Rheinmetall-Aktie mit -9% Einbruch – Korrektur aktiv?
Die Rheinmetall-Aktie ist gestern um rund -9% gefallen und geriet damit nach der starken Rallye der vergangenen Monate deutlich unter Druck. Auslöser der Schwäche waren zunehmende Gewinnmitnahmen sowie eine spürbare Abkühlung der Dynamik im kurzfristigen Chartbild. Trotz des kräftigen Rücksetzers bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend bislang intakt, allerdings steigt die Gefahr einer größeren Korrekturphase. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.
Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie
Die Rheinmetall-Aktie ist mittlerweile um satte -40% Prozent vom Allzeithoch bei 2.008,00 € korrigiert. Zuletzt konnte der Kurs des Rüstungskonzerns nur noch tiefere Hochs ausbilden. Auch der Supportbereich wurde am Freitag nach unten durchschlagen, wodurch der Kurs des Rüstungskonzerns kurz vor dem Erreichen des technischen Preisziels für die Schulter-Kopf-Schulter-Formation steht.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Der aktuelle Abwärtsdruck scheint sich aktuell sogar noch zu beschleunigen. Allein gestern verlor der Kurs der Rheinmetall-Aktie über -9%. Strukturell betrachtet erweckt der Chart den Eindruck, als könne sich die Abwärtsbewegung noch deutlich weiter ausdehnen.
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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt wieder gefallen. Aktuell notiert dieser bei 31 Punkten, nur leicht in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Der MACD hat ebenfalls ein Verkaufssignal ausgebildet.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell negativ. Sowohl der RSI, als auch der MACD haben ein bärisches Crossover ausgebildet, was auf kurz- bis mittelfristig fallende Kurse für die Rheinmetall-Aktie hindeutet.
Elliott-Wellen
Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch nach dem starken Anstieg bis 2.008 € befindet sich die Aktie aktuell in einer ausgedehnten Korrekturphase der Welle 4.
Diese Bewegung könnte sich weiter nach unten ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 859,80 € und dem 0,5er Retracement bei 343,80 €, wo eine Stabilisierung einsetzen könnte.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Solange der Kurs oberhalb von 343,80 € notiert, bleibt das übergeordnete bullische Szenario intakt. Nach Abschluss der aktuellen Korrektur könnte anschließend eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 starten.
Ein Bruch dieser Marke würde das Chartbild jedoch deutlich belasten. In diesem Fall dürfte sich der Verkaufsdruck spürbar verstärken und eine größere Korrekturphase wahrscheinlicher werden.
Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 56,71 Milliarden €.
Fazit
Die Rheinmetall-Aktie steht charttechnisch weiter unter massivem Druck. RSI und MACD haben auf Tagesbasis klare Verkaufssignale ausgebildet und bestätigen das aktuell schwache Momentum. Nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen wirkt die laufende Abwärtsbewegung zunehmend dynamisch.
Die Elliott-Wellen deuten auf eine ausgedehnte Welle-4-Korrektur hin, die sich noch weiter fortsetzen könnte. Erst im Bereich zwischen 859,80 € und 343,80 € liegen relevante Unterstützungen für eine mögliche Stabilisierung. Solange 343,80 € verteidigt werden, bleibt das langfristige bullische Szenario intakt.