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Rheinmetall & Renk-Aktie: Jetzt einsteigen oder zu spät?

Rüstungsaktien im Check

Rheinmetall und Renk bauen ihre Zusammenarbeit beim Schützenpanzer Lynx weiter aus. Der bestehende Rahmenvertrag wurde erweitert, nachdem der Kettenfahrzeug-Typ KF41 zunächst in Ungarn eingeführt wurde und nun in weiteren europäischen Streitkräften zum Einsatz kommen soll. Renk liefert dabei die Antriebslösungen, konkret Getriebe und Seitenvorgelege. Das Unternehmen ist also tief in die Lynx-Lieferkette integriert.

Operativ läuft es rund

Renk-CEO Michael Masur beschreibt die Kooperation als konsequente Fortführung einer bewährten Zusammenarbeit. Der KF41 Lynx gehöre zu den modernsten Kettenfahrzeugen weltweit. Und meiner Meinung nach ist genau das der Kern hier: Renk profitiert direkt von der wachsenden europäischen Nachfrage nach bodengebundenen Systemen, weil das Unternehmen als zuverlässiger Antriebsspezialist bereits fest in die Fahrzeugarchitektur eingebaut ist.

Analyst wird vorsichtiger bei Rheinmetall

Gleichzeitig gibt es Gegenwind von der Analystenfront. Jens-Peter Rieck von MWB Research hat seine Kaufempfehlung für Rheinmetall gestrichen und stuft den DAX-Titel nun mit "Hold" ein. Das Kursziel fiel von 1.400 € auf 1.150 €. Der Grund dafür ist ein wahrgenommener Strategieschub bei der NATO: mehr Mittel für Luftverteidigung, weitreichende Waffen, Drohnen und Überwachung, weniger Fokus auf klassische Landstreitkräfte. Das Projekt Arminius, ein Bundeswehr-Beschaffungsvorhaben, werde am Markt deutlich zu hoch bewertet, so Rieck.

Was bedeutet das für die Aktien

Rheinmetall und Renk kommen seit Monaten nicht so richtig in Schwung. Das Momentum fehlt. Operativ läuft es jedoch weiterhin stark, die Wachstumsdynamik ist enorm. Sollte die Bodenbildung gelingen, könnten beide Titel für geduldige Anleger interessant werden. Die Erweiterung des Lynx-Rahmenvertrags ist für Renk ein konkretes, planbares Auftragsvolumen in einem Segment, das europaweit wächst. Für Rheinmetall hingegen bleibt die Frage, wie stark sich die NATO-Schwerpunktverlagerung tatsächlich auf das Auftragsportfolio auswirken würde. Sollte der Fokus tatsächlich stärker auf Drohnen und Luftverteidigung umschwenken, könnte das die Wachstumserwartungen für das klassische Landfahrzeug-Geschäft mittelfristig dämpfen.

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