Amonty, Deutsche Bank oder Bayer: Wer überrascht im zweiten Halbjahr?

Kurzfristiges Multibagger-Potenzial
Redaktion
Während sich die internationalen Aktienmärkte auf hohem Niveau bewegen, rücken Einzeltitel mit besonderem Kurspotenzial stärker in den Fokus. Almonty Industries, Deutsche Bank und Bayer stehen dabei für drei völlig unterschiedliche Investmentstorys.

Almonty profitiert vom weltweiten Wettbewerb um kritische Rohstoffe und hat mit dem Produktionshochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Das Unternehmen könnte sich zu einem der wichtigsten Wolframlieferanten außerhalb Chinas entwickeln und damit von der steigenden Nachfrage aus der Rüstungs-, Halbleiter- und Hightech-Industrie profitieren. Gelingt der Hochlauf wie geplant, dürfte sich dies auch in einer deutlich verbesserten Ertragslage widerspiegeln.

Die Deutsche Bank hat ihre Restrukturierung weitgehend abgeschlossen und präsentiert sich heute deutlich profitabler als noch vor wenigen Jahren. Höhere Ausschüttungen, Aktienrückkäufe und eine solide Kapitalausstattung machen die Aktie insbesondere für Value-Investoren interessant. Allerdings bleibt das Geschäftsmodell stark von der Konjunktur und dem Zinsumfeld abhängig, sodass sich ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld auf die Gewinnentwicklung auswirken könnte.

Bayer setzt derweil auf eine Fortsetzung seiner Erholung. Nach Jahren, in denen die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten den Aktienkurs belasteten, hoffen Anleger auf eine schrittweise Entspannung der juristischen Risiken. Gleichzeitig arbeitet der Konzern daran, das Pharma- und Agrargeschäft wieder auf einen nachhaltigeren Wachstumspfad zu führen. Trotz der günstigen Bewertung bleiben die Rechtsrisiken jedoch ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor.

Fazit: Almonty mit dem größten Kurspotenzial?

Aus Anlegersicht bieten alle drei Werte Chancen, verfolgen jedoch unterschiedliche Investmentansätze. Die Deutsche Bank steht für Stabilität und attraktive Ausschüttungen, Bayer bleibt eine Turnaround-Spekulation. Das größte Wachstumspotenzial besitzt derzeit jedoch Almonty Industries. Der Übergang zum Produzenten, die geopolitische Bedeutung von Wolfram und die zunehmenden Bemühungen westlicher Staaten, ihre Rohstoffversorgung unabhängiger von China zu gestalten, könnten dem Unternehmen in den kommenden Jahren erheblichen Rückenwind verleihen.

Unser Geheimfavorit im zweiten Halbjahr

Abseits der großen Titel haben wir eine US-amerikanische Nano-Cap-Aktie identifiziert, deren Unterbewertung außergewöhnlich ist. Das schon kurzfristige Aufwärtspotenzial erscheint riesig, das Risiko nach unten begrenzt. Die Rede ist von Sonoma Pharmaceuticals.

Das an der Nasdaq handelnde Unternehmen entwickelt und produziert patentierte Produkte auf Basis seiner hauseigenen Microcyn-Technologie mit stabilisierter hypochloriger Säure (HOCl). Tatsächlich wird HOCI gerade zum Renner, insbesondere im Beauty-Segment.

Die Fakten in der Kurzfassung:

Klar ist: Wer bei Sonoma Pharmaceuticals nur auf den Aktienkurs blickt, könnte die vielleicht spannendste Entwicklung der vergangenen Quartale übersehen. Denn während das Unternehmen noch immer mit einer Marktkapitalisierung von nur 6 Millionen US-Dollar bewertet wird, verändert sich das operative Bild des kalifornischen Healthcare-Nischenplayers zunehmend zum Positiven.

Der Markt könnte kurz davorstehen, diese Diskrepanz zu erkennen.

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Kaum zu glauben: Cash deckt fast den gesamten Börsenwert

Es kommt nur äußerst selten vor, dass ein wachsendes Unternehmen an der Börse nahezu zum Wert seiner liquiden Mittel gehandelt wird. Genau das ist bei Sonoma derzeit der Fall.

Die jüngst abgeschlossene Kapitalerhöhung zu 1,35 US-Dollar je Aktie hat die Liquidität zusätzlich gestärkt und verschafft dem Management ausreichend Spielraum, den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Das Risiko einer kurzfristigen Finanzierungslücke ist damit deutlich gesunken.

