz gelegen, um jetzt nochmal einzusteigen.
Falls der Einzelwert keine Option für Dich ist, empfehle ich einen ETF auf Südkorea, in dem auch Samsung drin ist. So hat man gleich beide Werte zu einem niedrigeren Preis als die Aktien derzeit notieren.
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Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.