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Rheinmetall-Aktie -45%: Über 40 Milliarden € Börsenwert weg

Droht jetzt der Rutsch unter 1.000 €...

Die letzten Handelswochen waren für die erfolgsverwöhnten Aktionäre der Rheinmetall-Aktie ein pures Desaster. Vom Allzeithoch haben die Papiere bereits rund -45% verloren. Entsprechend drängt sich die Frage auf, ob der laufende Ausverkauf nun vor seinem Ende steht. Neben der folgenden charttechnischen Beschau liefern auch die Analysen meiner Kollegen Alex Hirschler von gestern sowie Rudolf Schneider von heute weitere Aufschlüsse.

Offene Kurslücken wirken anziehend

Nach einem Kursverlust von rund -45% könnte man meinen, die Talfahrt müsse langsam ihrem Ende entgegengehen. Und tatsächlich findet sich im aktuellen Bereich eine heute angelaufene Unterstützungszone mit möglichem Stabilisierungscharakter.

Allerdings darf nicht übersehen werden, dass aus dem Jahr 2025 noch zwei große Kurslücken offen sind. Diese könnten eine nicht unerhebliche Anziehungskraft entfalten und die Aktie im negativen Fall sogar wieder unter die Marke von 1.000 € je Anteilsschein zurückführen.

Rüstung und Rohstoffe bleiben dennoch gefragt: Wer von der immensen Rohstoffnachfrage sowie der weltweiten Aufrüstung profitieren will, findet in 1 ein US-gefördertes Unternehmen und eine Silber-Aktie mit Multibagger-Potenzial.

Zur Signallage

Quelle Chart: stock3

Bei 1.122 € findet sich eine leichte horizontale Unterstützung aus dem Jahr 2025. Diese konnte im März ein Zurücklaufen der Kurse infolge des zuvor entstandenen Up-Gaps verhindern, woraufhin die Aktie weiter bis zum Allzeithoch knapp über 2.000 € anzog.

Folglich besteht aktuell ausgehend von 1.122 € eine interessante Reaktionsmöglichkeit. Sollten die Käufer hier tatsächlich erhöhtes Interesse zeigen, könnte die Aktie einen schnellen Schub in Richtung des Widerstands bei 1.318 € starten. Dort müsste sich allerdings bereits zeigen, ob es sich nur um eine korrektive Erholung handelt oder doch um die Rückkehr zur vorherigen Stärke.

Andererseits hat sich seit dem gescheiterten Versuch, das Allzeithoch zu überwinden, ein klarer Abwärtstrend etabliert. Eine Aufgabe der Unterstützung bei 1.122 € per Wochenschluss dürfte daher weitere Verluste auslösen. In diesem Ausdehnungsfall wären deutlich tiefere Kurse bis 930 € sowie darunter bis 725,60 € einzuplanen. Diese Marken leiten sich aus den offenen Kurslücken ab und besitzen charttechnisch einen klaren Anziehungscharakter.

Wir werden Rheinmetall in den kommenden Tagen und Wochen an dieser Stelle weiter engmaschig beobachten, sodass Sharedeals-Leser stets auf dem Laufenden bleiben.

In diesem Zusammenhang:
Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – 1 analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 54 Milliarden €.

Fazit

Die Rheinmetall-Aktie hat seit ihrem Rekordhoch nicht nur rund -45% an Kurswert eingebüßt, sondern auch mehr als 40 Milliarden € an Börsenwert verloren. Damit ist die laufende Korrektur längst mehr als eine normale Verschnaufpause. Umso wichtiger ist nun die Unterstützung bei 1.122 €. Erst eine klare Reaktion von diesem Niveau würde für Entspannung sorgen, während ein Wochenschluss darunter den Weg in Richtung 930 € und im negativen Fall sogar 725,60 € öffnen könnte.