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ARM-Aktie: Ist sie der zukünftige Nvidia-Killer?

Vom Partner zum Wettbewerber

Die ARM-Aktie ist dieser Tage im Aufwind. In den vergangenen fünf Handelstagen legte der Kurs des britischen Chipdesigners um über +12. % zu. Entwickelt sich ARM still und heimlich zu einer Gefahr für Nvidia oder sind die Sorgen übertrieben?

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stock.adobe.com/AlexZel

Eine komplexe Beziehung

Das Verhältnis zwischen ARM und Nvidia ist eine der komplexesten „Frenemy“-Beziehungen (Friend & Enemy) der gesamten Technologiebranche. Nvidia ist gegenwärtig einer der wichtigsten Lizenznehmer von ARM. Ohne ARM gäbe es viele der aktuellen Nvidia-Erfolge nicht.

Nvidias eigene Hochleistungs-CPUs für Rechenzentren (wie der aktuelle Vera-Chip) basieren auf der ARM-Architektur. Auch in den KI-Supercomputern von Nvidia arbeiten ARM-CPUs Hand in Hand mit Nvidia-GPUs.

Vom Partner zum Wettbewerber

Seit dem Börsengang im Jahr 2023 wandelt sich ARM jedoch zunehmend von einem Partner zu einem Wettbewerber von Nvidia. ARM verfolgt das erklärte Ziel, nicht mehr nur Baupläne für Chipdesigns zu liefern und dafür Lizenzgebühren zu kassieren, sondern fertige Teillösungen zu entwickeln, die direkt mit Nvidias Angeboten konkurrieren.

ARM greift mit seinen Neoverse-Designs den Markt für Server-Prozessoren an. Hyperscaler wie Amazon oder Microsoft nutzen ARM-Designs, um eigene Chips zu bauen, anstatt fertige CPU-Lösungen von Nvidia zu kaufen. Zudem führt ARM mit dem neuen Neural Super Sampling noch in diesem Jahr eine eigene KI-Upscaling-Technologie ein, die direkt gegen Nvidias Technologie antritt.

Die wahrscheinlich größte Wettbewerbsgefahr für Nvidia geht jedoch von ARMs Fortschritten im Bereich der KI-Beschleuniger aus. Der Chipdesigner entwickelt zunehmend Funktionen für KI-Workloads direkt auf der CPU, die die GPUs von Nvidia zumindest teilweise obsolet machen.

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Ein größeres Stück vom KI-Kuchen

ARM will sich damit in Zukunft ein viel größeres Stück vom KI-Kuchen abschneiden. Und dieser Kuchen ist bekanntermaßen sehr, sehr groß.

Die britische Großbank HSBC hat die strategische Neuausrichtung von ARM kürzlich als „Gamechanger“ bezeichnet und das Kursziel der ARM-Aktie von 90 auf 205 US$ mehr als verdoppelt. Die HSBC sieht damit ein Upside von +50% für die Aktie.

Nach Meinung der britischen Bank wächst der Markt für Server-CPUs extrem dynamisch. Im laufenden und im kommenden Jahr rechnen die Analysten mit einem Zuwachs von je rund 20%. Besonders agentenbasierte KI erhöht die Nachfrage nach leistungsfähigen Serverchips massiv.

Mit seiner neuen v9-Architektur sowie der Plattform Neoverse ist ARM extrem stark aufgestellt, um von diesem Wachstum zu profitieren. Große Cloud-Anbieter greifen verstärkt auf diese Chipdesigns zurück und gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Rechenkerne in den CPUs. Beides Wasser auf die Mühlen der Lizenzerlöse von ARM.

Die HSBC rechnet damit, dass die Lizenzumsätze von ARM mit Serverchips bis 2031 auf rund 4 Milliarden US$ steigen werden. Zur besseren Einordnung: Das ist der Gesamtumsatz des Unternehmens im vergangenen Jahr.

Der Trend zeigt nach oben

Die ARM-Aktie befindet sich seit Anfang Februar in einer Aufwärtsbewegung und ging am gestrigen Montag auf einem neuen 3-Monatshoch aus dem Handel. Sollte nun auch das Zwischenhoch bei 142 US$ fallen, darf man von einem nachhaltigen Aufwärtstrend sprechen.

Mehr als nur Lizenzeinnahmen

Für mich ist die ARM-Aktie einer der heißesten Wachstumswerte der gesamten Technologiebranche. Die Briten, die mit ihren Chipdesigns bereits die Welt der Smartphones dominieren, möchten sich in Zukunft nicht länger mit Lizenzerlösen zufrieden geben.

Vielmehr wollen sie wie Nvidia durch den Verkauf von Chips Milliardenumsätze generieren. Statt Lizenzgebühren im hohen zweistelligen bzw. niedrigen dreistelligen Bereich könnte ARM in Zukunft vierstellige Erlöse pro Chip erwirtschaften.

ARM als zukünftigen Nvidia-Killer zu bezeichnen, ist in der Tat ein wenig vermessen. Aber der Chipdesigner hat derzeit zweifellos die besseren Wachstumsperspektiven.

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ℹ️ ARM vorgestellt

  • ARM (WKN: A3EUCD) ist ein britisches Unternehmen mit Sitz in Cambridge, welches das Design von RISC-Prozessoren entwickelt.
  • Die ARM-Chiparchitektur wird von fast allen Chipherstellern weltweit übernommen.
  • Während einige Unternehmen die Chipdesigns von ARM lizenzieren, entwickeln andere auf Basis der ARM-Architekturlizenz eigene Prozessordesigns (darunter Apple, Qualcomm und Samsung).
  • ARM ging im September 2023 an die Börse, ist jedoch mehrheitlich im Besitz der japanischen Softbank.
  • ARM ist Mitglied des Nasdaq 100-Index und aktuell mit rund 145 Milliarden US$ bewertet.

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