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Netflix-Aktie im freien Fall: Warum die Käufer verschwunden sind

Anleger bleiben vorsichtig
Die Netflix-Aktie gehört 2026 bislang zu den schwächeren großen Technologiewerten. Trotz weiterhin solider Geschäftszahlen befindet sich der Kurs seit Monaten im Abwärtstrend. Viele Anleger stellen sich deshalb die Frage, warum die Aktie trotz steigender Umsätze und hoher Cashflows so deutlich unter Druck geraten ist.

Warum die Netflix-Aktie aktuell verkauft wird

Der jüngste Abverkauf bei Netflix lässt sich nur bedingt mit der operativen Entwicklung des Unternehmens erklären. Vielmehr scheint der Markt zunehmend Zweifel daran zu haben, wie stark Netflix in den kommenden Jahren noch wachsen kann. Nach Jahren hoher Wachstumsraten und einer starken Kursentwicklung liegen die Erwartungen vieler Investoren weiterhin auf einem hohen Niveau.

Zwar entwickelt sich das Geschäft nach wie vor solide, doch insbesondere der vorsichtige Ausblick sorgte zuletzt für Zurückhaltung. Anleger richten ihren Blick zunehmend auf die Frage, welche Wachstumstreiber die nächste Phase des Unternehmens prägen sollen. Das Werbegeschäft gilt zwar weiterhin als wichtige Chance, bislang reicht dies jedoch nicht aus, um neue Euphorie am Markt auszulösen.

Hinzu kommt das aktuelle Marktumfeld. Viele Investoren konzentrieren sich derzeit auf Unternehmen mit besonders hohen Wachstumsraten oder klaren KI-Fantasien. Netflix wird dagegen zunehmend als reifer Technologiekonzern wahrgenommen. Das bedeutet zwar nicht automatisch schlechtere Geschäftszahlen, führt jedoch dazu, dass Anleger bei der Bewertung deutlich kritischer geworden sind. Diese Entwicklung spiegelt sich aktuell auch im Kursverlauf wider.

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Diese Kurszonen werden jetzt wichtig

Wer sich das Volumenprofil anschaut, erkennt schnell, warum Netflix aktuell keinen einfachen Stand hat. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten eine Unterstützung nach der anderen verloren. Viele Bereiche, die früher Halt gegeben haben, spielen inzwischen keine Rolle mehr.

Der Blick fällt nun vor allem auf den Bereich um 93 US$. Dort liegt aktuell der Point of Control, also die Preiszone, in der in den vergangenen Monaten die meiste Aktivität zwischen Käufern und Verkäufern stattgefunden hat. Dort dürfte es für die Aktie bei einer Erholung schwierig werden. Viele Anleger sitzen in diesem Bereich auf Positionen und könnten steigende Kurse nutzen, um wieder aus dem Markt auszusteigen. Das Problem für die Käufer ist momentan recht offensichtlich. Die relevanten Volumenzonen befinden sich fast ausschließlich oberhalb des aktuellen Kurses. Mit jedem Anstieg läuft Netflix daher direkt in neue Widerstandsbereiche hinein.

Auf der Unterseite bleibt die Zone um 70 US$ übrig. Dort liegt die Value Area Low und damit die letzte größere Unterstützungsregion innerhalb des aktuellen Volumenprofils. Nachdem bereits zahlreiche Unterstützungen aufgegeben wurden, dürfte dieser Bereich für viele Marktteilnehmer nun im Mittelpunkt stehen. Aktuell wirkt das Chartbild daher weiterhin angeschlagen. Eine technische Gegenbewegung ist jederzeit möglich, für eine echte Trendwende müssten die Käufer aber zunächst zeigen, dass sie die Bereiche oberhalb des aktuellen Kurses wieder zurückerobern können.

Netflix-Aktie auf TradingView

ℹ️ Netflix in Kürze

  • Mit über 300 Millionen Kunden ist Netflix (WKN: 552484) der weltgrößte Streaming-Anbieter für Filme und Serien.
  • Das 1997 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz im kalifornischen Los Gatos.
  • Netflix ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500. Mit einem Börsenwert von ca. 307 Milliarden US$ zählt Netflix zu den 25 wertvollsten Unternehmen der Welt.

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Fazit

Die Netflix-Aktie befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Wachstumssorgen und die zuletzt schwache Kursentwicklung sorgen dafür, dass viele Anleger aktuell zurückhaltend bleiben. Gleichzeitig zeigt das Volumenprofil, dass wichtige Widerstandsbereiche oberhalb des aktuellen Kurses liegen. Für eine nachhaltige Erholung müssen die Käufer daher zunächst verlorenes Terrain zurückgewinnen.