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Rheinmetall-Aktie -55%: Kurshalbierung reicht nicht?

Weiterhin im freien Fall
Was für ein Ausverkauf bei der Rheinmetall-Aktie! Für regelmäßige Leser von sharedeals.de kommt diese Entwicklung allerdings nicht völlig überraschend. Die sich zunehmend eintrübende Chartlage wurde hier zuletzt mit dem Titel „Droht jetzt die nächste Verkaufswelle?“ bereits zeitgerecht eingeordnet. Mit dem massiven Rückgang unter 1.000 € befindet sich der Rüstungstitel nunmehr im freien Fall.

Verkaufswelle schlägt voll durch

Der Bruch unter die Unterstützungszone von 1.177 bis 1.122 € war das entscheidende Warnsignal. Genau dort hätte die Rheinmetall-Aktie einen erneuten Stabilisierungsversuch starten müssen. Stattdessen folgte der direkte Durchschlag nach unten, inklusive eines Tagestiefs bei 900,20 €. Vom Rekordhoch bei 2.008 € entspricht das in der Spitze bereits einem Kursverlust von rund -55%.

Auch Rudolf Schneider hat die fundamentale Lage heute frisch eingeordnet: Rheinmetall-Aktie: Übertriebene Panik oder Beginn einer größeren Korrektur? Auslöser der aktuellen Verunsicherung ist die Absage des F-126-Fregattenprojekts. Zwar bleiben die langfristigen Rüstungsbudgets und der Auftragsbestand ein Thema, doch der Markt preist aktuell vor allem Enttäuschung, hohe Erwartungen und sinkende Risikobereitschaft ein.

Energie und Rohstoffe bleiben auch bei Rüstungsfirmen gefragt: Dabei fern von reiner Rüstung sogleich einmal auf das Thema im neuen exklusiven Report rund um Rohstoffe und der generellen Energiekrise als Börsenchance geschaut.

Zur Signallage

Quelle Chart: stock3

Mit dem Bruch der runden Marke von 1.000 € hat sich das Chartbild massiv verschlechtert. Die Aktie notiert inzwischen deutlich unterhalb der letzten Unterstützungszone, womit der die runde Marke sowie der Bereich um 1.122 bis 1.177 € nun als erste Rückeroberungszone auf der Oberseite wirken. Erst darüber wäre eine technische Erholung in Richtung 1.233 € möglich. Für mehr als eine Gegenbewegung müsste Rheinmetall anschließend auch 1.318 € zurückerobern.

Bleibt diese Rückkehr aus, spricht der Chart weiterhin für Druck auf tiefere Zielzonen. Das nächste markante Auffangniveau liegt bei 772 €. Ausgehend vom aktuellen Kursbereich um 940 € entspräche dies nochmals einem weiteren Rückschlag von knapp -20%. Wird auch dieses Level nicht verteidigt, müsste bei anhaltendem Verkaufsdruck sogar die Zone um 566 € berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang zweifelsfrei auch interessant: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 44 Milliarden €.

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Fazit

Die Rheinmetall-Aktie bleibt nach dem Rutsch unter 1.000 € charttechnisch schwer angeschlagen. Kurzfristige Gegenbewegungen sind nach dem massiven Ausverkauf zwar jederzeit möglich, doch erst oberhalb von 1.122 bis 1.177 € würde sich die Lage etwas entspannen. Solange diese Rückeroberung ausbleibt, bleibt das Risiko weiterer Abgaben bis 772 € klar erhöht.