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Commerzbank-Aktie: Doch noch ein höherer Preis?

Am 15-Jahreshoch

Die Commerzbank-Aktie gibt wieder Gas. Seit Monatsbeginn ist sie mit über +15% im Plus und notiert fast auf ihrem 15-Jahreshoch. Glaubt die Börse daran, dass die Übernahme durch die UniCredit nun doch schneller als erwartet über die Bühne geht? Und hat sie Recht damit?

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Es bewegt sich was

Eigentlich ist es ein schlechter Tag für Bankaktien. Die Straße von Hormus ist schon wieder dicht, der Ölpreis steigt und die Sorgen um die Auswirkungen hoher Energiepreise auf die Weltwirtschaft werden größer. Keine guten Nachrichten für einen zyklischen Wert wie die Commerzbank-Aktie.

Trotzdem ist sie mit einem Kursgewinn von über +1,5% am Montagmorgen der stärkste Wert im DAX. Das hat mit Gerüchten zu tun, dass die Komplettübernahme durch die UniCredit in den kommenden Wochen doch noch erfolgreich vonstatten gehen könnte.

In einem Fernsehinterview räumt Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp ein, dass man mit der UniCredit über einen Zusammenschluss gesprochen habe. Das ist insofern eine berichtenswerte Neuigkeit, da die CoBa bislang alle Avancen der italienischen Großbank vehement abgelehnt hat.

Anscheinend wird hinter den Kulissen also doch über die Übernahme gesprochen. Orlopp meinte im Interview aber auch, dass es bislang noch keine Einigkeit über den Unternehmenswert zwischen den Parteien gebe. Mit dieser Aussage will sie selbstverständlich den Preis für ihre Bank weiter in die Höhe treiben. Zudem habe man sich über die möglichen Geschäftsbereichen nach einem Zusammenschluss unterhalten, so Orlopp.

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So geht es weiter

Am 4. Mai wird die UniCredit aller Voraussicht nach auf einer Hauptversammlung die Ausgabe neuer Aktien beschließen, um den Erwerb der Commerzbank finanzieren zu können. Bislang liegt das Tauschangebot der Italiener bei 0,485 eigenen Aktien für eine Commerzbank-Aktie.

Das würde einen Preis von ca. 33,50 € je CoBa-Aktie bedeuten. Ein Preis, der rund 8% unter dem aktuellen Aktienkurs der deutschen Bank liegt.

Ob die UniCredit es damit schafft, ausreichend Commerzbank-Aktionäre zu überzeugen, ihre Anteile zu verkaufen, darf bezweifelt werden. Sollte die italienische Bank die Anteilsschwelle von 30% überschreiten, könnte sie weitere Anteile bis zu 50% zukaufen.

Charttechnische Hochspannung

Heute ist charttechnische Hochspannung bei der Commerbank-Aktie angesagt. Am Montagmorgen kratzt sie an ihrem 6-Monatshoch bei 36,50 €.

Sollte dieser Widerstand überwunden werden, wartet auch schon das 15-Jahreshoch bei 37,80 €. Wenn auch diese Kursmarke fällt, dürfte die Commerzbank-Aktie Kurs Richtung 40 € setzen.

Weiterer Rückenwind

Rückenwind bekommt die Commerzbank-Aktie auch durch zwei neue Analystenstudien. Mit Kurszielen von 42 bzw 40 € sehen sowohl die britische Barclays-Bank als auch die Deutsche Bank Research weiteres Upside für den DAX-Titel. Während die Barclays-Analysten von einem verbesserten Chance-Risiko-Verhältnis sprechen, glauben die Experten der DB Research, dass der aktuelle Kurs der Commerzbank-Aktie einen Boden für das Angebot der UniCredit darstellt.

Auch ich glaube, dass die UniCredit ihr Angebot noch nachbessern muss. Grundsätzlich scheint bei der Commerzbank inzwischen die Bereitschaft zu einem Verkauf zu bestehen. Aber nicht zum aktuellen Kurs.

Anleger dürfen sich demnach die Hoffnung auf eine etwas höhere Übernahmeprämie machen. Allerdings glaube ich nicht, dass diese noch weit über dem aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie liegen wird. Für die UniCredit dürfte es bereits jetzt schwer sein, den Übernahmepreis wirtschaftlich zu rechtfertigen.

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ℹ️ Commerzbank in Kürze

  • Die Commerzbank (WKN: CBK100) ist eine Universalbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Gemessen an der Bilanzsumme ist sie das viertgrößte Geldhaus Deutschlands.
  • Das Bankinstitut betreut rund elf Millionen Privat- und Firmenkunden in Deutschland und Europa und besitzt mit rund 400 Filialen eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken.
  • Die Aktie ist im DAX gelistet, an der Börse ist die Commerzbank derzeit aktuell mit rund 41 Milliarden € bewertet.
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