SAP-Aktie nach Halbierung – jetzt die Trendwende?

Bodenbildung läuft
Die SAP-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch zeitweise mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren und befindet sich damit an einem charttechnisch entscheidenden Punkt. Nach der kräftigen Korrektur hoffen Anleger nun auf eine nachhaltige Trendwende. Entscheidend wird sein, ob die Käufer wichtige Unterstützungszonen verteidigen und damit den Grundstein für eine Erholung legen können, oder ob der Abwärtstrend weiter anhält. Wie es für den Kurs der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur SAP-Aktie

Der SAP-Kurs konnte vom lokalen Tief zwischenzeitlich um knapp +11% zulegen. Zuvor wurde der SAP-Kurs an der Oberkante des abfallenden Trendkanals erneut abgelehnt und fiel zurück. Sollte diese beim nächsten Anlauf nach oben durchbrochen werden, würde sich das Chartbild wieder aufhellen.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Kurz vor dem Unterstützungsbereich zwischen 119 € und 129 € gelang dem SAP-Kurs die Trendwende. Bisher ist es noch zu früh, um von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen. Ein Ausbruch über den abfallenden Trendkanal könnte jedoch ein erstes Indiz darstellen, dass eine solche Trendwende ankündigt.

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SAP-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 38 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchstoßen, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist. Auch beim MACD ist ein bullisches Cross gelungen, obgleich das Momentum wieder rückläufig ist.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit bullische Signale. Der RSI hat bereits den Cross vollzogen und der MACD folgte leicht versetzt. Zudem zeigt der RSI auf Wochenbasis eine bullische Divergenz, was auf eine mögliche Trendwende hindeuten könnte. Das Momentum bleibt bisher jedoch vergleichsweise schwach.

Elliott-Wellen

Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch die Länge und Tiefe der aktuellen Bewegung sprechen eher für den Beginn einer größeren A-B-C-Korrektur. Nach dem impulsiven Anstieg der Welle 3 bis 283,50 € befindet sich die Aktie derzeit in einer ausgedehnten Welle 4.

Diese Korrektur könnte sich noch weiter ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt dabei zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 128,40 € und dem 0,5er Retracement bei 53,00 €, in dem eine Stabilisierung einsetzen könnte.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

In einem Alternativszenario könnte die Welle 4 (hier röm. iv) in Kürze abgeschlossen sein und der Kurs könnte sich auf direktem Wege zu neuen Allzeithochs befinden. Allerdings war die Korrektur verglichen mit der Korrektur der Welle 2 (hier röm ii) zeitlich sehr kurz.

Solange der Kurs über der Marke von 53,00 € notiert, bleibt das bullische Szenario bestehen. In diesem Fall könnte sich nach Abschluss der aktuellen Korrektur eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 entfalten.

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
  • Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 164,3 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.

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Fazit

Die SAP-Aktie zeigt nach der Halbierung erste Stabilisierungstendenzen. RSI und MACD haben auf Wochenbasis bullische Signale geliefert, während die bullische Divergenz im RSI auf eine mögliche Trendwende hindeutet. Eine Bestätigung steht jedoch noch aus, da das Momentum weiterhin verhalten bleibt.

Aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie wahrscheinlich in einer übergeordneten Welle 4. Gelingt der Ausbruch über den fallenden Trendkanal, könnte dies den Start einer nachhaltigen Erholung markieren. Solange die Marke von 53,00 € hält, bleibt das langfristig bullische Szenario intakt.