Pfizer-Aktie: Bleibt für Dividenden-Anleger attraktiv
Die Aktie von Pfizer hat in den vergangenen Monaten deutlich besser abgeschnitten als viele andere Werte aus dem Gesundheitssektor. Trotz anhaltender Skepsis gegenüber Pharmaunternehmen mehren sich die Hinweise darauf, dass die schwierigste Phase nach dem Ende des Corona-Booms überwunden sein könnte.
Für Anleger von Pfizer waren die vergangenen Jahre alles andere als einfach. Während Technologieaktien zuletzt kräftig zulegen konnten, gerieten defensive Gesundheitswerte zunehmend unter Druck. Dennoch entwickelte sich Pfizer seit Dezember des vergangenen Jahres stärker als viele vergleichbare Unternehmen aus der Branche.
Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnete die Aktie inklusive Dividendenzahlungen zwischenzeitlich ein Plus von rund 20 Prozent. Das ist bemerkenswert, da für den Konzern in den kommenden Jahren weiterhin nur begrenztes Umsatzwachstum erwartet wird. Analystenschätzungen gehen sogar davon aus, dass die Erlöse bis zum Ende des Jahrzehnts teilweise rückläufig bleiben könnten.
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Niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite
Der Grund der stabilen Kursentwicklung liegt in Pfizers nach wie vor günstiger Bewertung. Die Aktie wird derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 9 gehandelt und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt des Gesundheitssektors.
Besonders attraktiv bleibt die Dividendenrendite, die inzwischen bei etwa 6,7 Prozent liegt. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt ist das ein außergewöhnlich hoher Wert. Gerade in einem Umfeld zunehmender Unsicherheit dürften einkommensorientierte Anleger deshalb verstärkt auf Pfizer aufmerksam werden.
Die Unternehmensführung machte zudem deutlich, dass die Dividende weiterhin oberste Priorität besitzt. Erst danach folgen Investitionen in Übernahmen und Geschäftsausbau.
Diese Haltung dürfte vor allem Einkommensinvestoren beruhigen. Trotz der Herausforderungen erwirtschaftet Pfizer weiterhin starke freie Cashflows. Solange sich die Ertragslage nicht deutlich verschlechtert, gilt die Ausschüttung daher als vergleichsweise gut abgesichert.
Belastungen durch Patentabläufe verlieren an Schärfe
Ein zentrales Risiko für Pfizer bleiben auslaufende Patente und der damit verbundene Umsatzverlust. Allerdings deutet sich inzwischen an, dass die Auswirkungen geringer ausfallen könnten als zunächst befürchtet.
Konzernchef Albert Bourla erklärte im Rahmen der Quartalszahlen, dass die erwarteten Belastungen durch Patentabläufe nun eher bei 14 bis 15 Milliarden Dollar liegen dürften. Frühere Schätzungen hatten noch bis zu 17 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.
Für Anleger ist das ein wichtiges Signal. Die größten Belastungen scheinen zunehmend kalkulierbar zu werden, was den Druck auf die Aktie verringert.
Neue Medikamente sorgen für Wachstum
Gleichzeitig zeigen die neu eingeführten und übernommenen Produkte erste Erfolge. Im ersten Quartal 2026 erzielte dieser Bereich ein operatives Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das spricht dafür, dass Pfizer seine operative Umsetzung verbessert hat. Genau darauf wird der Markt in den kommenden Quartalen besonders achten. Eine dauerhaft höhere Bewertung dürfte nur möglich sein, wenn der Konzern seine Wachstumsstrategie erfolgreich umsetzt und neue Umsatzquellen erschließt.
Pipeline rückt stärker in den Mittelpunkt
Immer wichtiger wird nun die Entwicklung neuer Medikamente. Pfizer verfügt über eine breit aufgestellte Forschungspipeline, wobei insbesondere der Bereich Onkologie im Mittelpunkt steht.
Für das laufende Jahr plant der Konzern zehn Programme für Phase-3-Studien. Gleichzeitig baut Pfizer seine Aktivitäten im Markt für Abnehmmedikamente deutlich aus.
Nach der Übernahme von Metsera plant das Unternehmen zahlreiche klinische Studien in diesem Bereich. Zusätzlich kooperiert Pfizer in China mit Hangzhou Sciwind Biosciences, um vom stark wachsenden Markt für Medikamente gegen Übergewicht zu profitieren.
Der Wettbewerb in diesem Segment ist zwar enorm, doch Pfizer verfügt bislang über kaum Marktanteile. Dadurch entsteht vor allem Aufwärtspotenzial, während das Risiko begrenzt erscheint. Entscheidend wird allerdings sein, wie erfolgreich die neuen Projekte in den kommenden Jahren tatsächlich verlaufen.
Technisches Bild signalisiert Stabilisierung
Auch charttechnisch zeigt sich eine Verbesserung. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2025 bewegt sich die Aktie in einem langfristigen Erholungstrend. Zwar verlief die Aufwärtsbewegung schwankungsreich, doch neue Tiefstände wurden bislang vermieden.
Das deutet darauf hin, dass der Markt die negativen Auswirkungen der Corona-Nachwirkungen und der Patentabläufe zunehmend eingepreist hat. Gleichzeitig sorgte die jüngste Schwäche vieler Gesundheitswerte erneut für günstigere Einstiegsmöglichkeiten.
Aktuell bewegt sich die Aktie nahe ihrer wichtigen 50-Wochen-Linie. Für optimistische Anleger könnte der jüngste Rücksetzer daher eine interessante Gelegenheit darstellen.
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ℹ️ Pfizer in Kürze
- Pfizer ist einer der weltweit größten Pharma- und Biotechnologiekonzerne. Das Unternehmen erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt vor allem verschreibungspflichtige Arzneimittel. Kernbereiche der Tätigkeit sind Entzündungskrankheiten, Immunologie, Impfstoffe, Innere Medizin, Onkologie und seltene Krankheiten.
- Neben dem Hauptsitz in New York City unterhält der Konzern weltweit Niederlassungen.
- Pfizer ist Mitglied im US-Leitindex S&P 500 und gehört mit einem Börsenwert von rund 147 Milliarden US$ zu den größten Pharmakonzernen weltweit.
Fazit
Pfizer bleibt ein dividendenstarker Value-Wert mit vergleichsweise niedriger Bewertung. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob neue Medikamente und strategische Partnerschaften die erwarteten Umsatzverluste durch auslaufende Patente ausgleichen können.
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