SpaceX-Aktie: Zeichnen oder lieber abwarten?
Was bisher zum IPO bekannt ist
Offizielle Details zu Umfang und Zeitpunkt des Börsengangs liegen bislang nicht vor. Allerdings berichten mehrere Medien unter Berufung auf Insider über konkrete Planungen.
Demnach könnte das Emissionsvolumen bei rund 75 Milliarden US-Dollar liegen. Im Falle einer Mehrzuteilung wäre sogar ein noch höheres Volumen denkbar. Als Termin ist der 12. Juni 2026 vorgesehen. Die Aktie soll an der Nasdaq erfolgen. Von den 555,56 Millionen ausgegebenen Aktien sollen 30% für Privatanleger reserviert sein.
Die Bewertung des Unternehmens wird in Medienberichten auf bis zu 1,77 Billionen US-Dollar geschätzt. Sollte sich dies bestätigen, würde SpaceX auf Anhieb zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt zählen und den bisherigen Rekordbörsengang von Saudi Aramco übertreffen.
Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass es sich bislang um Spekulationen handelt. Erst mit der Veröffentlichung des offiziellen Börsenprospekts lassen sich belastbare Aussagen treffen.
Die Roadshow beginnt am 8. Juni.
Musk dürfte die Kontrolle behalten
Besonders interessant dürfte die Ausgestaltung der Eigentümerstruktur werden. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Elon Musk auch nach dem Börsengang die Kontrolle über das Unternehmen behalten möchte.
Ob dies über eine Dual-Class-Struktur oder andere Stimmrechtsregelungen erfolgt, bleibt abzuwarten. Für Anleger könnte dies bedeuten, dass sie zwar wirtschaftlich am Unternehmen beteiligt sind, jedoch nur eingeschränkten Einfluss auf strategische Entscheidungen erhalten.
Wachstumsstarke Geschäftsbereiche
Das traditionelle Raumfahrtgeschäft bildet weiterhin die Grundlage des Konzerns. SpaceX hat sich mit seinen wiederverwendbaren Trägerraketen als wichtiger Partner für staatliche und private Auftraggeber etabliert.
Ein zunehmend bedeutenderer Wachstumstreiber ist Starlink. Das satellitengestützte Internetangebot verfügt mittlerweile über eines der größten Satellitennetze weltweit und erschließt kontinuierlich neue Märkte.
Die jüngste Sparte xAI befindet sich dagegen noch in einer frühen Entwicklungsphase. Der Aufbau leistungsfähiger KI-Infrastrukturen ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Kritiker sehen daher die Gefahr, dass ein Teil der Erlöse aus dem Börsengang zur Finanzierung verlustträchtiger Zukunftsprojekte eingesetzt werden könnte.
Zeichnen oder abwarten?
Sollten die Erwartungen an das IPO erfüllt werden, ist in den ersten Handelstagen mit einer hohen Nachfrage zu rechnen. Gerade bei prominenten Börsengängen zeigt die Erfahrung, dass nicht berücksichtigte Anleger nach dem Handelsstart in die Aktie drängen und die Kurse zunächst deutlich steigen lassen.
Allerdings hat die Vergangenheit auch gezeigt, dass solche Euphorie-Phasen häufig von spürbaren Korrekturen abgelöst werden. Wer nicht direkt zum Zuge kommt, fährt daher oftmals besser, zunächst die Entwicklung der ersten Wochen abzuwarten.
Entscheidend für die langfristige Kursentwicklung werden letztlich die operativen Ergebnisse sein. Während Starlink bereits über ein etabliertes Geschäftsmodell verfügt, dürften die Bereiche Raumfahrt und insbesondere KI weiterhin hohe Investitionen erfordern.
ℹ️ SpaceX in Kürze
- SpaceX ist ein führendes privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, die Raumfahrt durch kostengünstige Raketen zu revolutionieren. Mittlerweile sind viele Raketenteile wiederverwendbar, somit wurde die Raumfahrt wesentlich preiswertet.
- Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Weltraumunternehmen der Welt. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Raumfahrt, und Satelliten, verbunden mit Starlink sowie neuerdings in die KI-Sparte xAI.
- Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet. Der Unternehmenswert liegt bei etwa 1,8 Billionen US$.
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Fazit
Ein möglicher Börsengang von SpaceX zählt zweifellos zu den spannendsten Ereignissen an den Kapitalmärkten der vergangenen Jahre. Die Kombination aus Raumfahrt, Satelliteninternet und künstlicher Intelligenz besitzt erhebliches Zukunftspotenzial.
Für Privatanleger ist jedoch Vorsicht angebracht. Die hohe mediale Aufmerksamkeit könnte zunächst zu einer deutlichen Überbewertung führen. Wer langfristig investieren möchte, sollte deshalb prüfen, ob ein Einstieg nach der ersten Euphorie nicht die attraktivere Alternative darstellt.
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