Sollte das operative Geschäft wie zuletzt weiter zulegen, könnte diese außergewöhnlich niedrige Bewertung schnell zum Gesprächsthema am Markt werden.

Das Wachstum zieht plötzlich kräftig an

Noch spannender wird der Blick auf die Geschäftsentwicklung.

Im vergangenen Geschäftsjahr, das erst im März endete, legte der Umsatz um starke 37% auf 19,5 Millionen US-Dollar zu. Das Schlussquartal fiel sogar noch dynamischer aus: Hier beschleunigte sich das Wachstum auf beeindruckende 48%.

Annualisiert kommt Sonoma inzwischen auf einen Jahresumsatz von mehr als 22 Millionen US-Dollar – und das bei einem Börsenwert, der nur einem Bruchteil davon entspricht.

Für Value-orientierte Wachstumsinvestoren ist genau diese Konstellation häufig besonders interessant.

Der entscheidende Wendepunkt rückt näher

Noch wichtiger als das Umsatzwachstum ist jedoch die Profitabilität.

Denn genau hier scheint Sonoma inzwischen den operativen Hebel gefunden zu haben. Der EBITDA-Verlust konnte im vierten Quartal um 66% auf nur noch 0,2 Millionen US-Dollar reduziert werden.

Mit jedem weiteren Quartal steigender Erlöse wächst damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen schon bald den operativen Break-even erreicht.

Gerade bei kleinen Nano Caps kann dieser Schritt eine völlig neue Bewertung und damit einen Kursvervielfacher auslösen.

Management sendet ein deutliches Signal

Auch die Unternehmensführung blickt optimistisch nach vorne. So hieß es von CEO Amy Trombly zuletzt:

Wir sind überzeugt, dass die zunehmende Verbreitung von hypochloriger Säure in den Bereichen Gesundheitswesen, Konsumgüter und Wellness weiterhin bedeutende Chancen für Sonoma eröffnet. Unser Fokus liegt darauf, diese Chancen in nachhaltiges Wachstum und eine verbesserte Rentabilität umzusetzen.

Die Nachfrage nach den auf stabilisierter hypochloriger Säure (HOCl) basierenden Produkten entwickelt sich in mehreren Anwendungsbereichen positiv. Ob Wundversorgung, Dermatologie, Augenpflege oder Tiermedizin – Sonoma scheint in attraktiven Nischenmärkten zunehmend Fuß zu fassen.

Kommt die operative Dynamik auch in den kommenden Quartalen zum Tragen, dürfte sich die Aufmerksamkeit institutioneller und privater Investoren weiter erhöhen.

Jetzt könnte auch der Chart mitspielen

Fundamental verbessert sich die Ausgangslage – und aus charttechnischer Sicht baut sich gleichzeitig eine interessante Konstellation auf.

Nach einer längeren Bodenbildung nähert sich die Aktie wichtigen Widerstandsmarken. Gelingt hier ein nachhaltiger Ausbruch, könnten technische Anschlusskäufe folgen.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Aufgrund des geringen Börsenwerts und des überschaubaren Streubesitzes reichen bei Sonoma oft schon vergleichsweise kleine Kapitalzuflüsse aus, um den Kurs massiv zu bewegen.

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Redaktion

Fazit

Turnaround-Szenario, starkes Wachstum, ein Break-even in Sichtweite, eine gesicherte Finanzierung und eine Bewertung, die kaum höher ausfällt als die vorhandenen liquiden Mittel – selten kommen bei einer Aktie gleich mehrere Kurstreiber dieser Güte gleichzeitig zusammen.

Natürlich bleibt Sonoma Pharmaceuticals ein spekulatives Investment. Das Unternehmen muss den eingeschlagenen Weg nun mit weiteren starken Quartalen bestätigen. Genau darin liegt aber auch die Chance: Sollte der operative Turnaround gelingen und der Markt die fundamentalen Fortschritte honorieren, erscheinen eine deutliche Neubewertung der Aktie und Kurse um ein Vielfaches über den jetzigen schon bald durchaus möglich.

Unsere Börsenprofis hatten sich seinerzeit bereits zu Kursen unter 1,00 US$ mit Sonoma-Aktien eingedeckt. Mittlerweile scheint der große Ausbruch immer näher zu rücken. Schafft das Unternehmen den Sprung in die Profitabilität, wonach es derzeit aussieht, wären eine deutlich zweistellige Millionenbewertung Sonomas und damit Kurse von über 2,00 US$ nur logisch.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Sonoma Pharmaceuticals in signifikantem Umfang. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.