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Evotec-Aktie mit -11% Einbruch – Panik nimmt weiter zu

Bären haben Kontrolle

Die Evotec-Aktie ist gestern -10,63% eingebrochen und geriet damit erneut massiv unter Druck. Nach einer zuvor kurzfristigen Stabilisierung verschlechterte sich das Chartbild wieder, während wichtige Unterstützungszonen zunehmend in den Fokus rücken. Besonders die hohe Dynamik des Abverkaufs sorgt aktuell für neue Unsicherheit im Trendverlauf. Nun richtet sich der Fokus auf die Frage, ob eine technische Gegenbewegung gelingt oder sich die laufende Korrektur weiter beschleunigt.

Chartanalyse zur Evotec-Aktie

Die Evotec-Aktie geriet am Mittwoch deutlich unter Druck, nachdem das Unternehmen eine Wandelanleihe über 125 Millionen € platziert hatte. Belastend wirkten dabei vorwiegend der mögliche Verwässerungseffekt durch neue Aktien sowie Absicherungsgeschäfte und mögliche Leerverkäufe institutioneller Marktteilnehmer. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Im Wochenchart der Evotec-Aktie zeigt sich nach der Top-Formation weiterhin ein bärisches Gesamtbild. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation wurde nach unten aufgelöst und bestätigte den Abwärtstrend. Zuletzt stabilisierte sich der Kurs im Supportbereich und legte von dort rund +46% zu. Die frühere Unterstützungszone zwischen 5,81 € und 6,57 € wurde klar gebrochen und fungierte zuletzt erneut als Widerstand.

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Evotec-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 39 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell weiter fallende Kurse hindeutet. Beim MACD ist hingegen ein bullisches Cross gelungen. Das Momentum ist jedoch noch verhalten, aber bullisch.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart wirken aktuell gemischt. Der RSI hat auf Wochenbasis ein bärisches Crossover ausgebildet. Der MACD hält seinen bullischen Cross. Das Momentum spricht eher für eine anhaltende Schwäche.

Elliott-Wellen

Im Wochenchart der Evotec-Aktie zeigt sich eine klare bärische Gesamtstruktur. Seit der Topbildung im November 2021 befindet sich der Kurs in einer anhaltenden, impulsiven Abwärtsbewegung in fünf Wellen.

Dabei könnte der erste Abwärtsimpuls in Form einer Welle 1 bereits beendet sein. Entsprechend wäre jetzt mit einer technischen Gegenbewegung in einer Welle 2 zu rechnen, bevor mit einer nachfolgenden Welle 3 erneut eine dynamische Abwärtsphase einsetzen könnte.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Der starke Anstieg zwischen Februar 2009 und November 2021 war lediglich korrektiver Natur (A-B-C-Bewegung). Die impulsive Abwärtsbewegung seither deutet darauf hin, dass langfristig mit neuen Allzeittiefs zu rechnen ist. Dennoch können Bärenmarkt-Rallys stark ausfallen, weshalb sich ein temporärer Einstieg lohnen könnte.

ℹ️ Evotec in Kürze

  • Evotec (WKN: 566480) mit Sitz in Hamburg ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung.
  • In Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit Biotech-Unternehmen und Pharmakonzernen weltweit erforscht und entwickelt Evotec Wirkstoffkandidaten für Therapieansätze in verschiedensten medizinischen Richtungen.
  • Evotec ist Mitglied im TecDAX und 850,71 Millionen € wert.

Fazit

Die Evotec-Aktie bleibt charttechnisch stark angeschlagen. Der RSI hat auf Wochenbasis ein bärisches Crossover ausgebildet und signalisiert weiter zunehmenden Verkaufsdruck. Zwar hält der MACD bislang noch ein bullisches Signal, das Momentum bleibt jedoch insgesamt schwach und spricht eher für anhaltende Unsicherheit.

Auch die Elliott-Wellen deuten weiterhin auf ein bärisches Gesamtbild hin. Nach der impulsiven Abwärtsbewegung könnte zwar kurzfristig eine technische Gegenbewegung in Welle 2 folgen, langfristig bleibt das Risiko weiterer Tiefs jedoch erhöht. Entscheidend wird nun, ob die Aktie erneut Stabilität im Supportbereich aufbauen kann.

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