Doppelter Öl-Preisschock: Raffinerie-Krise & Preisdruck – diese Aktien könnten profitieren
Die Öl- und Spritpreise geraten gleich von mehreren Seiten unter Druck. Angriffe auf Raffinerien haben die Verarbeitungskapazitäten teilweise empfindlich getroffen und damit vor allem die Märkte für Benzin und Diesel belastet. Gleichzeitig zieht inzwischen auch der Preis für Rohöl wieder an. Für Verbraucher bedeutet das eine denkbar ungünstige Kombination – für einige Unternehmen könnte daraus dagegen ein lukrativer Rückenwind entstehen.
Raffinerien werden zum Engpass
Besonders die Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur zeigen, wie schnell aus einem Problem bei einzelnen Anlagen ein globaler Preistreiber werden kann. Beschädigte Raffinerien können weniger Rohöl zu Benzin, Diesel und anderen Produkten verarbeiten. Genau diese Verknappung treibt die Preise für raffinierte Produkte nach oben. In Europa haben die Ausfälle und Angriffe die Dieselpreise zuletzt sogar auf außergewöhnlich hohe Niveaus getrieben.
Das Problem ist dabei nicht nur die Menge des vorhandenen Rohöls. Entscheidend ist auch, wo es verarbeitet werden kann. Fallen wichtige Raffinerien aus, müssen andere Anlagen einspringen. Dafür werden zusätzliche Lieferungen über längere Transportwege notwendig – und die verfügbaren Kapazitäten werden entsprechend wertvoller.
Jetzt kommt auch noch der Ölpreis dazu
Als wäre das nicht genug, steigt nun auch der Rohölpreis wieder. Geopolitische Risiken und die Unsicherheit über die Versorgung aus dem Nahen Osten sorgen für zusätzliche Nervosität am Markt. Brent kletterte zuletzt wieder deutlich nach oben, während die Sorge vor weiteren Störungen der globalen Lieferketten anhält.
Damit treffen zwei Entwicklungen aufeinander: Weniger Raffineriekapazität verteuert die fertigen Kraftstoffe, während ein höherer Rohölpreis zusätzlich die Kostenbasis erhöht. Für Autofahrer und Unternehmen mit hohem Energieverbrauch ist das eine unangenehme Mischung.
Wo entstehen jetzt die Chancen?
Für Anleger sieht die Situation allerdings anders aus. Steigende Öl- und Kraftstoffpreise können die Erträge ausgewählter Energieunternehmen deutlich verbessern. Besonders interessant sind dabei Unternehmen, die entweder selbst Öl und Gas fördern oder von höheren Raffineriemargen und einer angespannten Energieversorgung profitieren.
Während der Preisschock für Verbraucher also zur Belastung wird, könnte er für bestimmte Unternehmen zum Geschäft werden. Welche drei Aktien besonders stark von der aktuellen Öl- und Raffinerie-Krise profitieren könnten, zeigen wir dir nach der Freischaltung.
Diese Aktien könnten profitieren.
Valero profitiert besonders direkt von knappen Raffineriekapazitäten. Steigende Margen bei Benzin und Diesel können die Erträge des großen US-Raffineriekonzerns deutlich steigern.
ExxonMobil verbindet Öl- und Gasförderung mit einem großen Raffineriegeschäft. Dadurch kann der Konzern sowohl vom höheren Ölpreis als auch von starken Produktmargen profitieren.
Zur Analyse vom 4. Aug. 2026 →Als stark auf die Öl- und Gasförderung fokussierter Konzern profitiert ConocoPhillips besonders unmittelbar von steigenden Rohölpreisen und höheren Erlösen je gefördertem Barrel.
Zur Analyse vom 9. Dez. 2024 →