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Bitcoin-Kurs vor der Entscheidung – jetzt zählt diese Zone

Märkte sichern sich ab
Der Bitcoin-Kurs steht erneut unter Druck und die Nervosität am Kryptomarkt nimmt wieder spürbar zu. Gleichzeitig rücken wichtige On-Chain-Daten und Unterstützungszonen jetzt verstärkt in den Fokus der Anleger.

Unsicherheit belastet Bitcoin erneut

Bitcoin ist zuletzt erneut unter die Marke von 80.000 US$ gefallen. Hintergrund dafür war vor allem die wieder angespanntere Lage im Nahen Osten. Neue Aussagen von Donald Trump über mögliche militärische Maßnahmen gegen den Iran sorgten zu Beginn der Woche erneut für Unsicherheit an den Märkten. Vor allem die Angst vor einer weiteren Eskalation rund um die Straße von Hormus belastete die Stimmung. Inzwischen hat sich die Situation zwar etwas beruhigt. Berichte über eine mögliche Zurückhaltung weiterer militärischer Schritte sorgten kurzfristig wieder für etwas Entspannung. Trotzdem bleibt die Unsicherheit weiterhin hoch. Viele Anleger sichern Positionen aktuell stärker ab und reduzieren kurzfristig Risiko.

Das zeigte sich zuletzt auch deutlich bei den Spot-Bitcoin-ETFs. Nachdem zuvor wieder größere Zuflüsse zu sehen waren, dominierten zuletzt erneut die Nettoabflüsse. Institutionelle Anleger agieren damit aktuell wieder deutlich vorsichtiger. Parallel dazu steigt auch das Interesse an Short-Positionen erneut an. Viele Trader wetten kurzfristig wieder auf fallende Kurse oder sichern bestehende Positionen aggressiver ab. Dadurch bleibt die Volatilität aktuell erhöht.

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On-Chain-Daten zeigen entscheidende Marktphase

Besonders im Fokus steht derzeit die Zone rund um 80.000 US$. Mehrere On-Chain-Indikatoren zeigen, dass sich Bitcoin aktuell in einer entscheidenden Marktphase befindet. Vor allem die sogenannten kurzfristigen Bitcoin-Wale spielen derzeit eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um größere Marktteilnehmer, die deutlich sensibler auf Kursbewegungen reagieren als langfristige Investoren. Bitcoin bewegt sich aktuell erneut direkt an ihrer durchschnittlichen Kaufbasis. Bereits zwei ähnliche Situationen endeten in den vergangenen Monaten mit stärkeren Kapitulationen und beschleunigten Verkäufen. Deshalb beobachten Analysten diesen Bereich aktuell besonders genau.

Kann sich Bitcoin oberhalb dieser Zone stabilisieren, würde sich der Druck auf kurzfristige Marktteilnehmer deutlich reduzieren. Fällt der Kurs dagegen erneut klar darunter, könnte sich die Nervosität nochmals verstärken. Gleichzeitig liefern andere On-Chain-Daten ein etwas stabileres Bild. Die sogenannten HODL Waves zeigen weiterhin, dass langfristige Halter in diesem Zyklus deutlich stärker vertreten bleiben als in früheren Marktphasen. Vor allem institutionelle Investoren halten inzwischen größere Bitcoin-Bestände langfristig im Portfolio. Dadurch wirkt die aktuelle Marktstruktur insgesamt robuster als in früheren Zyklen. Viele Analysten gehen deshalb derzeit eher von einer längeren Seitwärtsphase aus, statt von einem direkten stärkeren Einbruch.

Diese Kursbereiche stehen jetzt im Fokus

Kurzfristig bleibt die Lage trotzdem angespannt. Sollte sich die geopolitische Situation weiter beruhigen und die allgemeine Marktstimmung wieder stabilisieren, könnte Bitcoin den Bereich von 80.000 US$ schnell zurückerobern. Oberhalb des aktuellen Kurses zeigt die Liquidation-Heatmap weiterhin größere Liquiditätsbereiche. Vor allem im Bereich um 82.000 US$ liegen aktuell viele potenzielle Short-Liquidierungen. Da zuletzt wieder verstärkt auf fallende Kurse gesetzt wurde, steigt gleichzeitig die Chance auf einen kurzfristigen Short-Squeeze.

Auf der Unterseite bleibt dagegen vor allem die Zone rund um 75.000 US$ entscheidend. Dort zeigt sich laut aktuellen Orderbuchdaten derzeit die größte sichtbare Spot-Nachfrage. Viele größere Kauforders liegen aktuell genau in diesem Bereich. Sollte Bitcoin nochmals stärker unter Druck geraten, könnte dort wieder verstärkt Nachfrage in den Markt kommen. Erst darunter würde sich das Gesamtbild wieder deutlich verschlechtern.

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ℹ️ Bitcoin in Kürze

  • Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
  • Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
  • Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.

Fazit

Die aktuelle Marktphase wirkt kurzfristig zwar weiterhin nervös, gleichzeitig zeigen die On-Chain-Daten bislang aber noch keine klassische Panikstruktur wie in früheren stärkeren Abverkaufsphasen. Vor allem die langfristigen Halter bleiben bislang vergleichsweise stabil.